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FC Bayern München: "90 Minuten und manchmal ein bisschen länger"

Von wegen Dusel-Bayern! Im Ländle tat man sich lange schwer, ehe unmittelbar vor dem Ende doch noch der Sieg heraussprang. Der Rekordmeister kämpfte bis zum Schluss.

NACHBERICHT
Aus der Mercedes-Benz-Arena berichtet Lukas Nowak

Über weite Strecken des Spiels sah es nach der ersten Niederlage für den FC Bayern München aus. Beim VfB Stuttgart eroberte man im Nachholspiel des 17. Bundesliga-Spieltags mit 2:1 den 16. Sieg. Wenngleich mit etwas Glück. Wobei das Glück an dieser Stelle reine Interpretationssache ist.

Denn der Wille war bei den Bayern nicht nur 90 Minuten lang da. Sondern drei Minuten länger. Präsident Uli Hoeneß war nach dem Sieg sichtlich zufrieden und ließ wissen: "Das Spiel geht 90 Minuten, manchmal auch ein bisschen länger." Und in diesen Minuten gelang den Bayern ein Traumtor durch den Spanier Thiago. Mit einem Seitfallzieher vollendete er Rafinhas Flanke unhaltbar. Marke: Tor des Monats.

"Tor in letzter Minute immer glücklich"

Teamkollege Thomas Müller war voll des Lobes für den Torschützen: "Schöner kann man es nicht machen", schwärmte er und gab gleichzeitig auch zu: "Ein Tor in letzter Minute ist immer ein bisschen glücklich. Über ein Unentschieden hätten wir uns nicht beschweren dürfen."

Und trotzdem war der Sieg letztendlich nicht nur glücklich, sondern einer willensstarken Mannschaftsleistung geschuldet. Bayern hat Moral bewiesen, mit einer unglaublichen Mentalität gezeigt, dass sich die Stars nicht auf dem Abstand zu den Verfolgern ausruhen wollen. Jeder Punkt ist Gold wert.

 Nach dem Schlusspfiff kamen die Emotionen noch mal hoch: Manuel Neuer und Claudio Pizarro herzen Thiago


Manuel Neuer erklärt das Auftreten seiner Mannschaft folgendermaßen:  "Der Glaube geht auch nach einem 0:1-Rückstand nicht verloren. Daran merkt man, dass wir Spiele gewinnen wollen. Der Wille ist da", erklärte der Welttorhüter

Er betonte weiter: "Wir haben schon daran geglaubt, das Spiel zu drehen und das hat man vom Auftreten her gemerkt." Vor allem nach der Hereinnahme von Mario Mandzukic sowie Claudio Pizarro konnte man den Willen des Triple-Siegers spüren.

Kein Bayern-Dusel, sondern "ausgleichende Gerechtigkeit"

Man könnte den nicht gegebenen Handelfmeter in der 12. Spielminute dem Bayern-Dusel zuordnen. Da dem Führungstreffer durch Vedad Ibisevic jedoch eine klare Abseitsstellung von Vorlagengeber Mohammed Abdellaoue vorausging herrscht hier die sogenannte "ausgleichende Gerechtigkeit" vor.

Neuer war nach dem Sieg sehr glücklich und rannte auch nach dem Schlusspfiff noch einmal jubelnd zu den Teamkollegen: "So ein Spiel zu drehen, ist etwas Besonderes, da es bis jetzt nicht der Fall war", freute sich der Keeper und zog vermutlich das treffendste Fazit nach dem Spiel: "Wenn man nicht daran glaubt, dann passiert sowas nicht." Und Bayern glaubt an sich.

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