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Erneut hat Wayne Rooney die Red Devils im Poker um einen neuen Kontrakt in die Enge getrieben. Belohnt wurde er mit einem Vertrag, wie es ihn in der Klubgeschichte noch nie gab.

Kommentar
Von Greg Stobart

Es sagt eigentlich alles über die Beziehung zwischen Wayne Rooney und Manchester United aus, wenn sich der neue Fünfeinhalb-Jahres-Vertrag als "Sieg" des Spielers anfühlt und eben nicht als Einigung beider Parteien, die seine Bedeutung für den Verein würdigt.

Rooney hat United herausgefordert und zum zweiten Mal in seiner Karriere gewonnen: Nun hat er einen Vertrag, der ihm bis kurz vor seinem 34. Geburtstag sagenhafte 300.000 Pfund (etwa 363.000 Euro) pro Woche einbringt. Der 28-Jährige hielt ein gutes Blatt in der Hand, weil sein aktueller Vertrag mit einem Wochensalaär in Höhe von 250.000 Pfund noch 18 Monate lief. 

REKORD-DEAL

ROONEYS KARRIERE BEI MANCHESTER UNITED
Einsätze
Tore
Gewonnene Meisterschaften
Gewonnene Champions-League-Titel
Klubweltmeisterschaften gewonnen
Gewonnenne Pokaltitel
430
208
5
1
1
2
Gemeinsam mit seinem gewieften Berater Paul Stretford spielte Ronney sein Blatt perfekt aus. Er hat nun zum zweiten Mal damit gedroht, United den Rücken zu kehren und zum zu zweiten Mal hat er einen Vertrag bekommen, der ihn zum bestbezahlten Spieler des Vereins macht.

United hatte kaum eine andere Wahl, als Roonery Forderungen zu erfüllen. Sein Wert auf dem Transfermakrt sank mit jedem Tag und am Ende stand das Risiko, den Starstürmer am Ende der nächsten Spielzeit gar ablösefrei zu verlieren. Und vermutlich hat der Verein auch den Druck gespürt, dass er in der turbulenten Phase nach dem Abschied von Sir Alex Ferguson ein Zeichen setzen und Rooney an sich binden muss.

Trainer David Moyes ist happy, weil er um Rooney herum eine schlagkräftige Mannschaft aufbauen will und der Verein kann nun frohlocken, dass die Verlängerung mit dem Angreifer ein Indiz für die weiter hohen Ambitionen trotz der miesen Saison in der Premier League ist. In der Tat: Gemeinsam mit der Verpflichtung Juan Matas ist Roonery Verlängerung bis dato das Highlight der Saison für den Rekordmeister. Auf dem rasen gibt es dagegen wenig Grund zum Jubel.

Moyes steht mittlerweile unter gehörigem Druck. Wie er aber um Rooney gekämpft hat verdeutlicht, dass er gewillt ist aus Fergusons Schatten zu treten und seine eigenen Vorstellungen durchzusetzen. Denn Ferguson wollte Rooney verkaufen und in seiner Autobiographie verriet er, dass der Ex-Everton-Stürmer vor einem Jahr zum zweiten Mal um seine Freigabe gebeten hatte. Eine formelle Transferanfrage reichte er zwar damals nicht ein, doch Ferguson schrieb, dass allein Geld hierfür der Grund war. Rooney hätte in dem Fall nämlich auf Handgeld verzichten müssen.

Sir Alex warnte Rooney in seinem Buch auch, dass der Nationalspieler einen Teil seines "alten Hungers" verloren habe, der ihn einst zum begehrtesten teenager der Welt gemacht hatte. Rooney müsse "vorsichtig sein", dass er nicht "von mangelnder Fitness verschluckt" werde, so der Schotte weiter.

Bei der Bewertung von Spielern lag der 27-Jährige während seiner 26 Jahre dauernden Amtszeit im Old Trafford kaum falsch. Grund zur Soprge also eigentlich für Uniteds Fans, denn Ferguons schrieb weiter: "Mit seiner Physis ist es kaum vorstellbar, dass er bis in seine 30er noch spielt." Behält er Recht, dann wird sich der Vertrag über mehr als 70 Millionen Pfund für die kommenden Jahre noch als große Bürde für den Klub erweisen.

Rooney hat sich in dieser Saison unter Moyes verbessert und neun Tore in 21 Ligaspielen erzielt. Aber 300.000 Pfund Wochensalär, deutlich mehr als Robin van Persie und Juan Mata verdienen, ist er im Moment nicht wert. Er soll außerdem einen Einblick in Uniteds Transferstrategie und die Wunschspieler für den kommenden Sommer erhalten haben und auch mit der Aussicht geködert worden sein, nach dem Abschied von Nemanja Vidic neuer Kapitän zu werden.

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Ein Kapitän also, der zweimal in der Öffentlichkeit mit einem Wechsel kokettiert hat und der zugegeben hat, er müssen manchmal "ein wenig egoistisch" sein. Ob er der richtige Anführer für eine Mannschaft ist, die neu aufgebaut werden soll?

Seine Form hat Rooney nach einer Leistenverletzung erstmal verloren und die Partnerschaft mit Robin van Persie, die er eigentlich nicht besonders mag, existiert in dieser Saison auf dem Feld praktisch überhaupt nicht. 

Rooney, der 2004 aus Everton zu United kam, wird nun erklären, er sei durch die ehrgeizigen Ziele des Klubs überzeugt worden. Dabei weiß jeder, dass er eigentlich im vergangenen Sommer einen Wechsel zu Chelsea durchdrücken wollte.

Er hat 208 Tore für die Red Devils erzielt und es ist sehr, sehr wahrscheinlich, dass er nun den Rekord des legendären Sir Bobby Charlton von 249 Treffern für diesen Verein brechen wird.

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Als Rooney United 2010 mit seiner überraschenden Transferanfrage schockte, da riet ihm Sir Alex: "Denk immer an eine Sache: Respektiere diesen Klub! Ich will keinen Blödsinn mehr von Dir erleben, respektiere Deinen Klub!"

Diese Botschaft hat er nicht verstanden. Und egal was noch passiert, zu einer Legende von Manchester United wird Wayne Rooney nie.

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