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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Sind sie aufgeblüht oder nur zum Bankdrücker geworden? Haben sie sich prächtig entwickelt oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen heute ergeht.

Demba Ba
In der Bundesliga: Von 2007 bis 2011

Vereine in Deutschland: TSG 1899 Hoffenheim

Einsätze:
67

Tore:
25

Erfolge:
Bundesliga-Aufstieg 2008
Meinung aus England

Ba ging zu Chelsea, da die "Blues" Druck auf Fernando Torres aufbauen wollten. Doch dies schaffte er nicht, bekam aber im Gegensatz zu Torres kaum mediale Kritik zu hören. Jose Mourinho wollte ihn im Sommer bereits verleihen, für Arsenal war Ba zu teuer und einen anderen Abnehmer fand er nicht. Bisher kam er kaum zum Zuge und wird Chelsea wohl im Januar oder im Sommer verlassen. Bis dahin bleibt ihm eine Nebenrolle im Capital One Cup und der Champions League. - Sam Lee, Goal England

Demba Ba war es auch zu verdanken, dass die TSG 1899 Hoffenheim im Sommer 2008 für Wirbel sorgte. 30 Spiele und zwölf Tore, sowie fünf Vorlagen trugen einen Teil zum Aufstieg bei. Wirbel gab es wegen des Vorwurfs, dass der "Retortenklub" keine echte Tradition und sich die Bundesliga erkauft habe. Doch schnell etablierten sich die Kraichgauer und wurden ebenfalls mit einigen Toren des Stürmers Herbstmeister. Immer begehrter wurde so auch Ba selbst.

Seine Treffer weckten Begehrlichkeiten von ausländischen Klubs. In der Winterpause 2010/11 verdichteten sich die Gerüchte um einen vorzeitigen Wechsel des senegalesischen Nationalspielers. Schließlich weigerte er sich im Januar 2011, mit in das Trainingslager der TSG zu reisen und pochte auf einen Transfer zu West Ham United. Kurz darauf fiel der Stürmer wiederum bei Stoke City durch den Medizincheck und ging schließlich doch nach London.

Hier angekommen stieg er sofort in die zweite englische Liga ab. Auch wenn er sieben Tore in zwölf Partien erzielte, war der Absturz West Hams nicht aufzuhalten. Anschließend ging Ba zu Newcastle United. Für den im Mittelfeld stehenden Klub überzeugte Demba Ba als einer der wenigen Spieler überhaupt. So wurden die anderen Londoner aus dem Stadtteil Chelsea auf den ehemaligen Hoffenheimer aufmerksam. Seit Januar diesen Jahres schnürt er seine Schuhe schließlich für das Team von Jose Mourinho.

Jan Simak
In der Bundesliga: Von 2002 bis 2004 und von 2008 bis 2011

Vereine in Deutschland: Bayer 04 Leverkusen, Hannover 96, FSV Mainz 05, Carl Zeiss Jena, VfB Stuttgart

Einsätze:
59

Tore:
8

Erfolge:
Keine
Stand heute

In Jena gibt es seit dem Sommer 2012 keinen Profifußball mehr, auch der Tscheche ging, wie so viele andere Kicker auch, nicht den Weg in die Regionalliga mit. Simak unterschrieb in seiner Heimat beim FK Mas Taborsko. Hier absolvierte der inzwischen 35-Jährige in dieser Saison bereits 14 Zweitligapartien, machte drei Tore und legte vier Treffer auf. Im Moment sind er und sein Klub in Richtung erste tschechische Liga unterwegs.

Genie und Wahnsinn sind oftmals nah beieinander. So auch bei Jan Simak, der mit starken Dribblings und heftigen Schüssen zu beeindrucken wusste. Doch mit dem Erfolg kamen auch immer wieder Eskapaden des Tschechen hinzu. Als er in Hannover eine starke Saison zeigte und in die Bundesliga aufstieg, stand Simak auch immer wieder wegen Prügeleien oder Alkoholproblemen im Mittelpunkt der medialen Berichterstattung.

Sein Dasein als erfolgreicher Spieler wurde untermauert, als Bayer Leverkusen anklopfte und ihn als Ersatz für den zum FC Bayern München abgewanderten Michael Ballack verpflichtete. Gegen die Konkurrenz konnte sich der einmalige Nationalspieler jedoch nicht durchsetzen. Schnell kehrte der Mittelfeldspieler wieder nach Hannover zurück, musste sich aber wegen Depressionen behandeln lassen.

Seine Zeit in der Bundesliga fand so erst einmal ein jähes Ende. In seiner Heimat fasste Simak bei Sparta Prag wieder Fuß. Aber auch die deutschen Profiligen schielten schnell wieder auf den Offensivmann. Schließlich "traute" sich der damalige Zweitligist FC Carl Zeiss Jena. Der Tscheche spielte in der Zweitligasaison 2007/2008 gut und schaffte wieder den herbeigesehnten Sprung in das deutsche Oberhaus. Beim VfB Stuttgart wurde Simak aber nicht glücklich, ebenso wenig bei Mainz 05. Ein weiteres Mal kehrte er zu einem ehemaligen Klub zurück und unterschrieb in Thüringen. Nun spielt er wieder in seiner Heimat.

Hamit Altintop
In der Bundesliga: Von 2000 bis 2011

Vereine in Deutschland: 1. FC Bayern München, FC Schalke 04, SG Wattenscheid 09 (Regionalliga)

Einsätze:
176

Tore:
15

Erfolge:
Ligapokal 205 und 2007, Supercup 2010, Double 2008 und 2010, Champions-League-Finale 2010, DFB-Pokalfinale 2005, Vize-Meister 2007
Meinung aus der Türkei

Hamit hatte zu Beginn der Saison eine Verletzung, sodass er sich nicht viel in Szene setzen konnte. Er verletzte sich in drei Spielen gleich zweimal und erholt sich noch immer davon. In der vergangenen Saison war er der Pechvogel bei Gala. Ganze acht Mal traf er nur Aluminium, darunter auch bei seiner Rückkehr nach Gelsenkirchen. Doch auf Schalke hatte er auch Glück und traf gegen seinen alten Klub. Auch wenn man etwas mehr von ihm erwartet hatte, spielte er eine ordentliche Saison. - Yasin Madyb Ilgun, Goal Türkei

Hamit und sein Zwillingsbruder Halil wurden mehr oder minder unweit des Stadions von Schalke 04 geboren. Die ersten Schritte in den oberen deutschen Ligen tat Hamit allerdings bei der SG Wattenscheid 09 in der Regionalliga. In drei Spielzeiten wusste der Mittelfeldmann zu überzeugen und rückte in den Fokus des Vereins seiner Heimatstadt.

Hamit Altintop unterschrieb im Sommer 2003 einen Vertrag bei den Königsblauen und kickte während seiner vier Jahre dort auch zusammen mit seinem Bruder, als dieser im Sommer 2006 aus Kaiserslautern kam. In Gelsenkirchen beeindruckte der inzwischen zum Nationalspieler gewordene Altintop und sollte ab 2007 Hasan Salihamidzic beim großen FC Bayern München ersetzen. Trotz der starken Konkurrenz im Mittelfeld des deutschen Rekordmeisters kam der Türke auf 63 Spiele und holte 2008 und 2010 das Double.

"Bei Herrn van Gaal war es so, dass er mich teilweise ignoriert hat", sagte Altintop bei seinem Abschied im Sommer 2011, "obwohl ich Gas gegeben und ordentlich gespielt habe". Doch auch der Holländer musste im Jahr 2011 seine Koffer packen, sodass der Türke den Verein verließ, obwohl sein ungeliebter Trainer nicht mehr in Amt und Würden war. Sein nächstes Ziel hieß Real Madrid. Jose Mourinho schnappte sich den türkischen Nationalspieler, doch dieser war vom Pech verfolgt. Bei den Königlichen kam er auf nur fünf Partien in der Hinrunde 2011/2012, so wurde ihm ein Winterwechsel zu Galatasaray nicht ausgeschlagen.

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