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DFB-Team: Mehr Stabilität dank Vielseitigkeit in der Abwehr

Die Vielseitigkeit der Defensivspieler könnte in Brasilien zu einem Schlüsselfaktor werden. Paradebeispiel in der deutschen Elf ist Benedikt Höwedes.

Aus der Coface-Arena in Mainz berichtet Michael Bauer

Mainz. Mit einer ungewohnten Abwehrformation bestritt die deutsche Nationalmannschaft die Partie gegen Armenien. Beim 6:1-Erfolg standen vier potentielle Innenverteidiger in der Viererkette, doch Benedikt Höwedes erklärte Goal nach der Partie, worin die Vorteile liegen.

Mats Hummels und Per Merteseacker bildeten die Innenverteidigung, Jerome Boateng und Benedikt Höwedes verteidigten auf den Außenpositionen. Für den 26-jährigen Höwedes nichts ungewohntes, ist er doch bei Schalke als Rechts- und Innenverteidiger ausgebildet worden und kam auch unter Joachim Löw schon auf beiden Positionen zum Einsatz.

Höwedes kann auch links

Gegen Armenien spielte er 90 Minuten Linksverteidiger, eine Rolle die er gut ausfüllte und seine Leistung mit einem Tor krönte. In der Mixed-Zone kommentierte er seine neue Rolle gegenüber Goal: "Meine Variabilität war immer meine Stärke. Ich hatte bisher keine Anpassungsschwierigkeiten, egal auf welcher Position ich zum Einsatz gekommen bin."

"Ich stelle keine Ansprüche, wenn ich spiele, versuche ich der Mannschaft zu helfen, so dass wir auch erfolgreich sind", so der Schalker Kapitän weiter.

 


Vorteil Zweikampfstärke

Die Abwehrformation im letzten Test habe laut Höwedes durchaus Zukunft, denn "alle sind zweikampfstark, schnell und kopfballstark. Wenn wir hinten stabil stehen wollen, sind das Argumente, die dafür sprechen."

Mit Boateng und Großkreutz hat Löw weitere Spieler, die vielseitig sind und mehrere Positionen spielen können. Zudem stehen die Außenverteidiger extrem hoch, was wichtig ist, um den Gegner früh unter Druck zu setzen. Zweikampfstarke Spieler sind da von Vorteil.

Gelungene Generalprobe

Auch Armenien versuchte es mit taktischen Varianten, standen zunächst tief, setzen auf Konter, versuchten es aber zwischenzeitlich mit frühem Pressing. Eine Spielweise, die man von den deutschen Gruppengegnern bei der WM laut Höwedes "durchaus erwarten kann."

"Armenien hatte heute viel Respekt vor unseren spielerischen Klasse, wir haben uns dann mit Abspielfehlern in Bedrängnis gebracht, aber insgesamt sehr solide gespielt", so der "neue" Linksverteidiger abschließend.

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