thumbnail Hallo,

Es war ein zähes Spiel gegen 96, insbesondere in der ersten Halbzeit. Eine solide Defensiv-Leistung ließ die Kraichgauer diesmal aber als Sieger vom Platz gehen.

NACHBERICHT
Aus der WIRSOL-Rhein-Neckar-Arena berichtet Lukas Nowak

Lang ist es her, dass man bei der TSG 1899 Hoffenheim kein Spektakel zu Gesicht bekam. Obwohl auch am Mittwochabend wieder vier Tore fielen, brillierte 1899 vor allem durch die kompakte Defensive. Hannover 96 tat sich deswegen auch sehr schwer und hatte laut Tobias Strobl "nur die eine Chance zum Tor". Mit dem 3:1-Sieg haben sich die Badener wohl endgültig aus dem Abstiegskampf der Bundesliga verabschiedet und können "in den restlichen Spielen befreit aufspielen."

"Wir haben uns darauf vorbereitet, dass es eine zähe Partie wird", verriet Kapitän Andreas Beck im Nachgang und fügte an: "Wir haben sehr viel Geduld gebraucht, sind nicht ins offene Messer gelaufen. Es war eine gewisse Cleverness vorhanden." Hoffenheims Keeper Jens Grahl war auch sehr angetan von der Leistung seiner Vorderleute: "Nach vorne war das wieder einmal bockstark, und hinten haben wir nicht viel zugelassen." Gerade die Defensive war bei Führungen zuletzt das Problem - wie gegen Mainz , als man eine 0:2-Führung in der Schlussphase aus der Hand gab. Sechsmal schon verspielte die TSG in dieser Saison einen Zwei-Tore-Vorsprung.

Bockstark spielte auch Roberto Firmino. Der Jubilar bestritt sein 100. Bundesligaspiel und verkündete vor dem Spiel seine Vertragsverlängerung bis 2017. Gegen die Roten leitete er den Ausgleich ein und bereitete den Führungstreffer mustergültig vor. Und nach der Führung hat man es "seriös zu Ende" gespielt, wie es sich Eugen Polanski vorgenommen hatte.

Hoffenheim "traut sich" gegen Bayern zu spielen

Nach dem "normalen Sieg", wie es Kevin Volland bezeichnete, war man froh über die drei Punkte. Grahl gab sich erleichtert: "Wir haben nun ein gutes Polster und dennoch dürfen wir nicht nachlassen." Vor allem für das nächste Spiel in der Allianz Arena haben sich die Kraichgauer viel vorgenommen. "Im Fußball ist alles möglich", hofft er auf den Coup, schob allerdings gleich hinterher: "Bayern ist natürlich ein anderes Kaliber."

Aushilfs-Innenverteidiger Tobias Strobl erwartet die Münchner voll konzentriert und in Bestbesetzung, trotz des anstehenden Champions-League-Duelles gegen Manchester United: "Die wollen den nächsten Rekord und zwar ungeschlagen in der Saison bleiben." Indes hofft Sportdirektor Alexander Rosen auf die Nachwirkungen der vorgezogenen Meisterfeier: "Wir haben uns entschieden anzutreten", scherzt er: "Wir hoffen, dass sie zu sehr die Sektkorken knallen lassen."

Dazugehörig