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Der Gladbach-Manager gilt als ein gerissener Fuchs im Bundesliga-Geschäft. Mehrmals schnappte er Horst Heldt einen Spieler weg.

SPECIAL REPORT
Von Hassan Talib Haji

Gelsenkirchen. Derzeit herrscht Hochkonjunktur auf dem Basar der neuen Herausforderungen. Das Transferfenster öffnet offiziell zwar erst am 1. Juli und endet am 31. August, doch schon jetzt ist Hochbetrieb bei den Klubs, wie jedes Jahr um diese Zeit. Einmal mehr rangeln sich die Vereine um gewisse Protagonisten des Ballsports. Schalke 04 schraubt aktuell an der Verpflichtung eines neuen Stürmers und dabei kommt nun offenbar erneut Borussia Mönchengladbach in die Quere.

Sie schätzen sich als Kollegen, doch wenn es ums Geschäft geht, sucht jeder seinen eigenen Vorteil. Nun kämpfen Gladbachs Max Eberl und Schalkes Horst Heldt scheinbar um denselben Spieler. Der Kicker berichtet in seiner Donnerstagsausgabe, dass Borussia Mönchengladbach seit Längerem ein konkretes Angebot für Eric Maxim Choupo-Moting abgegeben habe. Der Kameruner steht allerdings auch auf der Schalker Wunschliste, wie Goal berichtete. Schon wieder kommt es zum Duell der beiden Top-Manager.

Hintergrund: Dreimal flirteten beide um denselben Akteur. Letztes Jahr war es der Ex-Freiburger Max Kruse. Schalke 04 und die Fohlen buhlten um den 26-Jährigen, da dieser eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag verankert hatte und nur rund 2,5 Millionen Euro kostete. Den Zuschlag erhielten damals die Rheinländer. Nun beträgt Kruses Marktwert geschätzte zehn Millionen Euro.

Auch an Andre Hahn, der in der abgelaufenen Spielzeit noch das Trikot des FC Augsburg trug, waren beide Vereine interessiert. Der Neu-Nationalspieler besaß eine festgeschriebene Ablösesumme (drei Millionen Euro) in seinem Kontrakt. Der gebürtige Otterndorfer tat es Kruse gleich und schloss sich ebenfalls den Fohlen an. Eberl kaufte Heldt somit das nächste Schnäppchen weg. Hahns Marktwert liegt derzeit bei geschätzten fünf Millionen Euro.

Doch auch Heldt schlug zu, als Eberl am selben Spieler baggerte. Es war Leon Goretzka, der sich bekanntlich beim VfL Bochum in die Notizblöcke etlicher Scouts der Bundesligavereine kickte. Dem Jungsspund lagen mehrere Angebote vor, doch er entschied sich für den FC Schalke 04, die sich schon früh um ihn bemüht haben.

Kampf um Choupo-Moting

Das nächste Objekt der Begierde ist ablösefrei und aktuell von vielen Klubs umworben. Eric Maxim Choupo-Moting ist der gefragte Mann. Eberl hat, wie oben beschrieben, bereits sein Interesse schriftlich in Form eines Angebots hinterlegt. Ob Schalke 04 dies auch getan hat, ist noch unklar. Jedoch weiß der kamerunische Nationalstürmer vom Interesse der Königsblauen. Dass der 1,90 Meter große Angreifer sich noch nicht für Gladbach entschieden hat, darf als kein gutes Zeichen gewertet werden.

Denn gegenüber Goal machte Choupo-Motings Berater Roger Wittmann deutlich, dass sein Klient bei einem interessanten Angebot Nägel mit Köpfen macht. Wittmann ergänzte: "Stand jetzt hat er sich noch nicht entschieden." Demnach wartet der Kameruner noch auf das richtige oder zumindest das bessere Angebot.

Schalke 04 und Horst Heldt haben den Vorteil, dass sie ihm den Wunsch nach Champions-League-Fußball erfüllen können. Borussia M'gladbach muss in die Play-Offs zur Europa League. Auch der Einzug in die Gruppenphase ist also noch nicht sicher. Vielleicht genau das Plus, was Horst Heldt braucht, um Max Eberl bei dieser Personalie ein Schnippchen zu schlagen.

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