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Der FC Schalke 04 greift mit dem Sieg am Freitagabend Borussia Dortmund an. Eintracht Frankfurt hingegen ist enttäuscht ob der Niederlage und hofft auf den Klassenerhalt.

NACHBERICHT

Von Stefan Döring aus der Veltins-Arena

Der FC Schalke 04 greift Platz zwei wieder an. Nach dem 2:0-Heimerfolg gegen Eintracht Frankfurt sind die Knappen wieder punktgleich mit Borussia Dortmund und sicherten somit auch ihren Champions-League-Qualifikationsplatz ab. Das glaubt auch Max Meyer, der mit seinem Treffer zum 1:0 nach 59 Minuten den Grundstein für den erfolgreichen Freitagabend legte.

"Wir haben einen großen Schritt in Richtung Champions League gemacht. Das ist unser Ziel. Wir wissen aber auch, dass es für die Fans und uns wichtig ist, vor dem BVB zu landen", erklärte der Jungstar und gab zu, am Samstag im Topspiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund dem Deutschen Meister die Daumen zu drücken.

Anders als Meyer ist Klaas-Jan Huntelaar, der den Elfmeter in der 66. Minute verschoss und damit lediglich zwei der letzten sechs Strafstöße verwandelte, noch nicht zufrieden mit dem dritten Platz. "Das ist noch nicht ganz das, was wir uns vorstellen", erklärte der Niederländer.

Starker Dingert entscheidet richtig

Für Aufsehen sorgte in der zweiten Halbzeit sicherlich die Entscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert, ein Tor von Julian Draxler abzuerkennen. In der 61. Minute stupste Leon Goretzka den Ball auf Draxler durch, der dabei allerdings knapp im Abseits stand. Zunächst gab er den Treffer, annullierte ihn dann aber doch.

"Der Schiri ist zum Linienrichter gelaufen und da wusste ich schon, dass er ihn nicht gibt. Ein großes Kompliment", erklärte Meyer den Journalisten. Zwar stimmte Huntelaar ihm in dieser Szene zu, ärgerte sich jedoch über ein Foul an ihm wenige Sekunden zuvor. "Der Schiri hat gut gesehen, dass es Abseits war. Ich habe ihm aber gesagt, dass es vorher ein Foul an mir war", sagte der Hunter mit einem Lächeln im Gesicht.

"Alles selbst in der Hand"

Ein Lächeln im Gesicht hatten die Frankfurter allesamt nicht mehr nach dem Abpfiff. Vielmehr blickte Kevin Trapp fast verzweifelt in der Mixed Zone umher. "Wir zeigten in der ersten Halbzeit eine ordentliche Leistung. Das ist bitter und ärgerlich, da wir es Schalke schwer gemacht haben", sagte Trapp und fügt an: "Nach dem gehaltenen Elfmeter waren sie in einer Scheißsituation. Bei einem 1:0 hat man immer noch die Chance. Mit etwas Glück trifft man einen." Nach der Niederlage müssen die Frankfurter nun auch wieder auf die Tabelle blicken, noch haben sie neun Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

"So lange wir rechnerisch nicht durch sind, müssen wir alles geben", sagte Marco Russ zwar mahnend aber zuversichtlich. Auch der Keeper betonte: "Vor dem Spieltag sah es gut für uns aus. Wir haben alles selbst in der Hand, sind aber noch nicht safe", so Trapp. Trotz der guten Situation warnet Armin Veh die Fans vor übertriebenen Aktionen, sollte es in der kommenden Woche eng werden. "Der Mist mit an den Zäunen hochklettern, das Team beschimpfen bringt gar nichts. Wer glaubt denn heute noch, dass die Spieler nicht wüssten, worum es geht", fragte sich der Trainer und mahnt zur Ruhe.

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