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Beim biederen 0:0 gegen Augsburg ragte aufseiten der Berliner ein Spieler heraus: Hajime Hosogai. Zunächst als Mittelfeldspieler, danach als Innenverteidiger.

Aus Berlin berichten Martin Ernst und Jan Schultz

Das 0:0 zwischen Hertha BSC und dem FC Augsburg war wahrlich kein spielerischer Leckerbissen. Taktik-Liebhaber hingegen dürften an der Partie ihre Freude gehabt haben – ganz besonders mit Blick auf das Auftreten von Hajime Hosogai.

Der Japaner begann bei den Berlinern wie gewohnt auf der Sechs, wo der Neuzugang seit Saisonbeginn gesetzt ist. Warum sich einstige Platzhirsche wie Peter Niemeyer oder Peer Kluge hinter ihm einreihen müssen, bewies dieser einmal mehr. Denn nach gut 20 Minuten musste Sebastian Langkamp verletzt runter. Dessen Posten in der Innenverteidigung übernahm Hosogai – und legte einen starken Auftritt hin.

Weil der 27-Jährige auch schon in der Anfangsphase, also als er im Mittelfeld unterwegs war, überzeugte, honorierten die Fans seine Leistung und wählten ihn zum Spieler des Spiels. Mit dieser Meinung standen die Anhänger der Alten Dame nach der Partie nicht alleine da. "Hajime hat überragend gespielt", adelte Trainer Jos Luhukay den Man of the Match.

"Haben nichts anbrennen lassen"

Diesen Tenor vertrat auch Manager Michael Preetz ein: "Er hat's Klasse gemacht!" Besonders lobenswert am Auftritt Hosogais ist, dass er zuvor nie über eine derart lange Zeit auf der Innenverteidiger-Position gespielt hatte. Als linker sowie rechter Abwehr- oder Mittelfeldspieler und auf allen zentralen Positionen im Mittelfeld bewies er bereits seine Qualitäten. Polyvalent, lehrte Lucien Favre einst in Berlin, nennt man solche Spieler. Dass es der Japaner auch im Abwehrzentrum kann, überrascht folglich nur wenig.

Nebenmann und Kapitän Fabian Lustenberger fand im Anschluss an das Remis ebenfalls ausschließlich positive Worte, bezog dabei aber auch die gut mit nach hinten arbeitenden Vorderleute mit ein: "Wir haben nichts anbrennen lassen. Die Torschüsse kann man an einer Hand abzählen."

Nachholbedarf in der Offensive

Probleme bereitet dem Aufsteiger, der nach 14 Spielen einen respektablen siebten Platz belegt, derzeit nur die Offensive. Gegen Augsburg gelang schon im dritten Heimspiel in Folge kein eigener Treffer. "Wir wollen unseren Fans etwas bieten. Aber es geht leider nicht immer Hurra-Fußball", resümierte Niemeyer nach der Partie.

Der 30-Jährige richtete den Blick auf das nächste Spiel vor eigenem Publikum: "Dann sollten wir zusehen, dass wir wieder Tore schießen." Kleine Randnotiz: Der nächste Gast im Olympiastadion heißt Werder Bremen und kassierte jüngst bei der TSG Hoffenheim vier Gegentreffer...

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