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Andreas Ivanschitz im Trikot von Mainz, inzwischen kickt er in der Primera Division

Was macht eigentlich... Andreas Ivanschitz?

Andreas Ivanschitz im Trikot von Mainz, inzwischen kickt er in der Primera Division

Bongarts

Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Sind sie aufgeblüht oder nur zum Bankdrücker geworden? Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen heute ergeht.

David Rozehnal
In der Bundesliga: Von 2009 bis 2011

Vereine in Deutschland: Hamburger SV

Einsätze:
23

Tore:
1

Erfolge:
Keine Titel
Meinung aus Frankreich

Seit seinem Wechsel vor drei Jahren konnte er sich nie so recht als Stammkraft etablieren. Unter dem neuen Coach Rene Girard ist er der Abwehrjoker Nummer 1. Seinen größten Moment erlebte er mit einem Traumtor bei dem 5:0-Sieg über Arles-Avignon im April 2011. - Jean-Charles Danree, Goal Frankreich

Um die Jahrtausendwende blühte die Jugend in Tschechien. Die U21 stieg 2000 bis in das Finale der Europameisterschaft vor, zwei Jahre später siegten sie. Damals mit dabei: David Rozehnal. Der junge Tscheche wechselte ein Jahr nach dem Titel von seinem Jugendklub SK Sigma Olmütz in die belgische Liga nach Brügge.

In der Ersten Division wurde er schnell Stammkraft, holte sich in seinem ersten Jahr die Meisterschaft, dann den Pokal. Die Augen aus den Topligen richteten sich immer mehr auf den damals 25-Jährigen und er entschied sich für den Gang in die Stadt der Liebe zu PSG. Nach zwei Jahren und einem weiteren Pokalerfolg fand er über die Station Newcastle United den weg an die Elbe. Im Sommer 2009 unterschrieb der Abwehrspezialist einen bis 30. Juni 2012 laufenden Kontrakt.

War er bei seinen vorhergegangenen Vereinen stets Stammspieler, kam er unter Armin Veh nicht zum Zug. Er versuchte sich erst leihweise ab der Saison 2010/2011 beim OSC Lille, doch nach dem Double-Erfolg entschied er sich in der Nord-Pas-de-Calais zu bleiben und besitzt noch einen Vertrag bis Juni 2014.

Andreas Ivanschitz
In der Bundesliga: Von 2009 bis 2013

Vereine in Deutschland: Mainz 05

Einsätze:
104

Tore:
22

Erfolge:
Keine Titel
Meinung aus Spanien

In den ersten Spielen der Saison saß er nur auf der Bank oder kam als Joker zum Einsatz. Sein 2:1-Siegtreffer gegen Rayo Vallecano bedeutete auch die Startelf in den darauffolgenden Spielen für Ivanschitz. Gegen Valladolid verschoss er einen Strafstoß und fand sich anschließend als Zuschauer wieder. - Ander Bilbao, Goal Spanien

Vom Traditionsklub Rapid Wien zum "Brauseklub" Red Bull Salzburg. Ein gewagter Wechsel von Andreas Ivanschitz im Jahr 2006, den ihm auch die Fans der Wiener sehr übel nahmen. Der Mittelfeldspieler war einer der jüngsten Kicker, der je für die Kampfmannschaft auflief, sein Glück suchte er nun bei Giovanni Trapattoni und Lothar Matthäus. Er fand es nicht.

Nach enttäuschenden Monaten in Salzburg, wechselte er nach Griechenland zum nächsten Traditionsklub: Panathinaikos Athen. Spielte er erst leihweise in der Hauptstadt, unterschrieb er im Jahr des 100-jährigen Bestehens des Klubs 2008 fest in der Super League.

Ein Jahr später wechselte er erneut den Verein, auf Leihbasis kam er in die Bundesliga zum 1. FSV Mainz 05. Sein Start hätte mit zwei Torvorlagen in seinen ersten beiden Spielen nicht besser sein können. In der dritten Begegnung erzielte der Eisenstädter sein erstes Tor. Sechs Tore und sechs Vorlagen bedeuteten Platz eins in der Scorerliste.

In den folgenden Spiele hingegen war er nicht mehr von Glück gesegnet. Nach einer grippalen Erkrankung brauchte er Zeit, wieder voll fit zu werden. Das Pech gipfelte am 3. April 2010, als er beim Spiel in Nürnberg nach 188 Sekunden den zu diesem Zeitpunkt schnellsten Platzverweis der Bundesliga-Geschichte bekam. In seiner zweiten Saison litt er unter der starken Rotation von Thomas Tuchel, um in seinen letzten beiden Jahren wieder mehr in den Fokus zu rücken.

Im Laufe des Frühjahrs 2013 gab der Bundesligist bekannt, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Der Österreicher ging in die Primera Division zu UD Levante.

Michael Beauchamp
In der Bundesliga: Von 2006 bis 2008

Vereine in Deutschland: 1. FC Nürnberg

Einsätze:
30

Tore:
1

Erfolge:
Pokalsieger 2007
Meinung aus Australien

Michael Beauchamp beeindruckte als Kapitän der Western Sydney Wanderers. Er führte sie in ihrer ersten A-League-Saison 2012/2013 überhaupt auf Platz eins der Tabelle. Im Grand Final mussten sie sich jedoch geschlagen geben. Ein Märchenende gab es in dieser Geschichte also nicht. - Ian Strachan, Goal Australien


Michael Beauchamp kam nicht alleine den weiten weg von der australischen Ostküste ins Frankenland. Im Sommer 2006 verpflichtete der 1. FC Nürnberg gleich zwei 'Aussies'. Neben Beauchamp kam auch dessen Teamkollege Dean Heffernan. Während Letztgenannter in der Bundesliga nicht zum Zug kam, avancierte der Abwehrmann zum Stammspieler beim Club.

Beauchamp kam als inoffizieller "Fußballer Australiens" in die Bundesliga. Das Magazin FourFourTwo wählte ihn im Sommer vor seinem Wechsel, nachdem er die Central Coast Mariners bis in das Grand Final geführt hatte, jedoch dort dem Lokalrivalen Sydney FC unterlag. In Nürnberg etablierte er sich in der Rückrunde 2006/2007 als Stamminnenverteidiger und holte sich unter Hans Meyer den DFB-Pokal.

In seiner zweiten Saison konnte er seinen latz in der Startelf nicht halten. Erst je näher Weihnachten kam, desto öfter spielte der Australier von Beginn an. Im Februar 2008 übernahm Thomas van Heesen das Ruder, konnte den Abstieg aber nicht verhindern. Der Australier wurde bereits seit Amtsantritt van Heesens nicht mehr berücksichtigt und verließ den Club im Sommer des gleichen Jahres in Richtung Dänemark. Nach einem Jahr bei Aalborg blieb er zwölf Monate beim al Jazira Club und wechselte anschließend zurück in seine Heimat.

Aktuell steht er in seiner Geburtsstadt Sydney bei den Western Sydney Wanderers unter Vertrag.

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