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VfB Stuttgart: Cacau bedankt sich für Stevens' Vertrauensbeweis

Die Schwaben können im Abstiegskampf in der deutschen Beletage durchatmen. Beim Sieg gegen die Knappen durfte überraschenderweise Cacau von Beginn an ran.

NACHBERICHT
Aus der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart berichtet Lukas Nowak

Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen. Das ist wahrlich nicht die Bilanz eines Absteigers. Dabei wurden die Punkte gegen einen direkten Konkurrenten und zwei Europa-Anwärter eingefahren. Man hat beim VfB Stuttgart begriffen was Abstiegskampf bedeutet. Gegen den FC Schalke 04 trat man so selbstbewusst auf wie schon lange nicht mehr und siegte mit 3:1 (1:0).

Dabei stach ein Name schon vor dem Spiel heraus. Und zwar der von Cacau, als man auf die Startaufstellung blickte. So manch einer rieb sich verwundert die Augen, als er den Namen des Routiniers las, obwohl der einst unumstrittene Vedad Ibisevic und Shooting-Star Timo Werner, sowie auch Mohammed Abdellaoue alle mit von der Partie waren, und dennoch auf der Bank Platz nehmen mussten.

Hervorragende Trainingsleistungen

Hinterher wird man wohl vom glücklichen Griff des Trainers gesprochen haben, denn der Deutsch-Brasilianer traf zum enorm wichtigen 2:0 in der zweiten Halbzeit. Die Anwort auf die Frage, warum Huub Stevens Cacau den Vorzug vor den anderen gab, fiel ebenso kurz aus wie die gesamte Pressekonferenz nach dem Spiel: "Training", sagte der Holländer und meinte damit die guten Leistungen in der Vorbereitung auf das Spiel gegen die Königsblauen. Gleichzeitig warnte er wohl jeden in der Mannschaft: "Das könnte nächste Woche wieder anders sein."

Sicher kann sich der Stürmer trotz des Tores nicht sein, was den Stammplatz angeht. Aber der ist ihm allem Anschein nach gar nicht so wichtig: "Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte", gab sich ein erleichterter "Helmut" in der Mixed Zone. "Es war ein Vertrauensbeweis des Trainers", freute er sich und will mit dem VfB weiter gegen den Abstieg kämpfen.

Cacau hängt am Verein

Nach dem Spiel war es "Erleichterung pur", wie es Doppeltorschütze Martin Harnik umschrieb. In den drei verbliebenen Finalspielen (Hannover, Wolfsburg, Bayern) geht es um sehr viel. Auch um Cacaus Zukunft. Was nach der Saison passiert weiß er noch nicht. Doch was ihm der Klub bedeutet hat er zuletzt erfahren: "Das ist einem nicht bewusst, wie man an dem Verein hängt solange man nicht in der Situation war."

Ob Bobic noch einmal auf ihn zugeht, ist ihm momentan nicht wichtig. Erstmal will man die Klasse halten und dann weitersehen. Sein Vertrag läuft noch bis Ende der Saison und der 33-Jährige hat seine Klasse gegen die Knappen wieder unter Beweis gestellt. Die Leistungen und seine gerade jetzt so wichtige und enorme Erfahrung sprechen für eine Verlängerung mit dem ehemaligen deutschen Nationalspieler – allerdings nur dann, wenn der VfB erstklassig bleibt.

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