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Schalke 04 will nicht den Weg des BVB gehen

Das wurde kürzlich erklärt. S04 hat sich bewusst dazu entschieden, ein eingetragener Verein zu bleiben - und bietet somit das gewohnte Kontrastprogramm zu Schwarz-Gelb.

Von Hassan Talib Haji

Gelsenkirchen. Vor Kurzem erklärte Borussia Dortmund auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz, dass neun Prozent der BVB-Aktien an einen strategischen Partner gehen. Der langjährige Sponsor Evonik sicherte sich diese Anteile für 27 Millionen Euro. Es sollen noch weitere Investoren gefunden werden. Auf Schalke ist dieses Modell nicht möglich, weil nicht gewollt.

Im Zuge der großen Diskussion beim Hamburger SV und der geplanten Ausgliederung der Profiabteilung durch die Initiative "HSV-Plus" kamen rund ums Berger Feld Gerüchte auf. Es hieß plötzlich, dass die Verantwortlichen von Schalke 04 Ähnliches vorhaben und deshalb mit den Planungen beginnen. Völliger Humbug, wie sich am Ende herausstellte. Trotzdem sah sich der Klub zwischenzeitlich genötigt, ein etwas scharfes Statement zu veröffentlichen – mit dem markanten Titel: "Das Märchen von der KGaA".

Heldt: "Nicht unser Weg"

"So wenig Schalke 04 seine Vereinsfarben zu Schwarz-Gelb ändern wird, so wenig Wahrheitsgehalt ist an diesem Gerücht", gab der Verein bekannt. Nun schaut man rüber zum Reviernachbarn und muss feststellen, dass Watzke, Zorc und Co. förmlich im Geld schwimmen müssen. Alleine die Verlängerung des Sponsorenvertrags mit Evonik bis 2025 soll über 200 Millionen Euro in die jetzt schon prallen Kassen spülen. Beeindruckende Zahlen.

Schalkes Manager Horst Heldt sagte unter der Woche erstaunt: "Es ist eine beachtliche Summe, die der BVB da generiert – so wie es in den Medien zu lesen ist." Dann schob der Sportvorstand hinterher, dass man selbst aber anders plane. "Das ist der Weg, für den sich der BVB entschieden hat. Das ist aber nicht unser Weg, wir sind ein eingetragener Verein und wollen das auch bleiben."

Wirtschaftlich hat sich der Erzrivale extrem gut entwickelt, was natürlich auch mit dem großen sportlichen Erfolg der jüngeren Vergangenheit zusammenhängt. Das erkannte am Ende dann auch Heldt an: "So viel Kapital lässt sich natürlich auch gut verteilen, von daher ist es ein großes Plus für den BVB."

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