thumbnail Hallo,

Nuri Sahin: "Verdienter kann ein Sieg nicht sein"

Der Mittelfeldspieler war erleichtert über den Sieg nach 120 Minuten gegen kämpfende Löwen. Die Zahlen der Partie sprechen für sich.

NACHBERICHT
Für Goal in der Allianz Arena: Fabio Porta

Das war ein hartes Stück Arbeit für Borussia Dortmund. In der 2. Runde des DFB-Pokals bei 1860 München musste der Champions-League-Finalist gegen zwölf Mann bestehen und konnte sich erst nach 120 Minuten durchsetzen. 39:2 Torschüsse, über 1000 Pässe, doch insgesamt war das über weite Strecken zu wenig, um den Zweitligisten in der regulären Spielzeit auszuschalten.

Es war das etwas andere Erlebnis: Vor ausverkauftem Haus, im tristen Liga-Alltag eine Rarität, lieferten die Löwen eine Abwehrschlacht. Die Fans feuerten ihre Mannschaft in einer Lautstärke an, die man nur selten in der Allianz Arena erlebt. Diese Leidenschaft konnten die Spieler aufsaugen und dem BVB alles abverlangen – auch wenn die Latte und die teilweise zu langsam vorgetragenen Angriffe ihren Teil dazu beitrugen.

Bereits vor dem Spiel war klar, dass 1860 sicher nicht angreifen und den Gästen Platz zum Kontern bieten würde: "Sie haben sich hinten rein gestellt und wir haben versucht, die Lücke zu finden. Es ist schwer, wenn der Gegner fast mit elf Mann am Sechzehner steht", resümierte Nuri Sahin nach dem Spiel.

Den Gegner dominiert

Der Einzug in die nächste Runde ging dennoch mehr als in Ordnung: "Verdienter kann ein Sieg nicht sein", so der Mittelfeldspieler. "Wir haben von der ersten Minute an dominiert und ein gutes Spiel gegen einen schweren Gegner gemacht. Das Einzige, was gefehlt hat, war das frühe Tor."



Während Jürgen Klopp mit der einen oder anderen Entscheidung des Schiedsrichters nicht zufrieden war und dies mit einem ironischen Lächeln quittierte, musste seine Elf in Ruhe ihr Spiel aufziehen. Sahin fügte an: "Wir waren geduldig, bis auf ein paar Szenen, wo wir zu schnell den Pass suchen. Am Ende wurden wir dafür belohnt. Es wäre traurig gewesen, wenn wir das Spiel verloren hätten."

Lewy lüftet das offene Geheimnis

Neben dem auffälligen Jonas Hofmann, der das Spiel des BVB nach seiner Einwechslung belebte, fiel noch ein anderer Akteur auf: Robert Lewandowski vergab eine Riesenchance und durfte dann nicht zum Elfmeter antreten.

Die Gerüchteküche bekam am Dienstag neues Futter, das machte sich nun auch auf dem Platz bemerkbar. Seinen Vertrag beim FC Bayern will der Angreifer im Januar unterschreiben, verkündete er nach der Partie in der Mixed Zone. Damit bereitete er den ewigen Spekulationen eine Ende.

Aktuell ist der Pole nämlich weit von seiner Bestform entfernt. Ob er jene, nachdem das Geheimnis endlich gelüftet wurde, wieder findet? Wenn nicht, muss sich Dortmund die Frage gefallen lassen, warum man den vorzeitigen Wechsel mit aller Vehemenz verhindert hat.

EURE MEINUNG: Wie bewertet Ihr die Leistung des BVB gegen 1860?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal auf
oder werde Fan von Goal auf !

Dazugehörig