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Das Trikotgate von Leipzig – "Respektlos", sagt Frahn

Wie einst die Profis von Bayer Leverkusen, die unbedingt ein Messi-Trikot wollten, stritten sich in Leipzig zwei RB-Spieler um jenes von Zlatan Ibrahimovic.

Aus Leipzig berichtet Fabian Biastoch

Es hätte alles so schön sein können. RB Leipzig gewinnt am Ende auch verdient 4:2 gegen Paris Saint-Germain und geht mehr als selbstbewusst in die kommenden Aufgaben. Wäre da nicht ein fader Beigeschmack. In den Hauptrollen: Zlatan Ibrahimovic, Terrence Boyd und Daniel Frahn, sowie ein Trikot.

Was war passiert?

Der Kapitän der Leipziger ist riesiger Fan des Schweden. Er vergöttert ihn, hat sich wie ein kleines Kind auf das Duell gegen ihn gefreut. Doch das Trikot hat sich ausgerechnet der Neuzugang und Torschütze Boyd geschnappt. "Das war respektlos", polterte Frahn: "Ärger wird es nicht geben. Es ist ja bald wieder Training..." Man sah ihm an, dass er nicht happy war.

Und Boyd? Er präsentierte stolz das Ibra-Leibchen, Frahn stand fassungslos daneben. Nach Abpfiff gab der Neuling aber zu: "Ich habe ihm bereits in der Kabine 'sorry' gesagt. Damit ist der Respekt wieder hergestellt."

Und auch der Superstar aus Frankreich zeigte sich erkenntlich, sagte nach dem Spiel: "Ich habe gehört, dass der Kapitän wegen des Trikots wütend ist. Ich habe noch ein zweites dabei, das kann er gerne bekommen." Nun kann sich jeder RB-Spieler auch über den Sieg freuen. Mit den Parisern feiern konnten sie nicht. Direkt nach Abpfiff trommelte Laurent Blanc seine Mannen zusammen – es ging zum Flughafen und gen Heimat.

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