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Dortmunds Michael Zorc: "Da wollen wir hin, das ist unser Anspruch"

Borussia Dortmund zeigt sein normales Gesicht. Gegen den 1. FC Nürnberg schloss der BVB an die Leistung im Spiel bei Zenit St. Petersburg an.

NACHBERICHT
von Stefan Döring aus dem Signal-Iduna-Park

Borussia Dortmund ist wieder in der Spur und beweist, dass die Niederlage beim Hamburger SV nur ein Ausrutscher war. Michael Zorc bezeichnete es in der Mixed Zone noch einmal als Einstellungsproblem. Gegen den 1. FC Nürnberg stimmte diese aber wieder, nachdem bereits in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg die nötige Trotzreaktion gezeigt wurde.

Die Zahlen sprechen Bände: 28 Torschüsse für den BVB, nur vier für Nürnberg. Auch die Zweikampfquote sprach für die Heimmannschaft. Einzig im Ballbesitz konnten die Nürnberger die Dortmunder schlagen. Robert Lewandowski brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: "Ich freue mich, das war ein klares Spiel und ein sicherer Sieg", und fügte an: "Die hatten vorne gar nichts. Der Pfostentreffer war unser Fehler."

Hummels erlöst den BVB

Noch zur Pause stand es 0:0, danach zündete die Dortmunder Offensive aber ein wahres Feuerwerk. Immer wieder angetrieben von den überragenden Henrikh Mkhitaryan und Robert Lewandowski, spielte man sich gute Torchancen heraus. In der 50. Minute zappelte dann das Netz hinter Raphael Schäfer. Ausgerechnet Mats Hummels drückte das Leder über die Linie. Der Innenverteidiger musste die vergangenen Wochen verletzungsbedingt zusehen. "Ich freue mich für Mats, dass er wieder da ist. Ich denke, dass er uns in der Saison weiter hilft und das war heute schon positiv gelaufen. Dass er aber noch Zeit braucht, ist auch klar", erklärte Roman Weidenfeller.



Bester Mann auf dem Platz war aber sicherlich der Armenier Henrikh Mkhitaryan, der das Spielsystem bei Borussia Dortmund immer besser verinnerlicht. Nach einigen unglücklichen Abschlüssen durfte er sich in der 83. Minute aber doch noch über seinen verdienten Treffer freuen. "Ein klasse Spiel. Der hat schon gedacht, mein Gott das wird nichts mehr mit dem Tor, weil er so viele gute Möglichkeiten hatte und in guten Abschlusssituationen war. Er hat sich dann mit dem 3:0 belohnt", freute sich Michael Zorc, der ihn im Sommer für rund 30 Millionen Euro verpflichtet hatte.

"An der Linie arbeiten"

Mkhitaryan selbst war sich aber die gesamten 90 Minuten über sicher, dass er am Samstag noch einen Treffer erzielen würde: "Die ersten beiden Male hat der Torhüter hervorragend gehalten. Ich habe immer daran geglaubt, dass ich heute ein Tor schieße. Das hat dann geklappt, auch mit dem Assist. Ich bin sehr glücklich." Glücklich ist er aber auch, dass der BVB "das wahre Gesicht gegen St. Petersburg gezeigt hat." Es zähle immer das letzte und darauf folgende Spiel. So haben die Dortmunder auch am Samstag wieder alles dafür getan, um die drei Punkte im Signal-Iduna-Park zu halten.

Nach nun sechs Siegen aus acht Spielen im Jahr 2014 steht der BVB erstmals seit November wieder auf dem zweiten Platz. "Da wollen wir hin, das ist unser Anspruch. Wir müssen den Trend einfach weiter fortsetzen", erklärte Zorc nach dem Spiel pragmatisch. Robert Lewandowski mahnte aber an, dass man noch nicht sicher sein dürfe. "Wir haben jetzt den zweiten Platz, dürfen es trotzdem nicht beenden. Wir müssen immer weiter spielen und wollen jedes Spiel drei Punkte." Für Roman Weidenfeller gilt es nur, "an der Linie zu arbeiten, dass wir auch mehrere Spieltage die Konstanz zeigen, die wir auch brauchen."

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