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Borussia Dortmund hält die Titelhoffnung hoch – und dann den Pokal?

Der BVB als die effektivere der beiden Mannschaften: Dieses Urteil konnte man in dieser Saison selten über die Schwarz-Gelben fällen. Aber gegen die Wölfe brachte das das Finale.

Aus Dortmund berichtet Daniel Buse

Dortmund. Borussia Dortmund bekommt sein großes Saisonfinale um einen Titel. Durch das 2:0 (2:0) im Halbfinale des DFB-Pokals gegen den VfL Wolfsburg zogen die Schwarz-Gelben ins Endspiel am 17. Mai in Berlin ein. Gegner ist dort der Sieger der Partie zwischen Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern. "Jetzt sind wir ein Spiel vom Pokalsieg entfernt. Das ist genau das, was wir uns erhofft haben", sagte BVB-Verteidiger Mats Hummels hinterher in der Mixed Zone.

Die Partie gegen die starken Wolfsburger war für die Gastgeber ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende überstanden sie das Spiel mit Glück und Geschick ohne Gegentor. Und als Belohnung wartet jetzt Berlin auf die Dortmunder, die in der Hauptstadt vor zwei Jahren beim 5:2 im Endspiel gegen die Bayern einen ihrer großen Triumphe feierten. "Das ist eine fantastische Angelegenheit. Es wird auch ein verdammt geiles Spiel", war sich Hummels sicher, auch wenn er noch gar nicht den Gegner kennt. "Vermutlich gegen Bayern – nicht zu hundert Prozent sicher, aber doch wahrscheinlich", wagte er eine Prognose, wer den Schwarz-Gelben dann gegenüber stehen wird.

Karten werden neu gemischt

Dass das 3:0, das der BVB am vergangenen Wochenende in der Bundesliga in München auf den Rasen gezaubert hat, dann noch ein Thema sein wird, glaubt der Defensivspieler jedoch nicht. "Die vorangegangenen Ergebnisse haben nie Auswirkungen auf das, was dann im nächsten Spiel passiert", sagte Hummels. Falls es also die Bayern werden sollten, werden die Karten ganz neu gemischt – und niemand hat schon vorher einen Trumpf in der Hand.

Im Pokal-Finale ist alles offen, in der Champions League schied der BVB im Viertelfinale unglücklich aus und in der Liga sieht es mit dem Erreichen der direkten Qualifikation für die Champions League gut aus. Zeit für eine Bilanz. "Trotz erheblicher personeller Probleme waren wir immer auf Kurs. Mit dem heutigen Tag ist für mich klar, dass wir wieder eine tolle Saison gespielt haben", erklärte Borussen-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach dem Schlusspfiff.

"Wir sind jetzt drei Jahre hintereinander jedes Jahr in einem Finale – zweimal in Berlin, einmal in London. Nachhaltiger kann man nicht beweisen, dass man mit uns rechnen muss", sagte Watzke stolz und schob hinterher: "Und das ist der entscheidende Punkt." Wenn der 17. Mai dann aber näher rückt, wird sich nicht nur der BVB-Geschäftsführer mit der bloßen Teilnahme am Endspiele höchstwahrscheinlich nicht mehr zufrieden geben. Gewinnen ist angesagt – oder wie es Mats Hummels formulierte: "Wir wollen in Berlin die schöne Feier, die wir da vor zwei Jahren hatten, möglichst wiederholen."

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