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Mit Konzentration und Schweinsteiger: Bayerns nächster Spaziergang

Alles wie gehabt: Der Rekordmeister gibt sich auch bei 96 keine Blöße. Aber nicht nur der souveräne Sieg sorgte für Freude, sondern auch das starke Comeback einer wichtigen Stütze.

Hannover. Bei seiner Auswechslung schimpfte Bastian Schweinsteiger wie ein Rohrspatz. Der Nationalspieler war bei seinem Startelf-Comeback gegen Hannover 96 kurz zuvor hinter Arjen Robben hergerannt, der Niederländer aber verweigerte den Pass. So machte Schweinsteiger seinem vermeintlichen Ärger Luft, wirklich ernst gemeint war seine scherzhafte Meckerei aber nicht. Wirklich ernst machen musste der FC Bayern München auch im Spiel bei 96 nicht, nach dem 4:0-Sieg über die Niedersachsen rangiert der FCB nun mit 19 Punkten Vorsprung an der Bundesliga-Tabellenspitze.
SCHWEINSTEIGER | Bilanz gegen 96
Minuten 72
Assists 1
Gew. Zweikämpfe
66,67 %
Passquote 86,3 %
Ballkontakte 86
  Quelle: Opta

Trainer Pep Guardiola konnte sich dabei sogar den Luxus leisten, Ersatztorhüter Tom Starke anstelle von Manuel Neuer aufzubieten, auf der Bank saßen zudem Akteure wie Robben, Toni Kroos und Dante. Schweinsteiger, der erstmals seit dem 11. Spieltag wieder in der Anfangsformation stand, bildete zusammen mit Philipp Lahm die Doppel-Sechs - und machte seine Sache wirklich gut. Beim 1:0 von Thomas Müller nach 25 Minuten spielte er den öffnenden Ball auf Vorlagengeber Rafinha, das 2:0 von Thiago Alcantara bereitete er sehenswert selbst vor.

Aber nicht nur aufgrund dieser entscheidenden Situationen kann man von einem durchweg gelungenen Comeback sprechen, der 29-jährige war zweifelsohne einer der besten Akteure auf dem Platz. "Es ist gut, dass Basti wieder fit und wieder da ist", freute sich auch Toni Kroos darüber, dass ein Schlüsselspieler den Bayern wieder zur Verfügung steht.

Doppel-Sechs als Modell für Löw?

Ebenso froh ist Philipp Lahm, der gemeinsam mit Schweinsteiger in der Mittelfeldzentrale die Fäden zog. Auch ein Modell für die Nationalmannschaft? "Alles ist möglich", so Lahm. "Wir haben schon zu Anfang der Saison so gespielt." Ohnehin habe er ja "schon ein paar Jahre mit ihm zusammengespielt". Hinzu kommt, dass diese Variante auch im Training intensiv eingeübt wurde: "Das war für uns nichts Neues. Wir trainieren tagtäglich. Das ist ja das Schöne - dass jeder seine Aufgaben und seine Position kennt, egal wer spielt."

Das gilt genauso für Thomas Müller, der nach dem ersten Treffer in der 59. Minute auch das 3:0 für Bayern besorgte, sehenswert per Hacke in Szene gesetzt von Mario Mandzukic. Der Kroate stellte wenig später per Kopf den 4:0-Endstand her. So wirkte es einmal mehr alles locker-leicht, was die Bayern da auf den Rasen brachten. Auch wenn Lahm sich bemühte, diesem Eindruck zu widersprechen: "Es ist immer harte Arbeit. Es sieht am Ende dann irgendwann leicht aus, aber das ist nicht so einfach."

"Wir werden gefordert"

Der in der 67. Minute für Mario Götze eingewechselte Kroos pflichtete ihm bei: "Auch diesmal war Gegenwehr da. Es ist nicht so, dass wir nichts dafür tun müssen." Auch wenn es am Ende "deutlich und hinten raus sehr souverän war, ist es schon so, dass die Mannschaften gegen uns Gas geben. Wir werden gefordert."

96 startete in der Tat frech, kam in der Anfangsphase sogar zu einer großen Chance durch Artjoms Rudnevs, die Starke aber vereitelte. Nach Müllers 1:0 war der Bann aber gebrochen, auch wenn die Bayern "bis zum ersten Tor nicht so viele Möglichkeiten" hatten, wie Kroos unterstrich. Danach jedoch war die Messe im Grunde gelesen, das Team von Guardiola spazierte letztlich zum nächsten Kantersieg.

So war es unter dem Strich ein erneuter Machtbeweis der Bayern, die trotz ihrer Dominanz davor warnen, nachzulassen: "Selbst, wenn man irgendwann vorzeitiger Meister ist, muss auch im Bundesliga-Alltag die Konzentration hochgehalten werden, um in der Champions League gut zu spielen", forderte Kroos. Genau das gelingt dem Rekordmeister Woche für Woche - und nicht nur deshalb ist auch in der Königsklasse erneut alles möglich.

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