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FC Schalke 04: Profis ringen nach Erklärungsversuchen

Geknickt schlichen Profis von Schalke 04 aus der Veltins-Arena, während die Gäste der TSG Hoffenheim feierten. Horst Heldt sah sogar das schlechteste Spiel seiner Ära.

NACHBERICHT
Aus Gelsenkirchen berichtet Stefan Döring

Sichtlich enttäuscht verließen die Profis des FC Schalke 04 nach dem Aus im DFB-Pokal gegen die TSG 1899 Hoffenheimdie Arena durch die Mixed Zone. Gerade hatten die Knappen mit einer miserablen Leistung die einfachste Möglichkeit verspielt, um in der nächsten Saison auf der internationalen Bühne vertreten zu sein. Die richtigen Worte, um das 1:3 zu erklären, fanden die wenigsten. Währenddessen breitete sich draußen symbolträchtig dicker Nebel aus.

Manager Horst Heldt stand den Pressevertretern zwar Rede und Antwort, doch sein Blick wanderte ins Leere. "Wir können uns bei den Fans nur entschuldigen. Hätten wir auf dem Platz so agiert wie sie, wären wir heute nicht ausgeschieden. Mir fehlen die Worte", sagte er konsterniert und ging noch weiter: "So ein Spiel habe ich auf Schalke noch nie erlebt. Ich bin maßlos enttäuscht."

Seiner Enttäuschung machte auch Jens Keller, der ohnehin seit Wochen in der Kritik steht, Luft: "Wir haben eine erste Halbzeit geliefert, die völlig indiskutabel war. Dafür müssen wir uns bei den Fans entschuldigen." Besonders der dreifache Tiefschlag innerhalb von 14 Minuten stimmte ihn nachdenklich: "Der Auftritt war zu plan- und kopflos. Zur Pause hätte ich zehn Spieler auswechseln können."

"Scheiße gespielt!"

Auch Julian Draxler konnte die gebrachte Leistung in keinster Weise erklären. "Wenn man so scheiße spielt, kann man nicht weiterkommen. Wir haben aufs Maul bekommen. Es nervt einfach", schimpfte der Jungstar.

Jermaine Jones, der gegen den VfB Stuttgart am Sonntag noch eine überzeugende Leistung bot und sonst meist die richtigen Worte findet, wusste nicht genau, was er sagen sollte ob der Leistung seiner Mannschaft. "Wir haben nicht gut gearbeitet und unsere Fehler wurden eiskalt bestraft. Das Aus ist bitter für uns, aber vor allem für den Verein", erklärte der US-Nationalspieler.

Dem Torhüter konnte man diesmal keinen Vorwurf machen: Ralf Fährmann war bei allen Treffern machtlos, obwohl er beim ersten nicht gut aussah. "Als Kollektiv war das nichts. Jeder muss sich an seine eigene Nase packen. Die Leistung wird dem Verein nicht gerecht. Wir müssen das gekenterte Boot auf Kurs bringen", so der Keeper. Ob er am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach wieder zwischen den Pfosten stehen wird, vermochte er allerdings nicht zu sagen.

TSG feiert mit Radler

Konträr die Gefühlslage bei den siegreichen Hoffenheimern: Kai Herdling, der mit seiner Flanke, die direkt im Tor landete, den Dosenöffner besorgte, war glücklich und zufrieden. "Es ist einfach geil. Wir haben hoch verteidigt und hatten kurze Wege zum gegnerischen Tor", sagte der Mittelfeldspieler. Auch Jens Grahl, der in den Kasten rückte, freute sich über das Erreichen des Viertelfinals: "Wir haben uns den Arsch aufgerissen und nach dem 3:0 super verteidigt. Wir standen richtig gut."

Als Belohnung gab es auf der Rückfahrt ins Kraichgau für die Spieler Radler, wie Trainer Markus Gisdol auf der Pressekonferenz ankündigte. Sven Schipplock freute das besonders, machte er doch eine bärenstarke Partie. "Das ist super. Ich mag Radler ganz gerne. Aber die Mischung werden wir vermutlich selbst machen. Bei mir gibt es aber mehr Limo. Das andere Zeug macht den Körper kaputt", sprach der Stürmer, guckte in die Runde der Journalisten und schmunzelte.

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