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Für Borussia Dortmund ging es gut los im Heimspiel gegen Hertha, am Ende siegte dennoch der Gast. Der BVB ließ während des Spiels vor allem Biss und Angriffslust vermissen.

NACHBERICHT
von Stefan Döring aus Dortmund

Für Borussia Dortmund war am Samstag gegen Hertha BSC erneut nichts zu holen. In der Bundesliga läuft es nicht für die Schwarz-Gelben. Da kommt die Winterpause genau richtig.

"Wir haben in der ersten Halbzeit gut angefangen, dann aber nachgelassen. Hertha war frech und am Ende war es für sie leicht den Erfolg zu feiern", betonte Sebastian Kehl selbstkritisch nach dem Abpfiff, als seine Kollegen bereits wortlos an den wartenden Journalisten vorbei gegangen waren. "Wir haben keine Lösungen gefunden und müssen uns an die eigene Nase fassen", schloss er an seine Ausführungen an.

Sportdirektor Michael Zorc war nach dem Spiel ebenfalls angefressen, fehlte ihm doch die Leichtfertigkeit, die den BVB sonst ausmacht. "Wir hatten einen guten Start, haben dann aber zu wenig gemacht. Ich bin heute nach sehr langer Zeit mal wieder nicht zufrieden mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben", ärgerte sich Zorc. Vor allem die Ausrede, dass die Mannschaft müde gewesen sei, wollte er nicht gelten lassen: "Es war keine englische Woche. Wir konnten nicht zeigen, was wir gegen Hoffenheim gezeigt haben, da hatten wir aber noch Champions League gespielt."

Keine Krise beim BVB

Roman Weidenfeller tat die Leistung der Mannschaft leid, wollte man sich so nicht in die Winterpause verabschieden. "Wir hatten heute nicht den besten Tag und haben viel vermissen lassen. Wir haben es zu locker genommen, die Zielstrebigkeit und Bereitschaft, in die Zweikämpfe zu gehen, fehlten. Von hinten raus war es zu labberig", erklärte der Torhüter nach dem Spiel und gab die Richtung für die Winterpause vor: "Wir wollen 2014 wieder unser altes Borussia-Gesicht zeigen." Von einer Krise wollte beim BVB trotz der dritten Heimniederlage niemand etwas wissen. "Wir haben keine Krise, aber zu wenige Punkte haben wir definitiv", bilanzierte der Torhüter.

Bei Hertha war man hingegen begeistert, dass der eigene Plan aufgegangen ist. "Wir haben dem BVB nicht viel Platz gegeben und das Mittelfeld gut zugestellt. Sie sollten hier kein ticki micki tacki spielen", sagte Per Skjelbred. Auch Tolga Cigerci zeigte sich äußerst zufrieden mit dem eigenen Spiel: "Das war ein überragender Abschluss der Hinrunde. Wir haben bis zum Ende gekämpft und gut verteidigt."

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