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Nachdem La Liga am Sonntag in die Winterpause gegangen ist, widmen die Topteams ihre Aufmerksamkeit nun dem Transfermarkt. Goal schaut für Euch auf ihre Pläne.

SPECIAL REPORT
Von Ben Hayward

Zeit für eine Pause. Nach den hart erkämpften Siegen des FC Barcelona und Real Madrid am vergangenen Sonntag kann das Jahr 2013 in der Primera Division zu den Akten gelegt werden. Die Katalanen führen die Tabelle punktgleich vor Atletico Madridan, fünf Zähler dahinter rangieren die Königlichen.

Alle Aufmerksamkeit gilt nun dem Winter-Transferfenster, das für die Topteams die Chance bietet, den Kader für die Rückrunde und den Kampf um die Meisterschaft noch einmal zu verstärken.

Goal schaut für euch auf die Transferpläne von Barca, Real und Atletico aber auch auf die Vorhaben einiger anderer Klubs in Spanien.

BARCELONA


Barcelona startet mit der Vertragsverlängerung von Andres Iniesta, der am Montag einen neuen Kontrakt unterzeichnete, ins neue Jahr. Zudem ist Lionel Messi auf dem Weg zurück zu alter Fitness. Darüber hinaus treibt die Katalanen weitere Personalien um. So soll auch mit Verteidiger Marc Bartra über die Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages Einigung erzielt werden. Zudem steht die Zukunft von Marco Montoya, an dem Interesse aus Liverpool bestehen soll, noch in den Sternen.

Barca will keinen der beiden Spieler verlieren, in den kommenden Wochen die Verhandlungen aufnehmen. Überdies ist Trainer Gerardo Martino daran interessiert, in diesem Winter einen Angreifer zu verpflichten. Dabei rücken Robert Lewandowski und Sergio Aguero ins Blickfeld, doch keiner der beiden würde einen Platz auf der Bank im Camp Nou akzeptieren. Gesucht wird ein Spieler, der eine ähnliche Rolle einnehmen kann wie einst Henrik Larsson unter Frank Rijkaard.

Neben Benficas Oscar Cardozo beobachtet Barca auch Lazios Nationalspieler Miroslav Klose. Jedoch könnte die zuletzt gute Form von Cesc Fabregas, Pedro und Neymar, sowie die bevorstehende Rückkehr von Lionel Messi auch dazu führen, dass man mit einer Verstärkung für den Sturm noch bis zum Sommer wartet.

Sportdirektor Andoni Zubizarreta hat in den kommenden Wochen jedenfalls einiges zu tun, da für den im Sommer scheidenden Torhüter Victor Valdes adäquater Ersatz her muss. Mit Mönchengladbachs Marc-Andre ter Stegen und Napolis Pepe Reina sollen die Verhandlungen weit fortgeschritten sein. Bei beiden Torhütern wäre es denkbar, dass sie unterschreiben und im Januar die Entscheidung bekannt gegeben wird.

Alex Song würde Barca dagegen bei einem entsprechenden Angebot ziehen lassen. Der ehemalige Arsenal-Spieler würde den Klub vor dem Sommer selbst nur bei einem sehr lukrativen Angebot verlassen.

REAL MADRID (


Real Madrid will im Januar nicht zwingend auf dem Transfermarkt tätig werden. Dafür hofft Carlo Ancelotti, dass man sich mit Xabi Alonso auf eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Kontraktes einigen kann.

Der 32-Jährige hat mit Madrid bereits über die Ausdehnung seines Arbeitspapiers gesprochen, allerdings ist der Klub bezüglich einer Weiterbeschäftigung nicht mehr so zuversichtlich wie noch vor einigen Wochen, da sich die Familie des Mittelfeldstrategen inzwischen auch einen Ortswechsel vorstellen könnte. Unterdessen ist er Vater einer Tochter geworden, so hofft man, dass der 32-jährige Baske das stabile Umfeld in Madrid als beste Option für die Familie ansieht.

Als mögliche Alternative hat Ancelotti Borussia Dortmunds Ilkay Gündogan im Visier. Real hält ebenso nach Angreifern Ausschau. Dass im Winter einer verpflichtet wird, ist eher unwahrscheinlich, zumal Wunschspieler Luis Suarez gerade beim FC Liverpool verlängert hat.

Angel di Maria wird mit einem Wechsel nach Monaco im Januar in Verbindung gebracht, doch Ancelotti hofft auf seinen Verbleib. Der Argentinier würde bestenfalls transferiert, um Geld für einen Weltklasse-Stürmer zu generieren. Somit wird der Argentinier wohl mindestens bis zum Sommer in Madrid bleiben.

ATLETICO MADRID


Auf Atletico Madrid drückt noch immer eine große Schuldenlast, weshalb man dort mit einem recht knappen Budget auskommen muss und Diego Simeone kein Geld für Neuverpflichtungen zur Verfügung steht – auch wenn seit der Saison 1995/1996 erstmals wieder Chancen auf den Meistertitel bestehen.

Der argentinische Trainer teilte den Kluboberen mit, dass zumindest der Kader zusammengehalten werden müsse, damit man bis zum Saisonende um den Titel mitspielen kann. Atletico liegt in der Tabelle nach 17 Spieltagen nur wegen der um einen Treffer schlechteren Tordifferenz auf Rang zwei, doch viele Spieler sind natürlich begehrt.

Der FC Arsenal ist heiß auf den sich in Topform befindenden Diego Costa, Mittelfeldspieler Koke wurde von Manchester Uniteds David Moyes unter die Lupe genommen und an Raul Garcia ist offenbar Inter Mailand interessiert.

Ein Verkauf von Costa würde dem klammen Klub eine beträchtliche Summe in die Kasse spielen, Simeone weiß aber auch, dass ein Verkauf des Superstars die Chancen auf die Meisterschaft zunichte machen würde. Anders als bei Radamel Falcao, den es letzten Sommer zum AS Monaco zog, ist man zuversichtlich Costa langfristig zu halten und weitere Einnahmequellen außerhalb des Platzes erschließen zu können, um nicht immer wieder Schlüsselspieler abgeben zu müssen.

DIE ANDEREN KLUBS


Spanien muss sparen, die Klubs allesamt den Gürtel enger schnallen. So ist es unwahrscheinlich, dass es auf dem Transfermarkt viel Bewegung geben wird.

Nachdem Ibai Gomez mit diversen englischen Klubs in Verbindung gebracht wurde, hat Athletic Bilbao den Flügelspieler erst kürzlich mit einer Vertragsverlängerung belohnt. Außerdem wollen die Basken jeglichen Angeboten von Manchester United für Mittelfeldspieler Ander Herrera widerstehen.

Betis hat sich von Sportdirektor Vlada Tosic getrennt und es bleibt abzuwarten, ob die Andalusier auf dem Transfermarkt tätig werden. Malaga könnte Carlos Kameni verlieren, der nach dem argentinischen Torhüter Willy Caballero nur die zweite Geige spielt und als Nummer eins bei einem anderen Verein um einen Platz in Kameruns WM-Kader kämpfen will.

Real Sociedad will seinen Kader zusammenhalten, hat jüngst mit dem vielversprechenden Rechtsverteidiger Joseba Zaldua bis 2016 verlängert.

Zu guter Letzt wartet der FC Valencia auf ein Investment des Geschäftsmannes Peter Lim, der die Schulden des Vereins tilgen und ein neues, spannendes Projekt anstoßen will. Da zunächst einige Veränderungen in der Belegschaft folgen sollen und der Deal noch offiziell bestätigt werden muss, sind im Januar wohl keine spektakulären Neuverpflichtungen zu erwarten.

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