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Wie schon gegen Hertha taten sich die Bayern auch in Hoffenheim lange schwer. Die taktische Rafinesse einiger Teams veranlasst Guardiola zum Nachdenken.

Aus Sinsheim berichtet Martin Ernst

Sinsheim
. Karl-Heinz-Rummenigge wollte sich in der Hoffenheimer Mixed-Zone kurz fassen: "Eine schwere Geburt, vor allem die erste Halbzeit", kommentierte er das 2:1 gegen die TSG, mit welchem der FC Bayern München den 30 Jahre alten Rekord des HSV eingestellt und die Tabellenführung verteidigt hatte. Auf den dramaturgischen Spannungsbogen hätte der Vorstandsvorsitzende aber gerne verzichtet: "Ich brauche das nicht und die Mannschaft eigentlich auch nicht."

Wie gegen Aufsteiger Hertha BSC mühte sich der Triplesieger gegen einen disziplinierten sowie laufstarken Gegner lange Zeit, geriet sogar in Rückstand "Wir kommen schwer ins Spiel und nicht zwingend genug zum Tor", analysierte auch Mario Götze, der diesmal in der Startelf stand, die Anfangsphase.

Bayern dominierte die Begegnung, doch statt Philipp Lahm (16.), Mario Mandzukic (18.) oder Franck Ribery trafen die Hausherren nach einer Ecke: Manuel Neuer griff daneben, Innenverteidiger Niklas Süle bedankte sich mit seinem ersten Bundesliga-Tor.

Guardiola korrigiert von der Seitenlinie

"Unbeschreiblich", so der 18-Jährige. Als Erinnerung an dieses Spiel ergatterte das TSG-Eigengewächs noch das Trikot von "Vorbild" Jerome Boateng, er musste jedoch eingestehen: "Wir haben das sehr gut gemacht. Aber auch mit 15 Mann kannst du die Bayern nur schwer zustellen." Dass es bei den Münchnern im zweiten Durchgang runder lief, dürfte daran gelegen haben, dass Pep Guardiola auf die Probleme der Mannschaft reagierte.



Nach Wiederanpfiff schickte er Toni Kroos zum Warmlaufen, der für Mario Mandzukic (64.) kam - Thomas Müller rückte in die Spitze, was Bayern mehr Flexibilität im letzten Spieldrittel brachte.

Hoffenheim hatte zwar nach Kontern die klareren Chancen durch Kevin Volland (55. und 67.), doch der Rekordmeister fand in der 75. Minute die Lücke: Über Götze, Martinez und Ribery gelangte der Ball in einer schweißtreibenden Stafette im Strafraum zu Müller, der zur Führung abstauben konnte.

Pep: "Muss unser Konzept korrigeren"

"Wir haben eine neue Variante versucht, um ihnen weh zu tun", so Martinez, dessen Rückkehr in die Startelf zu den positiven Nachrichten des Tages zählte. Der Spanier spielte durch und war "froh, wieder da zu sein." Den Wettkampf um die Startplätze im Mittelfeld der Bayern scheut er nicht: "Das ist gut so, so ruht sich keiner aus. Ich versuche, besser zu werden und spiele da, wo der Trainer mich aufstellt", erklärte Martinez gegenüber Goal.

Auch wenn Guardiola sich über einen Defensiv-Spezialisten mehr freuen durfte, musste er eingestehen: "Es war nicht unser bester Tag, wir wussten aber, dass es kompliziert werden wird. Hoffenheim hat das gut gemacht. Wir hatten auch etwas Glück heute."

Der zweite Arbeitssieg infolge und die taktische Rafinesse einiger Bundesliga-Gegner scheinen dem Trainer Anlass zum Nachdenken gegeben zu haben: "Nicht alles lief heute optimal, daher muss ich unser Konzept korrigieren. Vielleicht brauche ich mehr Zeit."

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