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VfB Stuttgarts Rückkehrer Daniel Didavi: "Wer kämpft, wird belohnt"

Nach über einem Jahr Pause feierte Daniel Didavi sein Comeback. Dass die Mannschaft davon mitgerissen wurde und auch weiter mitgerissen werden kann, war zu spüren.

NACHBERICHT
Aus der Mercedes-Benz-Arena berichtet Lukas Nowak

Eindrucksvoll – dieses Wort beschreibt die Reaktion des VfB Stuttgart wohl am besten. Nach dem blutleeren Auftritt gegen den 1. FC Nürnberg trat man gegen Borussia Dortmund sehr mutig und kampfstark auf. Ein Symbol dafür: Daniel Didavi. Seit Februar 2013 stand der von vielen Verletzungen geplagte Mittelfeldspieler nicht mehr auf dem Platz. Er könnte im Bundesliga-Abstiegskampf noch sehr wichtig für die Schwaben werden. Der Beleg dafür: seine Leistung beim 2:3 gegen Schwarz-Gelb.

Denn: "Die kämpferische Leistung macht Mut", bekundete Antonio Rüdiger nach dem Spiel. Nicht jede Mannschaft würde 2:0 gegen den BVB führen. Nur habe man nach den ersten 20 Minuten "ums Gegentor gebettelt", wie Martin Harnik nach dem Spiel enttäuscht mitteilte. Unzufrieden war der Österreicher eher aufgrund der Tatsache, dass man gegen Nürnberg hätte gewinnen müssen und nicht gegen den BVB.

Als "spielentscheidende Szene" bezeichnete Klubpräsident Bernd Wahler den Platzverweis gegen Georg Niedermeier. "Die Rote Karte hat den Dortmundern in die Karten gespielt", konstatierte Rüdiger. Teamkollege und Comebacker Daniel Didavi formulierte es etwas drastischer: "Der Elfer und die Rote Karte haben uns das Genick gebrochen."

Dennoch bleibt die Leistung gegen den BVB, die Wahler "mehr als in Ordnung" fand, in den Köpfen. Man müsse das Spiel gegen Nürnberg nun komplett ausblenden und sich auf das Derby gegen den SC Freiburg konzentrieren. Erneut vor heimischer Kulisse soll man "genauso weitermachen". Regisseur Didavi gibt die Marschroute für die nächste Woche aus: "Wir müssen die Leistung gegen Freiburg bringen und generell die Spiele so angehen wie heute."

Nach Durchhalteparolen klangen die Sätze der Schwaben dabei nicht. Zuversicht und Selbstvertrauen strahlten sie trotz einer bitteren Niederlage aus, bei der man wieder spät die Punkte hergab. Wahler stellte sich als erster Vertreter des VfB den Reportern und sagte: "Kopf hoch, Brust raus!" Auf diese Art und Weise traten dann auch die Spieler vor die Presse: "Wir werden kämpfen bis zum Schluss", kündigte Harnik an und fuhr fort: "Es sind noch 18 Punkte zu vergeben und es werden harte Wochen. Aber harte Wochen prägen einen."

Didavi als neuer Hoffnungsträger

Prägen könnte den VfB auch die Rückkehr von Didavi. Er brachte neuen Schwung auf den Platz, ehe er mangels Fitness nach einer Stunde das Feld verließ und für Alexandru Maxim Platz machte. Dennoch war er heilfroh, wieder auf dem Grün zu stehen: "Nach der ewigen Leidenszeit war es ein tolles Gefühl", zeigte sich ein erleichterter Didavi und führte aus: "Ich habe noch viel Luft nach oben."

Der 24-Jährige will noch an seiner Fitness arbeiten und seine Kritiker weiterhin Lügen strafen: "Viele haben mich abgeschrieben", merkte er an. Doch das Motto während seiner Leidenszeit lautete: "Wer kämpft, wird belohnt!" Kein Ausdruck ist wohl besser auf die Situation beim VfB zu übertragen wie das Motto des Zehners. Gegen den SCF ist sich Didavi sicher: "Wir holen die drei Punkte – zu 100 Prozent"

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