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Wolfsburgs Allofs: "Die Mannschaft weiß, dass sie dicht dran ist"

Trotz des Ausscheidens konnten die Wölfe dem 0:2 in Dortmund viel Positives abgewinnen. Denn immerhin hatten die Gäste Möglichkeiten, die normalerweise für zwei Spiele reichen.

Dortmund . Es waren halbe Chancen, große Chancen, dicke Chancen, kleine Chancen: Der VfL Wolfsburg hatte sie im Halbfinale des DFB-Pokals bei Borussia Dortmund alle. Beste Möglichkeiten, um das Duell nicht nur spannend zu machen, sondern es auch für sich zu entscheiden. Doch es kam anders, weil selbst all diese am Ende ungenutzt blieben. 2:0 (2:0) siegte der BVB – und ließ die Wölfe mit ihrem Ärger über die verpassten Chancen allein.

"Wenn man sich das Chancenverhältnis ansieht, sind wir wahrscheinlich klar im Plus", sagte Linksverteidiger Marcel Schäfer in der Mixed Zone. Damit lag er richtig und gleichzeitig war klar, dass nur die Verwertung der Gelegenheiten die Reise nach Berlin verhindert hatte. "Das ist der einzige Vorwurf, den man hier heute machen kann. Ansonsten haben wir 90 Minuten lang Leidenschaft und Riesen-Einsatz gezeigt, aber leider haben wir uns selbst für die gute Leistung nicht belohnt", lautete das Fazit des Rückkehrers in die Startelf.

Borussia Dortmund hält die Titelhoffnungen hoch

"Schlimmer geht's nicht"

Wenig überraschend sahen das auch die anderen Kollegen genauso. "Das waren hervorragende 90 Minuten, aber leider sieht das Ergebnis nicht danach aus", meinte Ivica Olic nach dem Schlusspfiff. Die Gäste waren mindestens gleichwertig, ihre Kombinationen liefen gut, in der Offensive rotierte der VfL und machte es damit den Dortmunder Verteidigern schwer, Zugriff zu bekommen. "Solch eine Vorstellung und am Ende verliert man mit 0:2. Schlimmer geht's nicht", sagte Olic.

Neben all dem Ärger über die vergebenen Möglichkeiten sah Manager Klaus Allofs auch das Positive. "Wir geben nicht auf. Jetzt sind wir ausgeschieden, aber wir machen weiter", erklärte er nach Spielende. "Viel schlimmer ist es, wenn man hier im Halbfinale eine richtige Klatsche kriegt und chancenlos gezeigt bekommt, dass man noch nicht in dieser Liga mitspielt", fügte Allofs hinzu und leitete damit zur Botschaft über, die den Wolfsburgern im Kampf um die Europapokal-Plätze Mut machen sollte: "Die Mannschaft weiß, dass sie dicht dran ist". Dicht dran an den Dortmundern, dicht dran am Sieg, dicht dran am Pokalfinale.

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