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Am Rande eines Sponsorentermins sinnierte der Weltmeister von 1974 über den FC Bayern München und die Ziele, die die Bundesliga noch erreichen muss, um ganz oben zu stehen.

Von Fabian Biastoch

Leipzig. Paul Breitner ist Europa- und Weltmeister, hat mit Real Madrid und dem FC Bayern München unzählige Titel gewonnen, nun ist er Botschafter des deutschen Rekordmeisters. Seine Mission am Freitag: Eine Trainingseinheit von Lokomotive Leipzig mitgestalten. Neben dem Spiel mit dem Ball sinnierte er über die Bundesliga und seinen FCB.

Das Bruno-Plache-Stadion im Leipziger Stadtteil Probstheida hat unzählige Europapokalmomente erlebt. Große Namen wie der AC Mailand oder der FC Barcelona gastierten hier. Diese Zeiten sind aber ebenso lange vorbei, wie Paul Breitners Fußballschuhe Bundesliga-Rasen berührte haben. Dennoch gab sich der ehemalige Weltstar die Ehre. "Es erinnert mich ein wenig an meine Zeit in Braunschweig", spielte Breitner auf das renovierungsbedürftige Stadion an, "ich habe aber auch keine Säbener Straße erwartet."

Schnell lenkte er das Gespräch zu seinem Lieblingsklub: "Bayern ist noch nicht an Manchester United vorbei. Der Triple-Sieg ist eine Momentaufnahme, auf der man aufbauen kann. Es genügt nicht zusagen, 'wir sind jetzt die Größten' und sich dann zurückzulehnen", mahnte der fünfmalige deutsche Meister: "Wir wollen hart daran arbeiten, den Triple-Gewinn auszunutzen."

Liga und Verband müssen im Marketing aktiver werden

"Wir wollen mit den Klubs aufschließen, die noch vor uns stehen", erklärte Breitner. Dies seien Manchester United, der FC Liverpool, Real Madrid und auch "ansatzweise der FC Barcelona". Bayern wolle noch populärer werden und expandieren: "Indien ist das Fußballland der Zukunft", analysierte Deutschlands Fußballer des Jahres 1981. Hier seien viele junge Menschen die spielen wollen, dies aber durch "fehlende Vereine" nicht könnten.

Zugleich müssten aber auch die Deutsche Fußball-Liga und der Deutsche Fußball-Bund aktiv werden. "Die DFL müsste das Geschäft einmal unterbrechen und während des gesamten Fußballjahres Klub-Reisen zum Beispiel nach Asien gestatten. Und eben nicht nur in der Vorbereitungsphase", schlug Breitner vor: "DFL und DFB müssen nun die großen Märkte erschließen."

Bei den Bayern sei der "Aha-Effekt riesengroß". In Zukunft müssten alle "noch aktiver" in Sachen des Vereins und Liga-Marketings werden. Hier sei unter anderem die Premier League der Bundesliga voraus.

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