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Schalke hat Platz drei im Visier – Keller: "Wollen nächsten Schritt machen"

Der Revierklub ist bestrebt, Bayer Leverkusen vom dritten Rang der Tabelle zu stoßen. Am Freitag müssen dafür erstmal die eigenen Hausaufgaben erledigt werden.


Aus Gelsenkirchen berichtet:
Goal-Korrespondent Hassan Talib Haji

Auf Schalke schien die ganze Woche die Sonne, die Stimmung ist positiv. Mit einer guten Vorstellung gegen die TSG 1899 Hoffenheim (4:0) katapultierte sich die Mannschaft von Jens Keller in eine hervorragende Position im Kampf um die direkte Qualifikation zur Champions League. Sprich: Platz drei. Um diesen begehrten Platz nach dem 25. Spieltag zu erobern, wäre ein Sieg beim FC Augsburg hilfreich.

Punktgleich mit Bayer Leverkusen kämpft der Revierklub um die sicheren Millioneneinnahmen, die beim Einzug in die Gruppenphase der Königsklasse jedem Teilnehmer winken. Schalke, aktuell auf Rang vier, möchte den Schwung mitnehmen und die Situation ausnutzen. "Wir haben uns die Schlagdistanz erarbeitet und wollen jetzt natürlich den nächsten Schritt machen", sagt Jens Keller.

Bayer-Krise kommt wie gerufen

Die angesprochene Schlagdistanz bietet Schalke die Möglichkeit, die eigene Lage zu verbessern. Mit dem guten Rückrundenstart (fünf Siege, ein Remis und nur eine Niederlage) hat Königsblau viel Boden gutmachen können, vor allem auf das derzeit in Schieflage geratene Bayer Leverkusen. Die Werkself um Cheftrainer Sami Hyypiä ist einer der Verlierer der bis hierhin absolvierten Rückrunde. In den sieben Partien verlor Bayer vier Begegnungen, schaffte nur zwei Siege bei einem Remis. Der zweite Platz hinter den übermächtigen Bayern ist futsch.

Den schnappte sich Borussia Dortmund, das neben Schalke zu den Gewinnern der ersten Spiele zählt. Die Truppe von Jürgen Klopp gewann wie der Nachbar aus Gelsenkirchen fünf ihrer Aufeinandertreffen, verlor nur eines bei einem Unentschieden.

Mitkonkurrent VfL Wolfsburg hat sich aus dem Rennen um die großen Geldtöpfe Europas vorerst verabschiedet. Die Wölfe gewannen zwar drei Partien, wurden aber vier Mal bezwungen. Die Hecking-Elf verweilt derzeit auf Rang fünf und hat fünf Punkte Rückstand auf Schalke 04.

Die größte Enttäuschung ist allerdings Borussia Mönchengladbach, welches nach der Winterpause von Platz vier bis acht durchgereicht wurde. Im neuen Jahr gelang den Fohlen noch kein Sieg. Drei Remis und vier Niederlagen stehen zu Buche. Für Schalke passt die Rückrunde also bis dato sehr gut ins Bild. "Das liegt auch daran, dass wir Konstanz an den Tag gelegt haben und andere Vereine gestrauchelt sind", findet Manager Horst Heldt die gleiche Erklärung.

Der Kampf um Platz drei bleibt spannend, die Knappen messen sich im Fernduell mit Bayer Leverkusen, die am Wochenende gegen den Deutschen Meister das schwerste Spiel zu bestreiten haben. Mit einem Sieg der Rheinländer ist in München nicht unbedingt zu rechnen. "Was bei der Begegnung zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen passiert, können wir nicht beeinflussen. Und das interessiert uns auch erstmal nicht", meint S04-Coach Keller und verweist darauf, dass Schalke erstmal seine "eigenen Hausaufgaben machen" müsse.

Schalke-Lob für den FCA

Und diese Hausaufgaben stehen im Zeichen der mit viel Spannung erwarteten Partie beim FC Augsburg. Bei dem Vorhaben am Freitagabend, unter Flutlicht und ausverkauftem Haus drei Punkte zu entführen, kann der 43-Jährige wieder auf Max Meyer zählen. Der 18-jährige Mittelfeldspieler ist von seiner Grippe genesen, wie Keller betonte: "Max hat seine Krankheit auskuriert und diese Woche gut trainiert." Der Jungspund sei erstmal eine zusätzliche "Option für Freitag, ob er letztendlich dann sofort spielt, das teile ich ihm und der Mannschaft zuerst mit."



Dass Meyer wieder im Kader stehen wird, ist aus Schalker Sicht sehr erfreulich, allerdings hat der Übungsleiter nicht nur gute Nachrichten zu verkünden. Schalkes Topscorer Jefferson Farfan (acht Tore, acht Assists) wird weiterhin fehlen. Der Peruaner hat eine Entzündung im Knie, die "mit einer Spritzen-Kur behandelt wird. Da müssen wir warten, wie die anschlägt. Wir müssen täglich seinen Zustand überprüfen und schauen, wie es ihm geht." Eine Prognose, wann der Flügelflitzer wieder eingesetzt werden kann, konnte Keller nicht abgeben.

Laufkundschaft sind die schwäbischen Bayern aus der Stadt der berühmten Puppenkiste gewiss nicht, derzeit kämpft der FCA um die Europa League, rangiert auf Platz sechs. "In Augsburg wird sehr gut gearbeitet", muss auch Keller zugeben. "Sie haben in der Rückrunde nur zwei Punkte weniger geholt als wir. Markus Weinzierl schafft es, die Mannschaft auf den Punkt gut einzustellen. Dort ziehen alle an einem Strang und da sieht man dann, was in der Bundesliga alles möglich ist." Ins gleiche Horn stößt auch Heldt: "Vor der Saison hätten viele prognostiziert, dass Augsburg um den Klassenerhalt spielen wird. Das ist momentan einfach eine tolle Erfolgsgeschichte. Die Mannschaft ist ein gut funktionierendes Gebilde."

Für den Revierklub wäre ein Sieg in Augsburg ein Big Point im Kampf um die direkte Qualifikation zur Champions League und ein Signal an die unmittelbaren Kontrahenten. Der FCA kann hingegen seine Euphorie noch weiter tragen, sollte gegen Schalke 04 der siebte Heimerfolg gelingen.

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