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Den Nummer-eins-Status auf Schalke genießt derzeit Eigengewächs Ralf Fährmann. Timo Hildebrand wird das Revier wohl verlassen - was passiert mit Fabian Giefer?

Von Hassan Talib Haji

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 hatte in der jüngeren Vergangenheit stets gestandene Akteure zwischen den Pfosten stehen. Da waren etwa Jens Lehmann, Oliver Reck, Frank Rost oder der derzeit wohl weltbeste Torwart Manuel Neuer.

Es war im Sommer 2011, als den Königsblauen eine absolut tragende Säule genommen wurde: Neuer, ein "Schalker Jung", wechselte zum ungeliebten Branchenprimus Bayern München. Ein Stachel, der im Fan-Herz tiefe Wunden hinterlassen hat. Manager Horst Heldt versuchte, die Lücke durch ein anderes Eigengewächs zu füllen. Ralf Fährmann wurde von Eintracht Frankfurt zurück zum Berger Feld geholt, durfte das schwere Erbe antreten.

Doch als sich der gebürtige Chemnitzer an einem bitteren Herbsttag im Oktober des selben Jahres bei der 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern das Innen- und vordere Kreuzband so schwer verletzte, dass er den Rest der Saison ausfiel, fing der Tanz für Schalke 04 an. Ad hoc wurde der damals vereinslose Timo Hildebrand verpflichtet. Reserve-Schlussmann Lars Unnerstall hielt jedoch zu Beginn so stark, dass er die Fährmann-Nachfolge zunächst schultern durfte.

Zwischen Unnerstall und Hildebrand wechselte der Nummer-eins-Status ob Verletzungen immer wieder. Eine klare Hierarchie gab es somit nicht. Zudem blieben die Aushilfsschnapper fortan nicht fehlerlos. Ein Nachteil gegenüber der direkten Konkurrenz in der Bundesliga.

Bäumchen wechsel dich

Während der FC Bayern mit Neuer den Nationaltorwart stellt, Borussia Dortmund einen Roman Weidenfeller im zweiten Frühling besitzt sowie Bayer Leverkusen mit Bernd Leno einen Glücksgriff tat, wurde auf Schalke die Bedeutung einer unangefochtenen Nummer eins breit diskutiert. Eine nachhaltige Lösung wurde jedoch nicht gefunden.

Huub Stevens ließ im Sommer 2012 die Torwartfrage sogar offen und sprach sich öffentlich weder eindeutig für Hildebrand noch Unnerstall aus. Spielen ließ er Ersteren. Doch Hildebrand zog sich nach der Auftaktpartie der Saison bei Hannover 96 im Training eine Kapselverletzung zu, machte bis Anfang Dezember kein Spiel mehr. Danach durfte Unnerstall wieder ins Tor und beendete die Spielzeit als Stammtorwart.



Im Sommer 2013 sprach sich der für den bereits beurlaubten Stevens eingestellte Neu-Trainer Jens Keller eigentlich endgültig für Hildebrand aus. Doch sein Bekenntnis zu ihm währte nur magere vier Monate. Ende November 2013 kehrte Fährmann zurück ins Schalker Tor, nachdem Hildebrand sich kurzzeitig an der Hüfte verletzte. Fährmann blieb auch im Kasten und wird voraussichtlich für den Rest der aktuellen Spielzeit das Gehäuse hüten.

Giefer vor Verpflichtung

Hinzu kommen die Spekulationen um die Zukunft: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge würde sich Schalke gerne mit Fabian Giefer von Fortuna Düsseldorf verstärken. Der 23-Jährige soll im Sommer 2014 ablösefrei ins Revier wechseln – der Deal sei bereits beschlossene Sache.

Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus. Sollte der Fall eintreten, hieße dies, dass Hildebrands auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Wieder mal würde es zum mittlerweile gefühlt ewigen Kampf ums Schalker Tor kommen. Fährmann gegen Giefer, Platzhirsch gegen Neuzugang.

Seit der erneuten Inthronisierung hält Fährmanns allerdings tadellos, bis auf kleine Wackler, welche der mangelnden Spielpraxis geschuldet sein dürften. Es ist für den FC Schalke 04 ein weiterer Versuch diese Baustelle endlich zu schließen. Ob es zufriedenstellend gelingt, wird die Zukunft zeigen. Einmal mehr.

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