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Kapitän van der Vaart will mit dem Hamburger SV "durchs Feuer gehen"

Der Hamburger SV wehrt sich gegen die aufgeheizte Stimmung. Die Fans setzen mit einem Marsch Zeichen, die Mannschaft will am Samstag gegen Hertha BSC nachlegen.

Hamburg. Es sind wahrlich keine einfachen Zeiten für die Anhänger des Hamburger SV. Nach fünf Niederlagen in Folge stehen die Norddeutschen auf einem enttäuschenden 17. Tabellenplatz und müssen um den Klassenerhalt bangen. Noch bleibt genug Zeit, diesen Zustand aus eigener Kraft zu korrigieren. Doch wer den HSV etwas besser kennt, weiß, dass das Umfeld schnell in Panik verfällt und drastische Konsequenzen fordert.

Van Marwijk unter Beschuss
VAN MARWIJK: STIMMUNG ZU GUT

Als ersten erwischt es in Zeiten wie diesen den Trainer. Bert van Marwijk übernahm das schwierige Amt Ende September und führte den HSV zunächst ins gesicherte Mittelfeld. Nach der verkorksten Wintervorbereitung landete der Niederländer mit seinem Team wieder dort, wo er es übernahm. "Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Verein eingeschlafen ist!", kritisierte van Marwijk. Womit er nicht unrecht hat: In der Krise fällt dem Umfeld nichts anderes mehr ein, als den Rausschmiss des Trainers zu fordern.

Der 61-Jährige hat in Hamburg keinen einfachen Stand, weil er im Hotel wohnt, freie Tage in der niederländischen Heimat verbringt und nicht für tägliche Statements zur Verfügung steht. Bislang war das kein Problem. Stimmen die Ergebnisse nicht, scheut man sich nicht davor, ihm Faulheit vorzuwerfen oder zu mutmaßen, er provoziere seinen Rauswurf. Die oberflächliche Kritik lässt van Marwijk jedoch kalt. "Weil ich nichts lese", sagt er.

Hoffen auf Lasogga

Für die Umsetzung seiner taktischen Vorgaben sind andere verantwortlich. Der jungen Mannschaft fällt es derzeit schwer, ein Spiel konzentriert und diszipliniert zu Ende zu bringen. Führungsspieler seien jetzt besonders gefordert, wird gemeinhin angenommen. Van der Vaart soll einer von ihnen sein. "Jeder meint, dass wir in unserer Mannschaft keine Führungsspieler hätten. Wenn ich aber am Samstag zwei Tore schieße und wir gewinnen, heißt es, der sei ein Führungsspieler. Spiele ich schlecht, bin ich plötzlich keiner mehr", stellt der 30-jährige Kapitän fest.

Dabei trägt er mit sieben Toren und sechs Vorlagen einen wesentlichen Anteil der Offensivkraft der Hamburger. 33 Tore erzielten der HSV in der Hinrunde, während in der Rückserie noch kein Einziges gelang. Dafür fehlt van der Vaart ein Stürmer im Zentrum. "Lasogga hat noch nicht am Mannschaftstraining teilgenommen, das wird ganz schwierig", ist sich auch sein Trainer um die Wichtigkeit des 22-Jährigen bewusst. Doch ob mit oder ohne Lasogga – van der Vaart wird am Samstag gegen Hertha BSC mit seiner Mannschaft "durchs Feuer gehen“.

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