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Philipp Lahm scherzt: Basti widersprechen? "Das traue ich mich nicht"

Nur drei Tage nach den selbstkritischen Worten der Spieler scheint die Bayern-Welt wieder in Ordnung zu sein – zumindest bis zum nächsten Spiel.

BERICHT
Aus der Allianz Arena berichtet Fabio Porta

Noch am Samstag war man nach dem 2:0-Stottersieg gegen Hannover 96 alles andere als zufrieden. Drei Tage später nahm man sich beim FC Bayern München etwas vor – und setzte es beim überzeugenden 3:0-Sieg gegen ZSKA Moskau in die Tat um. Philipp Lahm überzeugte auf der Sechs und blieb auf Anweisung von Bastian Schweinsteiger auch auf der Position, nachdem der Stratege eingewechselt wurde.

Die Stimmung in der Allianz Arena ließ mal wieder zu wünschen übrig, doch auf dem Platz zeigte der Triple-Gewinner gleich, wer der Herr im Hause ist. Es wirkte eher wie ein unspektakulärer, unaufgeregter Abend, der den erwarteten Verlauf nahm.

"Wir wollten drei Punkte einfahren und einen guten Start haben, das ist uns auch gelungen. Jetzt geht es nach Manchester, das ist eine schwierige Aufgabe und es ist umso wichtiger, dass wir schon gut gestartet sind", so ein zufriedener Philipp Lahm, der auf der Sechs spielte.

"Wir können das am Besten einschätzen"

Vergessen hat man die Partie gegen Hannover allerdings nicht, vor allem nach den Worten von Matthias Sammer, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Für Lahm ist klar: "Wir Spieler können am besten unsere Leistung einschätzen, das konnte man auch an den Interviews am Samstag sehen, dass wir nicht zufrieden waren. Wir haben zwar 2:0 gewonnen, müssen aber besser Fußball spielen. Wir wollten besser agieren, das ist uns gelungen."



Ein weiteres Thema an diesem Abend war Mario Mandzukic. Weiterhin ist unklar, ob Pep Guardiola auf ihn verzichten wird, wenn alle Spieler fit sind, um sein Experiment der Falschen Neun auszuführen. Gegen ZSKA bekam der Kroate jedenfalls das Vertrauen ausgesprochen.

Nach zwei Großchancen war auch er erfolgreich und holte sich bei seiner Auswechslung viel Lob und eine Umarmung von Guardiola ab: "Die Spieler geben immer ihr Bestes. Wenn ich Mandzukic anschaue, dann wissen wir auch, wie enorm wichtig er für die Mannschaft ist. Es kann trotzdem sein, dass man mal pausieren muss. Das wird nicht nur ihn treffen, sondern viele andere auch, weil wir einfach einen breiten Kader haben."

Trotz Schweini auf der Sechs

Lahm scheint jedenfalls die große Konstante im Team zu sein. Er besetzte erneut die defensive Zentrale im Mittelfeld. Der Außenverteidiger war überall zu finden und verhinderte einige Eingriffe durch sein gutes Stellungsspiel. Ob er nun öfter auf dieser Position auflaufen wird?

"Das werden wir sehen. Wir haben viele Verletzte, die länger ausfallen und auf dieser Position spielen können. Basti war auch wieder verletzt und hat jetzt ein bisschen gebraucht." Selbst nach der Einwechslung von Schweinsteiger blieb der Kapitän auf der Sechs.

Und warum? "Das hat Basti zu mir gesagt, also setze ich das um." Auf die Frage, ob er sich nicht gegen diese Vorgabe wehren wolle, entgegnete er, "das traue ich mich nicht" und ging schmunzelnd davon.

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