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Hertha BSC feiert den vierten Heimsieg im fünften Spiel, auch dank einer taktischen Umstellung Luhukays. Für die Gäste vom Niederrhein gab es die vierte Pleite in der Fremde.

Berlin. Hertha BSC feiert mit dem 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach den vierten Heimsieg im fünften Spiel und klettert auf Tabellenplatz vier. Gladbach-Trainer Lucien Favre musste sich nach der vierten Auwärtsniederlage derweil Fragen zur "Auswärtsschwäche" anhören.

Hertha BSC hat nun bereits soviele Heimsiege wie in der gesamten Abstiegssaison 2011/12, als es vor den eigenen Fans meist nur Magerkost gab. Die Heimschwäche war einer der Hauptgründe für den Gang in Liga zwei, weil selbst die direkten Konkurrenten aus Freiburg oder Lautern die Punkte aus dem Olympiastadion mitnahmen. Die „Alte Dame“ kann die Fans aber wieder erstklassig begeistern: Frankfurt, Hamburg, Mainz und Gladbach besiegt.

Selbst bei der einzigen Niederlage gegen effektive Stuttgarter präsentierten sich die Hauptstädter als das taktisch reifere und bessere Team. Dass sich die Bundesliga-Heimstärke gegen Gladbach fortsetzte, lag auch an Trainer Jos Luhukays taktischer Umstellung: „Zuletzt haben wir viele Offensivqualitäten gezeigt. Gegen Gladbach kam es auf die Abwehrarbeit an. Wir wollten in einem kompakten defensiven Block stehen“, sagte der Niederländer.

Luhukays Umstellung zahlt sich aus

So setzte Luhukay auf Routinier Lewan Kobiashvili als Nebenmann von Hajime Hosogai und zog Per Skjelbred zurück. Auch der Personenschutz für Offensivspieler Raffael, den der Georgier gemeinsam mit Innenverteidiger Sebastian Langkamp übernahm, ist dem Ergebnis nach aufgegangen: „Der Plan war, Raffael Mann gegen Mann zu decken. Dass man Spieler wie ihn und Kruse aber nicht über 90 Minuten ausschalten kann, ist klar“, so Langkamp.



Das zweite Zu-Null-Spiel der Saison lässt Berlin für eine Woche auf Platz vier der Tabelle stehen. „Die können sich die Fans ins Büro mitnehmen und allen zeigen“, flachste Linksverteidiger van den Bergh, der eines seiner besten Spiele im Hertha-Dress gemacht hatte. Mit Blick auf das Auswärtsspiel in München kommende Woche sagte Torwart Thomas Kraft: „Wir sollten durchaus selbstbewusst hinfahren, aber wissen natürlich, dass das die Top-Mannschaft der Liga ist. Also vorsichtig.“

"Wenn man soviel darüber spricht..."

Gladbach-Trainer Lucien Favre bekam derweil Fragen zur Ausswärtsschwäche gestellt. Im eigenen Stadion sind die Fohlen bislang eine Macht, feierten vor zwei Wochen gegen Borussia Dortmund ihrerseits den vierten Heimsieg. In Berlin hingegen setzte es die vierte Pleite auf fremden Platz. "Es hat auswärts wieder nicht hingehauen, das ist bitter. Aber es geht weiter", sagte Patrick Herrmann.

Einen Negativ-Trend wollte der Mittelfeldspieler nicht unbedingt ausmachen: "Natürlich hat die Presse dann was zu schreiben, aber wir müssen auch was dafür tun, dass das nicht mehr so ist." Sein Trainer sah das ähnlich, aber auch eine Gefahr: „Wenn man soviel darüber spricht, wird es ein Problem“, so der Schweizer zu den Medien.

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