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Die Schwaben befinden sich derzeit mitten im Abstiegskampf und in derartig schwierigen Zeiten steht oft Stühlerücken auf der Tagesordnung. Nicht in Stuttgart!

NACHBERICHT
Aus der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena berichtet Lukas Nowak

Sechs Niederlagen in Folge. Neun Niederlagen in 18 Bundesligaspielen bei nur fünf Siegen. DFB-Pokal-Aus in Runde zwei und ein nicht gänzlich verschuldetes Ausscheiden in der Europa-League-Qualifikation. Die Bilanz von Thomas Schneider als Trainer des VfB Stuttgart liest sich wie eine gewöhnliche Abschlussbilanz eines entlassenen Trainers. Bei 1899 Hoffenheim setzte es nun eine weitere bittere 1:4-Niederlage. Aber in Stuttgart denkt niemand dran den Trainer zu entlassen – im Gegenteil!

"Wir müssen nicht alles nachmachen, was die anderen machen", begründete Bobic kurzerhand seine Entscheidung pro Schneider. Er ging noch weiter: "Ich spüre in seiner Arbeit eine Entwicklung. Man muss cool bleiben im Abstiegskampf. Wer nicht die Ruhe bewahrt, der zerfleischt sich selbst", ist sich Bobic sicher und stärkt dem Coach enorm den Rücken.

Nur Resultate können helfen

Warum die sportliche Misere bei den Schwaben nicht abreißen will, ist eine gute Frage – das fanden auch die Spieler: "Wenn ich die Antwort wüsste…", überlegte ein enttäuschter Rani Khedira nach dem Spiel. Auf jeden Fall weiß Martin Harnik wie man den Negativlauf stoppen kann: "Mit Resultaten", sagte er kurz und bündig in der Mixed Zone. Und diese kann man seiner Meinung nach nur erzielen, wenn sich "jeder zerreißt."

Kollektive Enttäuschung: Der VfB Stuttgart ließ nach der besiegelten Niederlage gegen Hoffenheim die Köpfe hängen

Des Weiteren ist er froh, dass man "Gott sei Dank noch alles selbst in der Hand" hat. Er mahnte auch die Mannschaft an: "Wir dürfen uns nicht in die eigene Tasche lügen! Wir haben vier harte Brocken am Ende der Saison und können nicht erst gegen die Bayern am 34. Spieltag den Nicht-Abstieg besiegeln. Das muss vorher passieren", betonte der Österreicher.

Individuelle Fehler und späte Gegentore

Linksverteidiger Arthur Boka vertraut auch in die Fähigkeiten der Mannschaft: "Wir müssen an uns glauben, das letzte Spiel vergessen", richtet er den Blick auf die nächsten Aufgaben. Im kommenden Heimspiel geht es gegen den starken Aufsteiger aus Berlin. Dann will der geborene Hauptstädter Antonio Rüdiger mit dem Team endlich den "Schalter umlegen." Ihm war das Tor in Sinsheim übrigens "egal", denn er "wollte die Punkte" haben.

Bei den Schwaben gilt also: "Ruhe bewahren" und sich so aus dem Abstiegskampf verabschieden. Ob sich die nötigen Resultate dafür schon in den kommenden Spielen einstellen, bleibt abzuwarten. In den letzten Partien bot sich beständig das gleiche Krankheitsbild. Vor allem die individuellen Fehler und die späten Gegentore kann der VfB nicht abstellen. Die Schwaben wissen, woran sie arbeiten müssen – und auch mit wem. Und zwar mit Thomas Schneider an der Seitenlinie.

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