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Shkodran Mustafi – der Innenverteidiger aus dem Land der Defensivkünstler auf dem Sprung zur WM?

Für Verwunderung sorgte die Nominierung eines bisher unbekannten Spielers aus der Serie A. Wie kommt Löw auf den jungen Innenverteidiger?

Frankfurt. Shkodran Mustafi darf sich erstmals über eine Nominierung für die A-Nationalmannschaft freuen. Bundestrainer Joachim Löw öffnet dem Innenverteidiger die Tür in Richtung WM. Der 21-Jährige hat sich im Land der Defensivkünstler durchgesetzt und ist eine unverzichtbare Größe bei Sampdoria Genua. Aber reicht das für die DFB-Elf?

Der Innenverteidiger wechselte 2006 vom SV Rotenburg in die Jugend vom Hamburger SV, wo er nur ein Jahr später Stammspieler in der B-Jugend wurde. Zwei Jahre später schaffte er den Sprung in die A-Jugend und konnte sogar einige Male mit der Profi-Mannschaft der Hanseaten mittrainieren. Seinen bisher größten Erfolg feierte er im Sommer 2009, als er mit Deutschland U17-Europameister wurde. Spätestens nun wurde auch das Ausland auf ihn aufmerksam.

Vom Stürmer zum Abwehrspieler

Ursprünglich spielte Mustafi in der Jugend noch im Sturm, dann wurde er zum defensiven Mittelfeldspieler umgeschult und fühlt sich nun auf der Position des Innenverteidigers am Wohlsten. Mustafi ist trotz seiner Größe (1,84 Meter) sehr sprung- und kopbfallstark, aufgrund seiner Vergangenheit im defensiven Mittelfeld kann er ebenfalls das Spiel aus der Abwehr heraus aufbauen – eine Eigenschaft, die Joachim Löw zu schätzen weiß. Außerdem ist der 21-Jährige für sein Alter bereits sehr robust und verfügt über Führungsqualitäten.

Wechsel zum FC Everton
Horst Hrubesch über Mustafi
"Er ist eine echte Persönlichkeit und sehr reif für sein Alter. Er kann führen und Verantwortung übernehmen, antizipiert im Spiel sehr gut und macht wenig Fehler"


Nach dem EM-Titel wagte Mustafi den Sprung nach England, allerdings entstand der Kontakt bereits vor der Endrunde: "Wir hatten im Februar ein Länderspiel gegen Schottland. Nach diesem Spiel haben sich Scouts von Everton bei meinem Vater gemeldet. So kam der Stein ins Rollen", erklärte Mustafi auf Transfermarkt.de. Drei Jahre sammelte der Innenverteidiger in der Reservemannschaft wichtige Erfahrungen, doch den Sprung in die erste Mannschaft des FC Everton schaffte er nicht.

Im Januar 2012 zog es Mustafi schließlich zu Sampdoria Genua, wo er sich erst in der Jugendmannschaft beweisen musste. Noch im Sommer stieg "Samp" in die Serie A auf, Mustafi feierte am 11. November sein Debüt im Dress der Blucerchiati. In dieser Saison brachte es der 21-Jährige auf zwölf Startelf-Einsätze.



Durchbruch 2013

Spätestens seit der aktuellen Saison ist Mustafi eine feste Größe bei Sampdoria und bildet mit Daniele Gastaldello das Innenverteidiger-Duo in der Serie A. Besonders in Italien wird nach wie vor viel Wert auf taktisches Verständnis gelegt, gerade in der Abwehr. Mustafi zeigte bisher, wieviel Potential in ihm steckt und dass er durchaus lernfähig ist. Der 1,84 Meter große Innenverteidiger ist in Deutschland allerdings noch ein unbeschriebenes Blatt: "Ich kann es nachvollziehen, dass in Deutschland nicht wirklich viele interessiert sind, was in der Serie A läuft. Um ehrlich zu sein, hatte ich auch keine Ahnung von der Serie A, bevor ich nach Italien gekommen bin", erklärte Mustafi in einem Interview bei Sky.

Über die Nominierung ist auch der Innenverteidiger überrascht: "Ich habe wirklich gar nicht mit der Nominierung gerechnet. Wenn dann der Anruf kommt, ist das natürlich erst mal ein Schock und dann im Nachhinein freut man sich", so Mustafi weiter.

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