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Im Schwabenderby setzte es eine erneute Niederlage und die Württemberger geraten so langsam aber sicher in den Abstiegskampf - und auch in Erklärungsnot.

NACHBERICHT
Aus der Mercedes-Benz-Arena berichtet Lukas Nowak

Viertes Spiel, vierte Niederlage. Die desaströse Bilanz des VfB Stuttgart liest sich auch nach genauerer Analyse der Spiele nicht besser. Trotz einiger beherzter Partien im Bundesligajahr 2014 konnte der VfB vor dem Derby gegen den FC Augsburg nichts Zählbares holen. Und nun setzte es nach einem blutleeren Auftritt gegen die Fuggerstädter eine "absolut verdiente" 1:4-Niederlage, wie Thomas Schneider es nach dem Spiel bewertete.

Nach dem Spiel wussten die Stuttgarter Spieler und Verantwortlichen um die Gründe für die Niederlage: "Natürlich ist das auch eine Kopfgeschichte", kommentierte Verteidiger Daniel Schwaab den "Bruch im Spiel" nach dem 1:0 durch Arkadiusz Milik. Manager Fredi Bobic sieht es ähnlich: "Nur wegen dieses neuerlichen Negativerlebnisses dürfen wir den Kopf nicht hängen lassen", gab sich der ehemalige VfB-Profi verärgert.

"Die Leistung war indiskutabel"

Und das Ganze geschah trotz des besseren Starts, als die Augsburger überhaupt nicht ins Spiel fanden: "Bis zur 30. Spielminute hat mir das Spiel meiner Mannschaft nicht gefallen. Wir haben ganz schlecht begonnen und müssen normalerweise in Rückstand geraten", gibt FCA-Coach Markus Weinzierl zu. Auch Manager Reuter sind die Startschwierigkeiten aufgefallen: "Anfangs hatten wir Probleme."

Wie bereits das komplette Jahr 2014, in dem nun inklusive dem Nachholspiel gegen den FC Bayern München vier Spiele absolviert wurden, startet der VfB gut in die Partie, ja sogar besser als die Gegner. Drei Mal erzielten die Württemberger die Führung und schenkten alle Punkte spät her. Man erwartete Besserung und konnte gegen die bayrischen Schwaben nicht einmal in Führung gehen. "Die Leistung war indiskutabel. Wir müssen uns bei den Fans entschuldigen", bilanzierte VfB-Trainer Schneider und ging mit der Mannschaft hart aber fair ins Gericht.
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Was folgt sind Durchhalteparolen und standardisierte Erklärungen in einer solchen Situation. Beispiele gefällig? "Das bekommen wir hin", sagte Daniel Schwaab. Fredi Bobic weiß: "Wir müssen punkten. Man muss sich stellen in solch einer schwierigen Phase." Stürmer Mohammed Abdellaoue appelliert an die Mannschaft: "Wir müssen uns zusammenraufen und positiv bleiben", betont er und fügt an: "Wir tragen gemeinsam eine große Verantwortung. Trotz der schwierigen Situation müssen wir uns auf das nächste Spiel gegen Hoffenheim konzentrieren." Stuttgarts Nummer eins Sven Ulreich sah es ähnlich wie der Norweger: "Wir müssen den Arsch jetzt zusammenkneifen."

Ibisevic droht lange Sperre

Die Rote Karte von Vedad Ibisevic war den Verantwortlichen ebenfalls ein Dorn im Auge. "Er hat uns einen Bärendienst erwiesen", gab sich ein enttäuschter Schneider und fütterte damit weiter kräftig das Phrasenschwein. Und nach der Tätlichkeit gegen Jan-Ingwer Callsen-Bracker folgt noch eine Sperre durch den DFB. Als Wiederholungstäter droht dem Bosnier sogar eine längere Sperre.

Der VfB Stuttgart ist mit einer sehr jungen Mannschaft in einer sehr schwierigen Situation. Vor allem mangelt es ihr an Selbstbewusstsein. Die Spielanlage ist da, doch durch Unkonzentriertheiten und individuelle Fehler gerät man stets ins Hintertreffen. Im Baden-Württemberg-Derby muss der VfB eine Reaktion zeigen. Denn: Man befindet sich laut Bobic bereits mitten im Abstiegskampf, jedoch "in aller Ruhe".

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