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Die europäischen Top-Klubs sind bereits in Lauerstellung für die kommenden Transferperioden. Wir schauen, welche großen Deals im nächsten Jahr möglich sind.

ANALYSE
Von Peter Staunton

Die Goal Transfer List 2013 hat die kostspieligsten Deals beleuchtet und Details zu den zehn größten Transfers enthüllt. Insgesamt mehr als eine Milliarde Euro wurde für Akteure wie Gareth Bale, Mario Götze und Neymar bezahlt, Europas reichste Klubs haben tief in die Tasche gegriffen. Und vieles deutet darauf hin, dass im nächsten Jahr noch mehr ausgegeben wird.

Gut möglich, dass angesichts der WM in Brasilien die Preise noch einmal in die Höhe getrieben werden - und erneut schwindelerregende Beträge den Besitzer wechseln. Wir werfen einen Blick auf die Spieler, die 2014 transferiert werden könnten.

Julian Draxler

Unter keinen Umständen wird Julian Draxler im Winter den FC Schalke 04 verlassen, mit dem er im Achtelfinale der Champions League auf Real Madrid trifft. Ein Wechsel im Sommer scheint für den 20-Jährigen aber alles andere als ausgeschlossen.

Seine Bewunderung für den FC Arsenal hat er bereits deutlich gemacht. Der FC Liverpool und Chelsea sollen interessiert sein. Aufgrund einer Ausstiegsklausel wäre der Youngster für 45,5 Millionen Euro zu haben.

Eine starke WM würde das Interesse an Draxler natürlich noch einmal wesentlich verstärken...

Jackson Martinez


Der FC Chelsea sucht nach Verstärkung für den Angriff, da sich die drei Stürmer der Blues in der Premier League bislang nicht wirklich treffsicher zeigten. Die Gerüchte um eine Verpflichtung von Jackson Martinez wurden daher zuletzt immer lauter.

Im letzten Sommer versuchten die Londoner bereits, dessen Landsmann Radamel Falcao zu verpflichten, der entschied sich jedoch für Monaco. In Martinez' Vertrag mit dem FC Porto ist eine Ausstiegsklausel festgesetzt, für 40 Millionen Euro wäre er zu haben.

Der Angreifer soll aber auch bei Borussia Dortmund auf dem Radar stehen. 2012 wechselte er für 8,8 Millionen Euro von Jaguares in Mexiko nach Europa.

Marco Reus

Der Fluch einer Ausstiegsklausel könnte Borussia Dortmund einmal mehr zum Verhängnis werden. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigte, dass Marco Reus eine solche in seinem Vertrag stehen hat. Dem Vernehmen nach soll der Offensiv-Akteur für 35 Millionen Euro zu haben sein.

Für die Dortmunder ist es bislang eine durchwachsene Saison, selbst der Champions-League-Platz ist nicht mehr in Stein gemeißelt, nachdem man in der Bundesliga zuletzt einige Punkte liegen ließ. Reus, der schon in seiner Jugend BVB-Anhänger war, hat bereits ein Angebot von Manchester City, wird kurz vor Beginn der Winter-Transferperiode aber mit einem Wechsel zum Stadtrivalen Manchester United in Verbindung gebracht.

Die Dortmund-Fans haben sich fast schon daran gewöhnt, im Sommer einen hochkarätigen Spieler zu verlieren, und da Robert Lewandowski den Verein ohne Ablösesumme verlassen wird, könnte Reus derjenige sein, der Geld in die Kassen spült.

William Carvalho


William Carvalho schaffte in dieser Saison den Durchbruch und wurde von der portugiesischen  U21-Nationamannschaft in die A-Auswahl seines Landes berufen wurde.

Der zentrale Mittelfeldspieler war vor dieser Saison an Fatima und Cercle Brügge ausgeliehen, hat nun aber bei Sporting Lissabon auf sich aufmerksam gemacht und das Interesse von Top-Klubs geweckt.

Sporting hat für in den neuen Vertrag des 21-Jährigen eine Ablösesumme von 45 Millionen Euro festschreiben lassen. Der Kontrakt wurde im Sommer unterzeichnet und läuft bis 2018. Für die interessierten Vereine, zu denen auch Manchester United zählen soll, wäre er also nicht günstig.

Wayne Rooney


Die Vertragsgespräche zwischen Wayne Rooney und Manchester United sind auf Eis gelegt, der englische Stürmer verweigert derzeit jegliche Verhandlungen. Rooneys Kontrakt läuft in 18 Monaten aus und er hält alle Trümpfe in seiner Hand.

Falls United den Vertrag auslaufen lässt, riskiert man, ihn zu verlieren, ohne eine Ablösesumme zu erhalten.

Es ist bekannt, dass der 28-Jährige bei Chelsea hoch im Kurs steht, im Sommer hatten die Blues sich bereits eine Abfuhr eingefangen. Falls Jose Mourinho Rooney doch noch nach London lotsen will, sollte er im Sommer zuschlagen.

Hulk

Für unglaubliche 40 Millionen Euro hatte Zenit Sankt-Petersburg sich 2012 die Dienste von Hulk gesichert. Derzeit deutet Vieles darauf hin, dass der Brasilianer im nächsten Sommer in eine größere Liga wechselt.

Der 27-Jährige wird bei der WM im Team von Luiz Felipe Scolari aller Wahrscheinlichkeit nach in der Startelf stehen - mit einem guten Turnier könnte er Werbung in eigener Sache machen.

Sowohl Chelsea als auch Tottenham Hotspur werden mit dem schussstarken ehemaligen Porto-Stürmer in Verbindung gebracht.

Zenit wird jedoch auf eine ordentliche Ablösesumme bestehen, Hulks Vertrag läuft bis 2017.

David Luiz


David Luiz hat unter Jose Mourinho nur unregelmäßig gespielt und Auftritte wie der bei Chelseas Niederlage in der Premier League gegen Newcastle scheinen "The Special One" und dessen Vorbehalte gegen den Innenverteidiger Recht zu geben.

Im Sommer hat Chelsea für den 26-Jährigen, der 2011 für 25 Millionen Euro nach London kam, zwei Angebote aus Barcelona abgelehnt.

Bis zu 40 Millionen Euro wollten die Katalanen für Luiz zahlen - sehr gut möglich, dass man im Januar einen neuerlichen Versuch startet, den Brasilianer zu verpflichten.

Angel Di Maria


Eigentlich sollte Angel Di Maria Platz bei Real Madrid für Gareth Bale machen, aber es kam ein wenig anders - der Argentinier zeigte für die Königlichen in dieser Saison bislang starke Auftritte. Aber er steht nach wie vor bei mehreren Interessenten auf dem Zettel.

Der 25-Jährige, den Real für 25 Millionen Euro von Benfica losgeeist hatte, hat in Madrid einen Kontrakt bis 2017. Auch er kann bei der WM zusätzlich auf sich aufmerksam machen. Manchester und Monaco sollen die Fühler nach ihm ausgestreckt haben, als Ablösesumme werden 35 Millionen Euro gehandelt.

Diego Costa


Diego Costa ist zu einem der begehrtesten Spieler in Europa avanciert, nachdem er Atletico Madrid mit seinen Toren zum ärgsten Verfolger des FC Barcelona geschossen hat. Da verwundert es kaum, dass es zwischen Spanien und seinem Heimatland Brasilien zu einem Kampf darum kam, für welche Nation er bei der WM aufläuft.

Liverpool wollte ihn im vergangenen Sommer für etwa 25 Millionen Euro kaufen, erhielt aber eine Absage. Stattdessen verlängerte Diego Costa seinen Vertrag mit Atletico bis 2018 - entsprechend teuer wäre er im Sommer. Der Angreifer soll bei Chelsea und Arsenal auf dem Zettel stehen.

Luis Suarez


Der in dieser Saison bei weitem beste Spieler der Premier League wäre wohl eine Verstärkung für jedes Team der Welt - da schreckt auch die mangelnde Disziplin von Luis Suarez kaum ab. Real Madrid und Arsenal werden mit ihm in Verbindung gebracht.

Angesichts der aktuellen Form des 26-Jährigen ist nicht ausgeschlossen, dass im Falle eines Wechsels eine erneute Rekordsumme gezahlt wird. Suarez hat beim FC Liverpool einen bis 2016 laufenden Vertrag, falls sich die Reds aber nicht für die Champions League qualifizieren sollten, ist ein Abgang durchaus wahrscheinlich.

Die Arsenal-Verantwortlichen hatten im Sommer bereits 48 Millionen Euro geboten und glaubten, damit die festgeschriebene Ablösesumme aufgebracht zu haben - doch Liverpool verhinderte den Deal.

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