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Klaus Allofs: "Er hätte ihm fast den Kopf abgetreten"

Während Wolfsburg mit einer Roten Karte und einem unglücklichen Gegentor hadert, freut sich Schalke über den Sieg gegen einen direkten Konkurrenten um den Europacup.

NACHBERICHT
Von Stefan Döring aus der Veltins-Arena

Gelsenkirchen. "Es war gut was los. Für die Zuschauer war es sehr interessant, sie wurden unterhalten und begeistert. Genau das ist der Grund, warum sie ins Stadion kommen", erklärte Benedikt Höwedes nach dem 2:1-Erfolg des FC Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg. Und er hatte recht: Auf dem Feld der Veltins-Arena war von Beginn an Pfeffer drin und beide Mannschaften schenkten sich nichts.

Bis zur 65. Minute lief am Samstag für Königsblau alles nach Plan. Ein kurioser Treffer durch Felipe Santana brachte die Knappen bereits in der neunten Minute in Führung. Dabei sprang der Ball erst von Kevin-Prince Boateng an den Kopf von Felipe Santana und von dort ins Tor.

"Das war gewollt", sagte der "Vorlagengeber" und fing noch im gleichen Moment an zu lachen. "Aber jetzt im Ernst: Ich habe keine Ahnung wie das passiert ist, ich habe hinterher nur den Ball im Tor gesehen."

Bruch nach dem Platzverweis

Doch nach der Roten Karte für Daniel Caligiuri in der 50. Minute gab es einen Bruch im Spiel. Plötzlich wirkte Königsblau, als ob man einen Gang zurückschaltete. Warum, wusste nach dem Spiel keiner so recht. "Das haben wir nicht bewusst gemacht. Zu zehnt steht ein Team mit dem Rücken zur Wand, hat nichts mehr zu verlieren und gibt 120 Prozent", versuchte Leon Goretzka gegenüber Goal zu erklären.

Klaas-Jan Huntelaar brachte die Fehler hingegen auf den Punkt: "Wir brechen ein und hören auf Fußball zu spielen. Die waren in Unterzahl einfach besser." Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich kamen die Schalker aber wieder und bissen sich unter Anfeuerung der Fans zurück. Sehr zum Leidwesen des VfL Wolfsburg, bei dem mit zehn Mann deutlich die Kräfte schwanden.

Schalke schaut von "Spiel zu Spiel"

"In Unterzahl waren wir am Ende müde. Schalke hat die Räume genutzt und gewonnen", betonte Ivica Olic pragmatisch. Dennoch wollte keiner Caligiuri, dem ein Wortgefecht mit dem Linienrichter zum Verhängnis wurde, einen Vorwurf machen. Klaus Allofs nahm ihn gar in Schutz: "Ich weiß nicht, was er gesagt hat aber man muss auch Verständnis haben, schließlich wurde ihm in der Szene zuvor fast der Kopf abgetreten."

Das Spiel war im Vorfeld als richtungsweisend für den Kampf um einen Champions-League-Platz bezeichnet worden. Demnach ist der FC Schalke auf einem guten Weg ins internationale Geschäft, davon will man aber noch nichts wissen. "Wir müssen von Spiel zu Spiel denken aber der Sieg gegen den direkten Konkurrenten um den Champions-League-Platz war wichtig", sagte Goretzka. Die Knappen distanzierten Wolfsburg damit auf vier Punkte und rangieren nunmehr vor Gladbach auf Platz vier.

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