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Schalke 04 schießt sich den Frust von der Seele. Gegen die TSG Hoffenheim war Huntelaar der Matchwinner und auch ein verschossener Elfer fiel kaum ins Gewicht - es wurde gescherzt.

Aus Gelsenkirchen berichtet Stefan Döring

Mit unterschiedlichen Voraussetzungen gingen der FC Schalke 04 und die TSG Hoffenheim in die Bundesliga-Partie am Samstag - und mit unterschiedlichen Erkenntnissen wieder raus. Die Königsblauen revanchierten sich bei den Gästen für die Pokalniederlage im Dezember und schossen sich ihren Frust von der Seele.

Noch vor einer Woche herrschte bei Schalke Untergangsstimmung. Zwei heftige Niederlagen musste das Team von Jens Keller einstecken. Gegen die Kraichgauer zeigte der S04 aber das wahre Gesicht der Rückrunde. "Bei allem Respekt vor Hoffenheim, aber Bayern München und Real Madrid sind zwei der besten Mannschaften der Welt und das haben sie uns gnadenlos aufgezeigt. Heute sind wir ins Spiel gegangen und wollten es bestimmen. Im Laufe des Spiels haben wir uns die vier Tore dann verdient", sagte Julian Draxler nach dem 4:0-Heimerfolg.

"Der Sieg war wichtig"

Am Ende konnte man sogar über den verschossenen Elfmeter von Klaas-Jan Huntelaar lachen. Kein Wunder, er hatte ja auch gerade seine Mannschaft mit drei Toren zum Sieg geschossen. Doch wichtig war sicherlich der erfrischende Auftritt seiner Mannschaft nach den zwei derben Klatschen gegen Real Madrid und Bayern München. "Ich denke, die ganze Mannschaft hat nach einer schweren Woche sehr gut gespielt. Der Sieg war wichtig für uns und das 4:0 war gut - hätte sogar noch ein bisschen höher sein können", zeigte sich der Niederländer zufrieden.

Ein Faktor des guten Auftritts war sicherlich auch Julian Draxler, der in seinem dritten Spiel nach der Verletzungspause wieder auf dem Weg der Besserung ist. Doch überbewerten wollte er den Sieg nach dem Spiel dann doch nicht - trotz der Höhe. "Das waren zwei herbe Klatschen und man darf jetzt nicht sagen, dass direkt wieder alles gut ist", erklärte der deutsche Nationalspieler und sah den Erfolg im unbedingten Willen und "einer Portion Wut" bei den Mitspielern.



Unterschiedlicher hätte die Ausgangslage vor der Partie aber kaum sein können. Schalke bekam zwei Klatschen, hingegen servierte die TSG den VfL Wolfsburg vergangene Woche noch mit 6:2 ab. Dementsprechend enttäuscht war auch Niklas Süle nach der Partie: "Wir wollten was mitnehmen. Das hatten wir uns alles anders vorgestellt, deswegen haben wir heute verdient verloren."

Auffällig war, dass die Offensive des S04 über weite Strecken des Spiels nahezu ungestört agieren konnte und große Freiräume genoss. Niklas Süle erklärte das ganz nüchtern: "Damit kamen wir nicht zurecht." Er sah das Problem vor allem darin, dass seine Mannschaft kaum zweite Bälle gewinnen konnte.

Sebastian Rudy war mit der Spielweise der TSG über weite Strecken nicht zufrieden. "Wir sind gut reingekommen und waren die bessere Mannschaft. Aus dem Nichts fällt dann das 1:0. In der zweiten Halbzeit wollten wir Gas geben, aber das 3:0 hat uns das Genick gebrochen", erklärte Rudy. Hoffenheim kann die Niederlage aber wohl verkraften, da die Tabellensituation relativ klar ist. Nach oben geht für die Kraichgauer nicht mehr viel, genauso wenig nach unten.

"In der Bundesliga weiter Punkte sammeln"

Bei Schalke sieht es definitiv anders aus: Nach sechs Siegen in acht Bundesligaspielen im Jahr 2014 ist die Mannschaft von Jens Keller auf einem guten Weg, sich einen Champions-League-Platz zu erobern. "Wir müssen in der Bundesliga jetzt weiter die Punkte sammeln, dass wir nächstes Jahr wieder in der Champions League spielen", erklärte Draxler das Ziel der nächsten Wochen. Auch Huntelaar ist im Prinzip zufrieden mit der bisherigen Rückrunde: "Wir müssen einfach weiter machen. Von der Rückrunde an haben wir schon gut gespielt. Die letzten zwei Spiele waren nicht gut, da haben wir unsere Leistung nicht gebracht."

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