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Stuttgart-Trainer Huub Stevens: "Dankeschön an Sven Ulreich"

Im Baden-Württemberg-Derby fuhren die Schwaben drei "extrem wichtige Punkte" im Abstiegskampf ein. Zum Matchwinner avancierte Ulreich - mit Lob wurde ein Jungstar überhäuft.

NACHBERICHT
Aus der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart berichtet Lukas Nowak

Als der Abpfiff in der Schwaben-Metropole ertönte, hallte ein lautstarker Jubel durch die Arena. Soeben besiegte der VfB Stuttgart den SC Freiburg im Landesderby mit 2:0. Damit fand eine faire Partie ihr Ende, in der die Hausherren ihr Übergewicht auf die Anzeigetafel brachten und nicht wie sonst häufig noch kurz vor dem Ende verspielten. Auch wenn dazu nicht viel fehlte.

Dieses Mal gab es eine neue Konstante im Team von Huub Stevens: Torhüter Sven Ulreich hielt nach der Führung mehrfach glänzend und sicherte die "extrem wichtigen drei Punkte", wie es Klubpräsident Bernd Wahler im Nachgang bezeichnete: "Er hat hervorragend gehalten", war er voll des Lobes für die Nummer eins. Dennoch war die Schwäche des VfB in den Schlussminuten abermals spürbar: "Man hat so ein mulmiges Gefühl im Bauch wenn die 80. Minute aufleuchtet", verriet Wahler.

Ulreich hält den Sieg fest

Wobei ein Fortschritt in den Köpfen zu erkennen ist: "Bis auf den Ausrutscher von Sakai gab es nichts", sagte der Boss, gab jedoch auch zu: "Ich dachte mein Herz bleibt stehen bei dieser Aktion." Am Ende ist alles gut gegangen. "Ulle" war zur Stelle und kurz vor Toreschluss erzielte man den erlösenden zweiten Treffer.

Nach dem Spiel richtete Stevens während der Pressekonferenz ein großes Lob an den Rückhalt des Teams: "Dankeschön an Sven", sprach er trocken in sein Mikrofon. Sportvorstand Fredi Bobic honorierte die Leistungen des Torhüters ebenfalls in verbaler Form: "Er hat festgehalten, was man festhalten konnte", betonte der 42-Jährige und ließ die Leistung eines anderen entscheidenden Spielers nicht außer Acht.

"Alexandru Maxim? Besser geht es nicht!", schwärmte Bobic vom Rumänen, der ein Tor selbst erzielte und das zweite auflegte. Wie schon gegen den HSV gab er seine Visitenkarte eindrucksvoll als Joker ab.

Maxim und Werner: "Erfrischendes Element"

Stuttgarts Nummer 44 kam in der 61. Minute mit Timo Werner für Daniel Didavi und Vedad Ibisevic, der dabei von einigen Zuschauern ausgepfiffen wurde. Wahler sprach von einem "erfrischendem Element", als die beiden auf dem Rasen standen. Tatsächlich brachten sie neuen Wind ins Spiel, brachten die Entscheidung vor dem Kasten der Breisgauer. Werner scheiterte einmal nach sehenswerter Brustannahme und Volleyschuss, bei dem er nach eigener Aussage "volles Risiko" ging, am Gebälk.

Schlussendlich waren "alle glücklich", wie Maxim in der Mixed Zone erklärte: "Es hat dem Team sehr geholfen, war sehr wichtig." Didavi, der wieder von Beginn an auflief, rückte die großartige Mentalität in den Vordergrund: "Von der Einstellung her war das überragend", freute sich der Zehner des VfB und mahnte gleich an: "Das müssen wir jede Woche auf dem Platz zeigen. Es hat sich nichts verändert. Nur ist Freiburg jetzt auf Schlagdistanz", sprach er voller Zuversicht.

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