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Erleichterung bei Werder: "Werden Saisonziel nicht mehr verfehlen"

Die Grün-Weißen besiegten die Alte Dame verdient im letzten Heimspiel der Saison. Dutt freut sich über das Erreichen des Saisonziels, Luhukay hadert mit der Chancenverwertung.

NACHBERICHT
Von Helge Wohltmann

Bremen. In einem zunächst hart umkämpften Match gewinnt Werder Bremen mit 2:0 (0:0) gegen Hertha BSC. Aaron Hunt ist mit einem Doppelpack der Matchwinner. Für die Berliner war es eine bittere Niederlage im Kampf um einen einstelligen Tabellenplatz.

"Es war für beide Mannschaften schwierig, ins Spiel zu kommen. Man hat gesehen, dass es um ziemlich viel gegangen ist", befand Werder-Innenverteidiger Sebastian Prödl. Beide Seiten hatten zu Beginn mit den Chancen geknausert. Einzig Per Skjelbred konnte für die Berliner Gefahr heraufbeschwören (15.). Bei seinem Schuss aus 15 Metern sei durchaus ein Tor drin gewesen, bedauerte der Norweger später. Insgesamt hätte die Hertha gute Momente gehabt: "Dann war allerdings viel Pech dabei."

Das sah Hertha-Trainer Jos Luhukay ähnlich: "Ich glaube, dass wir die erste Halbzeit sehr gut begonnen haben. Wir waren gut im Spiel drin. Es fehlte dann aber an der letzten Genauigkeit." Daneben zielte auch Theodor Gebre Selassie bei der einzigen Chance für Werder Bremen (23.) Sein Volley-Schuss strich flach am Tor vorbei. Beide Mannschaften hatten in der Folge Probleme, vor das Gehäuse des Gegners zu kommen.

Werder spielt in der zweiten Halbzeit deutlich besser

"Die Hertha hat uns in der ersten Halbzeit nicht so sehr gefordert", analysierte Sportdirektor Thomas Eichin die ersten 45 Minuten. "Das Spiel ist dann ein wenig dahin geplätschert." Erst in der zweiten Hälfte sei es besser geworden: "Wir sind vorne mehr gelaufen. Es wurde ein interessantes Spiel, welches wir verdient gewonnen haben."

Das unterstrich auch Bremens Kapitän Clemens Fritz: "Der Trainer hat in der Halbzeit angesprochen, dass wir schneller nach vorne spielen müssen." Zuvor sei man oft einen Schritt zu spät gekommen und habe sich in vielen Situationen zu spät vom Ball getrennt. Dadurch habe man sich meist nur durch Fouls zu helfen gewusst.

Werder konnte sich durch den Sieg wieder auf Platz zwölf verbessern und zeigte sich damit zufrieden. "40 Punkte hatten wir als Saisonziel ausgegeben. Mit 39 Punkten einen Spieltag vor Schluss werden wir das Ziel nicht mehr gravierend verfehlen", bilanzierte Werders Coach Robin Dutt. Der Fokus richtet sich jetzt auf das nächste Spiel gegen Leverkusen am letzten Spieltag.

Enger Kampf um den neunten Platz

Bremen hat mit einem Sieg noch die Chance, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, sollten Hoffenheim, Hertha und Hannover am nächsten Samstag allesamt patzen. Leverkusen kämpft allerdings noch um das konkrete Ziel Champions League, kann sich keinen Punktverlust erlauben. "Wir müssen aber auch unbedingt gewinnen", fordert Eichin. "Wir müssen da rein gehen, als ob es bei uns um genau die gleiche Situation geht!"

Hertha BSC empfängt am letzten Spieltag Borussia Dortmund im Olympiastadion. Auch für die Berliner geht es um Platz neun. Mit einem Sieg könnten sie an Hoffenheim vorbeiziehen und eine schon jetzt überaus gelungene Aufstiegssaison krönen.

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