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Egal, ob in guten oder schlechten Zeiten, nach einem Sieg oder einer Niederlage: BVB-Trainer Jürgen Klopp hat immer einen Spruch parat.

Von Enis Koylu

Dortmund. Es gibt nur wenige Leute im Fußballgeschäft, die regelmäßig ihre Sprüche raushauen. Jürgen Klopp und Zlatan Ibrahimovic gehören in jedem Fall zu den schönen Ausnahmen. Als sich die Beiden am Montag beim Ballon d'Or in Zürich trafen, war es keine Überraschung, dass es wieder etwas zum Mitschreiben gab.

Nach einer herzlichen Umarmung erkundigte sich der Star-Stürmer von PSG bei Klopp, wann er ihn zu Borussia Dortmund holen wird. Daraufhin antwortete der Trainer: "Ich müsste dafür erst meine ganze Mannschaft verkaufen."

Der Ex-Coach des FSV Mainz 05 hat schon immer die Lacher auf seiner Seite gehabt. Goal hat einige der besten Zitate von Jürgen Klopp herausgesucht.

NICHT AUF DEN MUND GEFALLEN


"Ja, es stimmt, ich habe mich einer Haartransplantation unterzogen. Und ich finde, dass Ergebnis ist ganz cool geworden, oder?"

Klopp geht offen mit seinen offensichtlichen Veränderungen um, die er in der Saisonpause 2012 vorgenommen hat.

"Dujardin? Der Cognac, oder was? Glückwunsch! Und Sie arbeiten trotzdem? Das ist cool."

Der ehemalige Chef von Goal Deutschland, Francois Duchateau, wird auf die ganz besondere Klopp-Art bei einer Pressekonferenz begrüßt.

"Beim ersten Interview war ich sehr enttäuscht. Beim zweiten zehn Minuten später ging es schon besser. Wenn ich noch eine halbe Stunde warte, dann habe ich wahrscheinlich das Gefühl, dass wir gewonnen haben."

Die Zeit heilt alle Wunden - auch bei Jürgen Klopp.

"Wir werden auf ihn warten wie eine gute Ehefrau, die auf ihren Mann wartet, der im Knast sitzt."

In dieser Saison haben die Dortmunder einige Verletzungssorgen. Auf Mats Hummels will der BVB-Coach aber überhaupt nicht verzichten.

"Ich bin ein bisschen stolz auf meine erste Rote Karte als Trainer. Ich bin zum Schiedsrichter-Assistenten gegangen und habe gesagt: 'Ich wollte nur fragen, wie viele Fehlentscheidungen eigentlich erlaubt sind. Weil, wenn es 15 sind, dann hast du noch eine frei.'"

Um eine gute Beziehung zum Vierten Offiziellen hat sich Jürgen Klopp schon immer sehr bemüht.

"Ich habe geschrieben: Schalke? - mit acht Fragezeichen. Er war ein guter Typ, bis heute morgen. Warum, Kevin? Er war beim AC Mailand."

Der Wechsel von Kevin-Prince Boateng zum großen Konkurrenten Schalke hat beim BVB-Trainer für einiges Erstaunen gesorgt. Er ließ sich zu Kommentaren hinreißen, die Boateng nach eigener Auskunft "nicht witzig" fand.

"Leck mich am Arsch. Dir jetzt ein Interview zu geben, da hab ich Bock drauf wie Zahnweh. Musst du hier her oder was? Seuchenvogel. Ihr habt 50 Leute beim SWR und du kommst, um Spaß zu haben."

Einer der besonderen Klopp-Freunde ist SWR-Reporter Stephan Mai. Nach einem Auswärtsspiel in Kaiserslautern hatte der Borussen-Trainer wenig Lust auf ein Gespräch, weil er nie siegen konnte, wenn Mai im Stadion war.

HART AM MANN


"Als der BVB das letzte Mal hier vor 19 Jahren gewonnen hat, wurden die meisten meiner Spieler noch gestillt."

Seinen ersten, historischen Sieg in München ordnete Klopp in den Kontext ein.

"Im Moment hat das ja ein bisschen was davon, wie das die Chinesen in der Wirtschaft und Industrie machen. Gucken, was die anderen machen und es dann abkupfern."

Was wäre ein Duell zwischen den Bayern und dem BVB ohne ein kleines Wortgefecht im Vorfeld. Vor dem Spiel im DFB-Pokal des vergangenen Jahres teilte Klopp seine Sicht der Dinge mit.

"Götze ist der Wunschspieler von Guardiola. Wenn jemand die Schuld trägt, dann wohl ich. Aber ich kann mich leider nicht 15 Zentimeter kleiner machen, spanisch lernen und Tiki-Taka spielen lassen statt wildes Umschaltspiel."

Klopp präsentiert sich - nicht ernst gemeint - als Sündenbock für den Wechsel von Mario Götze zum FC Bayern München.

"Ich würde meinen Arsch drauf verwetten, dass Herr Sammer und Herr Guardiola miteinander sprechen."

Nach der Auslosung des Champions-League-Halbfinales war sich Klopp sehr sicher, dass sich die Bayern vor dem Duell gegen Barcelona bei ihrem zukünftigen Trainer Pep Guardiola über den kommenden Gegner erkundigen werden.

"Es war alles gut. Die Stadt, das Stadion, sogar das Wetter. Nur das Ergebnis finde ich weiterhin scheiße."

Ein tolles Wochenende in London hat Borussia Dortmund im Mai 2013 verbracht. Nur das Resultat des Champions-League-Finales trübte ein wenig die Stimmung des Meistertrainers Klopp.

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