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Marko Marin und Piotr Trochowski: Ein ständiges Auf und Ab

Die Deutschen spielen mit Sevilla im Halbfinale der Europa League. Die kleine europäische Bühne bietet Platz für ein Auf. Sonst droht beiden der Abschied.

 

Sevilla. Wenn der FC Sevilla am Donnerstagabend (21.05 Uhr im LIVE-TICKER bei Goal) im Halbfinale der Europa League auf Valencia trifft, träumen die Männer von Unai Emery vom Titel. Wie sich das Endspiel anfühlt, kann ihnen Marko Marin erzählen. Er ist amtierender Titelträger und spielt zusammen mit Piotr Trochowski um die Zukunft in Andalusien.

Der Ex-Bremer steht seit dem vergangenen Sommer in Sevilla unter Vertrag, Landsmann Trochowski schon seit 2011. Letzterer hat sich in dieser Saison bisher als guter Vertreter des früheren Schalkers Ivan Rakitic entwickelt. "Er ist besser geworden", sagt Goal Spaniens Sevilla-Korrespondent Francisco Rico, "und wird von den Fans geliebt, weil sie mit ihm mitfühlen."

Der Grund ist eine Knieverletzung, die er bereits im September 2012 gegen den FC Barcelona erlitt. Nach einer ersten Fehldiagnose, die die Verletzung als nicht schwerwiegend einstufte, erlitt Trochowski mehrere Rückschläge an deren Ende das Saison-Aus stand. "Meiner Meinung nach", betont Rico weiter, "wird er sich auch nicht wieder komplett erholen. Nach fast jedem Spiel bekommt er eine spezielle Kniebehandlung."

Abschied von Trochowski rückt näher

Der Vertrag des 30-Jährigen läuft im Sommer 2015 aus und er könnte den Klub bereits in wenigen Monaten verlassen. "Sein Arbeitspapier wird sicherlich nicht verlängert werden", bestätigt auch Goals Sevilla-Korrespondent Rico.

Etwas anders sieht es da bei Marko Marin aus. Die Leihgabe des FC Chelsea konnte sich bei den Blues nicht durchsetzen, gewann aber immerhin die Europa League. Seit seinem Wechsel nach Andalusien hat er gezeigt, dass er ein guter Fußballer ist, oder anders ausgedrückt, in gewissen Partien sein kann.

Am vergangenen Wochenende zeigte er beim 4:0 gegen Granada eine starke Partie, war an drei Toren maßgeblich beteiligt. Ebenso in der Europa League gegen Slask Wroclaw, als er doppelt traf. Oder im Derby-Achtelfinale gegen Betis. "Er war ausschlaggebend", erklärt Rico: "Auch gegen Betis oder in der Primera Division beim 4:1 gegen Valladolid."

Wechsel zwischen Bank und Startelf

Dann sind aber auch wieder Partien in der Statistik, in denen der eigentliche Mittelfeldwirbelwind 90 Minuten lang auf der Bank schmorte. So geschehen beim sensationellen 4:1-Erfolg gegen Porto im Viertelfinale der Europa League. Insgesamt legte er in diesem Wettbewerb in neun Spielen zwei Tore auf, in der Liga sind es sechs bei 15 Einsätzen.

"Marin macht genau das, was einige Experten erwartet hatten", betont Goals Sevilla-Experte: "Er ist der vielleicht beste Fußballer im Team, hat aber schlechte Fitnesswerte und seine Leistungen sind von seiner Lust abhängig." Rico betont, dass der Ex-Bremer in der Europa League "ausschlaggebend sein kann, wenn er denn Lust hat".

Noch hat der Deutsche zwei oder vielleicht drei Spiele auf der kleinen europäischen Bühne Zeit, um zu glänzen. Dann könnte Marin auch noch in Sevilla bleiben. Man werde nach der Saison über eine feste Verpflichtung nachdenken, betont auch Sevillas Präsident Pepe Castro im Gespräch mit Goal.

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