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Nach den sechs Toren gegen Hoffenheim spielt sich der VfB in Berlin mit Minimalkunst zu drei Zählern. Nicht nur Antonio Rüdiger freute sich über "ein dreckiges 1:0."

Aus Berlin berichten Martin Ernst und Kornel Pracki

Zwei Spiele, sechs Punkte: Als neuer Trainer des VfB Stuttgart kann Thomas Schneider von einem durchaus gelungenen Start reden. Im Unterschied zum 6:2-Feuerwerk gegen die TSG Hoffenheim am 4. Spieltag zeigten die Schwaben am Freitagabend in Berlin aber eher biederes Handwerk: Hertha BSC dominierte die Statsistiken und die Partie, dem VfB genügten der starke Sven Ullreich und einige wenige Chancen.

"Momentan geht es hauptsächlich um Ergebnisse. Wir sind nicht davon ausgegangen, jede Woche sechs Tore zu schießen", gab sich der neue Kapitän und Torschütze Christian Gentner angesichts des vor drei Wochen vollzogenen Trainerwechsel pragmatisch - und zufrieden.

"Diese Effektivität hat gefehlt"

Mit dem Kopfballtor in der 49. Minute lässt Stuttgart den traditionell schwachen Saisonstart hinter sich und klettert aus dem Tabellenkeller, vorerst auf Rang sechs. "Das hat uns in den letzten Spielen gefehlt, diese Effektivität", freute sichder eingewechselte Martin Harnik über die verbesserte Ausbeute.
 
Neben Keeper Ullreich zeichnete sich Innenverteidiger Antonio Rüdiger für das Ergebnis mitverantwortlich. Seine stärkste Szene hatte der gebürtige Berliner als er den durchgebrochenen Änis Ben-Hatira in der zweiten Halbzeit auf dem Weg zum Tor ausbremste. Nach dem DFB-Pokal-Finale sein zweiter Einsatz in seiner Heimatstadt, diesmal erfolgreich.

Schneider will in Zukunft spielerisch zulegen

"Schön, dass es diesmal mit dem Sieg hier geklappt hat. Manchmal muss man auch ein dreckiges 1:0 mitnehmen. Wichtig ist, dass wir die Null gehalten haben“, so Rüdiger auf Nachfrage von Goal. Kampf und Effektivität statt Gala: Nicht nur Thomas Schneider war mit dem "brutalen Fight" hochzufrieden.

Als langfristiges Konzept wird das dem Fußballlehrer kaum genügen. Einen Vorsatz äußerte der VfB-Trainer am Freitagabend schließlich noch: "Wir müssen natürlich schauen, dass wir Spiele fußballerisch in Zukunft besser lösen."

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