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Luis Suarez oder auch Wayne Rooney standen im Kalenderjahr 2013 vor einem großen Wechsel, der letztlich aber scheiterte. Goal blickt auf große Transfers, die nicht zustande kamen.

KOMMENTAR
Von Mark Doyle

Während Real Madrid am 1. September für zahlreiche Schlagzeilen sorgte, als sich die "Königlichen" für die Rekordablösesumme von 100 Millionen Euro die Dienste von Tottenhams Gareth Bale sicherten, wurden die vorherigen Monate von den Meldungen dominiert, die sich zumeist um die gescheiterten Transfers drehten.

Goal hat  eine Top11 der gescheiterten Transfers zusammengestellt. Diese Profis standen kurz vor einem Abschied von ihrem Klub, blieben letztlich dann aber doch noch in ihrer "Heimat".

Beginnen werden wir ganz vorne bei den Angreifern. Dort gibt es mit Luis Suarez, Robert Lewandowksi und Wayne Rooney gleich drei große Namen, die ihren "Traum" von einem Wechsel nicht wahr machen konnten.

Das Suarez-Drama

Suarez tat alles, um einen Abschied vom FC Liverpool anzuvisieren. Denn sowohl der Stürmer als auch der FC Arsenal waren sich über einen Wechsel einig - vor allem mit einem 40.000.000 Pfund-Angebot (umgerechnet rund 47,6 Millionen Euro) waren sich beide Seiten sicher, dass man die Ausstiegsklausel des Uruguayers auflösen würde.

Arsenal-Coach Arsene Wenger war auf der Suche nach einem Topstürmer und aktivierte eine Ausstiegsklausel in Höhe von 40 Millionen Pfund. Ein Angebot über genau einen Pfund mehr sollte den 26-Jährigen nach London lotsen. Dass Liverpool die Offerte trotzdem ablehnte, sorgte für große Verwirrung. Die Medien berichteten danach, dass die Ausstiegsklausel, auf die sich Suarez und die Gunners beriefen, zu diesem Zeitpunkt bereits nicht existiert habe.

Die Klausel sei in Suarez' ursprünglichem Vertrag zwar enthalten gewesen, den er bei seinem Wechsel von Ajax Amsterdam in die Premier League im Januar 2011 unterschrieben hatte, doch bei einer Restrukturierung im Sommer 2012 sei dieser Passus aber gestrichen worden.

Lewandowski und Rooney kurz vor Wechsel

Die Geschichten von Lewandowski und Rooney ähneln sich. Nachdem Borussia Dortmund bereits Mario Götze an den FC Bayern München verloren hatte, hatte der BVB kein Interesse daran auch noch seinen Top-Stürmer an den deutschen Rekordmeister ziehen zu lassen. Dortmund ließ den Polen, der nun im kommenden Sommer ablösefrei in Richtung München wechselt, nicht gehen.

Auch bei Wayne Rooney deutete sich der Wechsel zum FC Chelsea an. Chelseas Trainer Jose Mourinho hatte im Transferpoker um Rooney vom Ligakonkurrenten Manchester United eine klare Ansage erhalten. Ein anderes Transferziel als den Stürmer hatten die Blues in diesem Sommer nicht.

Doch der Poker wurde noch heißer, als Mourinho nach dem 0:0 in der Premier League bei Manchester United erklärte, dass sich der von ihm umworbene Stürmer in den nächsten 48 Stunden entscheiden müsse, ob er zu Chelsea wechseln oder beim englischen Rekordmeister bleiben will. Rooney ließ dieses Ultimatum verstreichen und der Transfer kam nicht zustande.

United auch im Mittelfeld am Ball

Im Mittelfeld befinden sich mit Cesc Fabregas und Ander Herrera zwei Namen, die bei Manchester United ebenfalls hochgehandelt wurden und genau dort schließt sich auch der Kreis zu Wayne Rooney. Die eingenommene Ablöse aus einem möglichen Rooney-Verkauf wollte United in einen Mittelfeldspieler investieren, doch die erhofften Unterschriften von Fabregas und Herrera gab es nicht.

Herrera hätte es auf jeden Fall werden können, denn er hatte eine Ausstiegsklausel bei Athletic Bilbao. Englischen Journalisten zufolge scheiterte der Transfer des Basken, weil Betrüger, die sich als United-Offizielle ausgaben, bei Atletico vorstellig wurden. Andere Stimmen behaupteten jedoch, dass die Offiziellen aus Manchester lediglich nicht erkannt worden waren. Der Deal scheiterte letztlich unter äußerst kuriosen Umständen.

Ligakonkurrent FC Chelsea war unterdessen deutlich erfolgreicher bei der Suche nach Verstärkung für das Mittelfeld. Daher stand Juan Mata plötzlich vor einem Abschied bei den Blues. Der 25-Jährige sollte zu Paris Saint-Germain wechseln. Der Deal kam aber nicht zu einem Abschluss und so könnte es vielleicht in einer der nächsten Transferperioden geschehen, dass Spanier doch noch die Londoner verlässt.

Wenn man auf die Defensive blickt, landet man erneut bei Manchester United. Fabio Coentrao sollte von Real Madrid verpflichtet werden, nachdem sich die "Königlichen" die Dienste von Bale sichern konnten. ManUnited war im Werben um den Portugiesen aber nicht alleine, denn auch die Tottenham Hotspurs bekundeten ihr Interesse. Bei Mauricio Isla stand ein Wechsel von Juventus Turin zu Inter Mailand kurz bevor, ehe Antonio Conte den Transfer noch verhinderte - aus Angst davor, dass er keinen guten Ersatz für Stephan Lichtsteiner hätte.

Barca suchte auf der Innenverteidiger-Position

Nachdem der FC Barcelona den Wechsel von Neymar perfekt machte, merkten die Katalanen, dass man sich auch in der Defensive verstärken müsste. Zahlreiche Innenverteidiger wurden ins Blickfeld genommen. Jose Mourinho ließ David Luiz vom FC Chelsea nicht ziehen und auch PSG-Verteidiger Thiago Silva konnte nicht verpflichtet werden.

Anders gestaltete sich die Situation bei Victor Valdes. Barcas Schlussmann erklärte im Sommer, dass er seinen 2014 auslaufenden Kontrakt nicht verlängern und den Klub daher verlassen wird. Der Lockruf aus Monaco war groß, doch am Ende blieb Valdes, davon war eigentlich schon auszugehen, in Barcelona. Im Sommer 2014 wird es dann aber wohl den Wechsel nach Frankreich geben.

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