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Der doppelte Sven Bender und BVB-Schreck Dong Won Ji

Nach dem 2:2 in Dortmund freuten sich die Augsburger über die gewonnen Punkte. Auf Seiten der Borussia möchte man nun weiter arbeiten und Ruhe bewahren.

NACHBERICHT
von Stefan Döring

Dortmund.
Für Borussia Dortmund geht die Rückrunde ähnlich enttäuschend los, wie die Hinrunde endete. Seit 87 Tagen ist man ohne Heimsieg. Auch gegen den FC Augsburg reicht es trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2-Unentschieden. Schuld daran: der doppelte Neuzugang Dong Won Ji.

Wir schreiben die 72. Spielminute: Andre Hahn setzt sich auf der rechten Seite erneut gegen Marcel Schmelzer durch und flankt auf den ersten Pfosten. Dort läuft der Neuzugang der Gäste, Dong Won Ji, in den Ball und köpft zum Ausgleich ein. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade mal zwei Minuten auf dem Feld und ärgerte damit seinen zukünftigen Arbeitgeber. Eine kuriose Situation.

Dabei hätte der Südkoreaner gar nicht im Kader gestanden, hätte sich Sascha Mölders im Abschlusstraining nicht verletzt. "Es wäre eigentlich nicht möglich gewesen. Eigentlich sollte er nicht im Kader stehen, trainierte nur einmal voll mit uns", erklärte Markus Weinzierl.



Schon vor dem Spiel habe man über diese mögliche Situation gescherzt, verriet der Trainer: "Wir haben im Vorfeld gesagt, dass es passen würde. Dass es wirklich so kommt, ist stark." Tobias Werner war überrascht, dass Ji auf Anhieb traf: "Er hat nicht einmal 100 Prozent trainiert und dann macht er dieses super Tor. Wir sind erleichtert, dass wir den Lauf fortsetzten konnten", erklärte der Flügelspieler.

"Eine gefühlte Niederlage"

Doch neben dem glücklichen Händchen mit Ji ging auch die gesamte Taktik der Gäste auf. "Wir wollten was mitnehmen und haben alles in die Waagschale geworfen. Wir haben uns das erarbeitet, kamen über den Kampf. Ein Kompliment an die Mannschaft", erklärte Kevin Vogt exklusiv gegenüber Goal. Zudem schaute er auf die Rückrunde und hofft, dass seine Mannschaft die bislang gezeigten Fähigkeiten vereinen kann. "Wir können Kämpfen aber auch gut Fußball spielen. Führen wir das zusammen, bin ich guter Dinge für die Saison."

Doch des einen Freud ist des anderen Leid. Unglücksrabe des Tages war der doppelte Sven Bender. Zuerst traf er zur Führung des BVB, ehe er in der 56. Minute den Ball zum zwischenzeitlichen Ausgleich im eigenen Tor versenkte. "Das war Pech, aber ich musste hin", erklärte der als Innenverteidiger aufgestellte Bender.

Kapitän Sebastian Kehl machte aber weder ihm noch einem Kollegen einen Vorwurf: "Es hat insgesamt nicht gepasst. Der Druck ist groß, damit müssen wir aber umgehen, schließlich spielen wir bei Borussia Dortmund. Wir werden jetzt nicht aufgeben." Auf den Punkte brachte es Roman Weidenfeller: Für den Torhüter war es eine "gefühlte Niederlage".

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