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Lasse Sobiech zahlt Lehrgeld gegen clevere Gladbacher: "Ich kann mich nur entschuldigen"

Trotz überragender Werte avancierte Lasse Sobiech zur tragischen Figur. Zwei Aussetzer entschieden das Spiel gegen Gladbach - die Kollegen spendeten ihm Trost.

Hamburg. Die Analyse der 0:2-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach hätte für Lasse Sobiech durchaus positiv ausfallen können. Auf dem Feld war er nicht nur der zweikampfstärkste Akteur; auch über 92 Prozent seiner Pässe fanden den Mitspieler. Zwei Unkonzentriertheiten brachten den 22-Jährigen jedoch um seine gute Leistung und den Hamburger SV um wichtige Punkte vor ausverkauftem Stadion.

Ausgerechnet der gebürtige Hamburger und ehemalige Jugendnationalmannschaftskollege Max Kruse profitierte in beiden Fällen von Sobiechs Aussetzern. Nichtsdestotrotz wirkten die Hausherren in ihren Offensivbemühungen aktiver, scheiterten allerdings am Aluminium oder Marc-Andre ter Stegen.

Pechvogel Sobiech, der sich im Anschluss an das Spiel in der Kabine entschuldigte, macht unterdessen niemand einen Vorwurf. "Die individuellen Fehler können jedem passieren. Lasse braucht erstmal einen Abend für sich. Der wird seine Normalform wieder finden, wir unterstützen ihn", sagte Tolgay Arslan nach der Begegnung.

Historische Serie gerissen

Auch vom Kapitän gab es keinen Vorwurf. "Wir haben gut gespielt, müssen positiv bleiben. Wir machen alle Fehler, das gehört zum Fußball. Er ist ein super Junge", fand Rafael van der Vaart lobende Worte. Auf den Rängen war die Enttäuschung derweil groß. Doch nicht ob der Leistung der Mannschaft – die war im Vergleich zur Vorwoche sogar besser – sondern über den verlorenen Rekord von 36 ungeschlagenen Spielen in Folge.

Der FC Bayern zog mit dem 2:1-Erfolg über 1899 Hoffenheim mit dem HSV gleich, der von Januar 1982 bis Januar 1983 mit Spielern wie Felix Magath oder Manfred Kaltz ungeschlagen blieb und damit die bisherige Bestmarke aufstellte.

Die Protagonisten von damals nehmen es jedenfalls gelassen: "Jede Serie nimmt irgendwann ein Ende. Die Bayern dominieren eben sehr", sagte Kaltz. Auch für Coach Bert van Marwijk ging mit der ersten Niederlage seit seinem Amtsantritt eine kleine Serie zu Ende. Nächste Woche in Leverkusen können es die Nordlichter wieder besser machen.

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