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Kevin De Bruyne wird es Jose Mourinho in Wolfsburg zeigen

Bei den Blues aussortiert, wird Kevin de Bruyne beim VfL Wolfsburg mit offenen Armen empfangen. Der Belgier ist hochmotiviert, es den Skeptikern zu zeigen.

KOMMENTAR
Von Enis Koylu

Als Kevin de Bruyne im vergangenen Sommer von den Fans an der Stamford Bridge einen warmen Empfang während des ersten Spiels seines FC Chelsea gegen Hull City bekam, deutete sich für ihn eine tolle Saison in England an.

Nachdem er während seiner Ausleihe bei Werder Bremen in der Saison zuvor überzeugt hatte, kehrte der Offensivmann im Sommer nach London zurück, um sich bei den Blues duchzusetzen. Das Team von der Weser hatte sich bemüht, de Bruyne zu halten, zudem waren mit Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen noch zwei weitere Bundesligisten an ihm dran. Der BVB wollte nach dem Abgang von Mario Götze reagieren, während die Leverkusener Andre Schürrles Verkauf zu kompensieren suchten.

Große Konkurrenz bei den Blues

Trotz einiger interessanter Offerten entschied sich der Belgier gegen einen Wechsel. Der 22-Jährige wollte unbedingt nach London und sich dort gegen namenhafte Konkurrenz durchsetzen. Egal, ob Oscar, Eden Hazard, Juan Mata und Andre Schürrle - de Bruyne wollte einen Platz im Starensemble der Blues finden. Nach vier enttäuschenden Monaten kehrt er nun jedoch wieder in die Bundesliga zurück.

Was also ist an der Stamford Bridge während dieser Zeit falsch gelaufen? Chelsea-Coach Jose Mourinho lobte den Mittelfeldmann immer wieder während der Vorbereitung im Sommer und stellte ihn sofort zum Saisonbeginn im Top-Spiel gegen Manchester United auf.

Dem starken Start folgte viel Ebbe. Ein durchschnittlicher Auftritt gegen Hull und eine schwache Leistung gegen ManUtd führten dazu, dass Mourinho dem Belgier immer weniger Spielzeiten gewährte.

Vor dem Champions-Leauge-Duell mit Steaua Bukarest wurde Mourinho gefragt, wieso er de Bruyne nicht für den Kader nominiert hatte: "Kevin hat kein gutes Spiel gegen Swindon im Ligapokal gespielt und auch nicht gut trainiert."

Die Situation war für de Bruyne eine ganz andere als in der Vorsaison an der Weser. Dort war er im Team von Thomas Schaaf eine wichtige Führungsfigur, die den Klub mehrmals fast im Alleingang zu wichtigen Siegen schoss.


Glücklichere Zeiten | De Bruyne feiert eines seiner zehn Tore für Werder Bremen

De Bruyne war von Mourinhos Entscheidungen mehr als überrascht und enttäuscht. Dies hatte auch den Abschied zur Folge. Der Belgier sagte letzte Woche gegenüber der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws: "Ich weiß nicht, wieso ich nach dem Spiel gegen Manchester United den Platz im Team verloren habe. Ich habe auch nie Mourinho gefragt. Und er hat mir nie gesagt: 'Kevin, du trainierst nicht gut.'"

IN ZAHLEN
De Bruynes Zeit in Bremen
1 Anzahl der Auswechslungen
9
Assists in der Liga
10 Tore in der Liga
33 Einsätze in der Startelf
38 Prozentualer Anteil an Werdertoren
2965 Einsatzminuten - mehr als jeder andere Feldspieler
"Es war schade, dass er dann auf einer Pressekonferenz meinte, ich würde im Training keine gute Leistung zeigen. Ich bin ein Spieler, der immer 100 Prozent beim Training gibt. Diese Aussage hat mich in ein falsches Bild gerückt", so der 22-Jährige weiter.

"Ende Dezember hatte ich ein kleines Gespräch mit Mourinho. Er sagte mir etwas über Konkurrenzkampf und meinte, dass er mich nicht gerne gehen lassen würde. Er sagte, dass ich ein guter Spieler sei. Aber was konnte ich tun? Nach der Pressekonferenz in Bukarest habe ich noch härter trainiert. Ich habe an Gewicht verloren. Dennoch hat sich nichts getan und ich habe ihn freundlich um ein Transfer gebeten."

Wiedervereinigung mit Klaus Allofs

Nun will sich de Bruyne beim VfL Wolfsburg neu erfinden. Dort ist mit Klaus Allofs ein Mann im Verein, der ihn zu Werder Bremen geholt hat und der dort voll des Lobes über ihn war.

Nachdem Dieter Hecking die Wölfe im Dezember 2012 als Coach übernommen hatte, haben die Niedersachsen sich langsam aber stetig weiterentwickelt. Der Klub hat mittlerweile viele Talente in seinen Reihen und bereits vor dieser Spielzeit dank der VW-Millionen mit Luiz Gustavo einen Star von Bayern München verpflichtet.

De Bruyne stellte klar: ''Ich habe Chelsea nicht wegen der WM verlassen, sondern vielmehr weil ich unter Mourinho die Lust am Spiel verloren habe.''

Nun will es der Belgier wieder allen zeigen und den VfL, den Meister von 2009, wieder nach oben bringen. Zudem hat er in Wolfsburg alle Möglichkeiten: Er wird nicht einer unter Vielen sein, er wird ein Fixpunkt der Mannschaft sein - und er kehrt zurück in eine Liga, in der er schon einmal brilliert hat.

Beim aktuellen Tabellenfünften aus Wolfsburg kann de Bruyne möglicherweise in der kommenden Saison in der Königsklasse spielen. Vielleicht bekommt er dann die Chance, es Mourinho im direkten Duell zu zeigen.

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