FC Schalke 04: Von einem Etappenziel zum nächsten

Die Knappen haben ihre Chance gewahrt, es aus eigener Kraft direkt in die Königsklasse zu schaffen. Der Druck bleibt vor dem letzten Spiel aber hoch.

NACHBERICHT
Von Lukas Nowak aus Freiburg

Wirklich souverän war der Auftritt des FC Schalke 04 über das ganze Spiel gesehen nicht. Verdient war er trotz teilweise hochkarätiger Möglichkeiten des SC Freiburg allemal. Vor allem in den letzten Minuten der Partie war man dem Druck trotz des Platzverweises von Felipe Santana gewachsen und konnte durch das 2:0 (1:0) den dritten Platz in der Bundesliga behaupten.

Von unten drängt aber weiterhin Leverkusen, das das Parallelspiel gegen Eintracht Frankfurt mit dem analogen Ergebnis abgeschlossen hat. Das bedeutet für die Schalker zumindest, dass ihnen der vierte Platz nicht mehr zu nehmen ist.

Sportvorstand Horst Heldt ist erst einmal froh, dass man es zum einen selbst in der Hand hat, die direkte Qualifikation zu erreichen und im schlimmsten Fall die Chance hat, sich über die Play-offs für die Königsklasse zu qualifizieren: "Wir haben ein Etappenziel erreicht, und zwar das wir Vierter werden. Ich hoffe, dass wir auch das nächste Etappenziel erreichen", gibt er sich zuversichtlich nach der Partie in Südbaden und führte aus: "Wer hätte nach dieser Hinrunde gedacht, dass wir die Möglichkeit dazu bekommen."

"Beim Torjubel kommt dir was Verrücktes in den Kopf"

Ralf Fährmann, der in Freiburg erneut ein großer Rückhalt war, erwartet gegen den 1. FC Nürnberg ein "genauso schweres Spiel". Max Meyer hat ebenfalls die Tabelle gelesen und weiß, dass man Rang drei noch nicht sicher hat: "Es wird eine Drucksituation wie auch heute schon."

Fehlen wird beim Saisonabschluss gegen den Club Torschütze Klaas-Jan Huntelaar. Der Niederländer holte sich beim Jubel zum 2:0 die fünfte Gelbe Karte ab: "Wenn man ein Tor macht, denkt man nicht daran. Beim Torjubel kommt dir was Verrücktes in den Kopf", lachte er hinterher, wohlwissend, dass seine Mannschaft nicht sehr begeistert war von der Aktion. Meyer findet es "ärgerlich", da er vom Trainer vor dem Spiel mehrfach darauf hingewiesen wurde, keine Verwarnung zu erhalten. Heldt nahm Huntelaar dann allerdings in Schutz: "Da sieht man, wie viel Adrenalin, wie viel Emotionen da drin stecken."

Emotionen wird es auf Schalke nächstes Wochenende mit Sicherheit geben. Die Fans der Schalker pflegen schon seit Jahren eine Freundschaft mit dem Club. Bitter, dass man selbst auf Punkte angewiesen ist und Nürnberg damit mit großer Wahrscheinlichkeit direkt in die zweite Liga befördert. Jens Keller ist jedenfalls "überzeugt, dass wir die kommende Partie gewinnen werden."