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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Sind sie aufgeblüht oder nur zum Bankdrücker geworden? Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen heute ergeht.

Nigel de Jong
In der Bundesliga: Von 2006 bis 2009

Vereine in Deutschland: Hamburger SV

Einsätze:
66

Tore:
2

Erfolge:
UI-Cup 2007
Stand heute

Seit Saisonbeginn absolvierte de Jong drei Pflichtspiele für den AC Milan. Darunter auch die beiden Qualifikationsspiele für die Champions League. Sein letztes Länderspiel datiert vom 14.11.2012. Damals spielte er unter Louis van Gaal gegen Deutschland.

Nigel de Jong war dem Hamburger SV zwar nur 1,5 Millionen Euro Ablöse wert, was jedoch noch sehr viel ist, wenn man genauer hinschaut. Im Januar 2006 kam er von Ajax Amsterdam an die Elbe , hätte nur sechs Monate später ablösefrei wechseln können. So sind 1,5 Millionen eben doch sehr viel.

Kaum in Hamburg gelandet, gab er gleich sein Debüt. Eine Verletzung verhinderte später seine Teilnahme an der WM 2006 in Deutschland. Wenig später, im August, schoss er den HSV gegen Osasuna sogar in die Champions League. Nach drei Jahren im hohen Norden wechselte er für den Vereinseinnahme-Rekord von 19 Millionen Euro zu Manchester City. Über die Ablöse im Winter '06 sprach da niemand mehr.

In der rauen Premier League wurde er 2010 für seine harte Spielweise bekannt. Nicht nur sein Kung-Fu-Tritt gegen Xabi Alonso im WM-Finale unterstrich dies. Auch sein Einsteigen gegen Hatem Ben Afra belegt dies. Dem Franzosen brach er durch ein böses Foul das Bein doppelt.

Nach Pokal-Triumph 2011 und Meisterschaft 2012 heuerte der Niederländer in die Serie A an, wurde jedoch durch einen Achillessehnenriss zurückgeworfen. Die monatelange Pause überwunden, möchte er bei Milan endlich durchstarten.

Karim Ziani
In der Bundesliga: Von 2009 bis 2011

Vereine in Deutschland: VfL Wolfsburg

Einsätze:
15

Tore:
0

Erfolge:
Keine Titel
Meinung aus Frankreich/Katar

Mit seinem Wechsel nach Katar hat er Geld dem Erfolg vorgezogen. Mehrere Klubs waren an ihm interessiert, doch er beerdigte sein Talent unter dem Wüstensand. Sein Werdegang liest sich nun wie eine Katastrophe, obwohl er sehr talentiert war. - Naim Beneddra, Goal Frankreich und Farouk Essam, Goal Saudi-Arabien

In der zweiten französischen Liga avancierte Ziani zu einem gefeierten Talent. Zunächst in Troyes spielend, wurde er in Lorient zum "Besten Spieler der Ligue 2". Die Aufmerksamkeit großer Vereine war eine logische Schlussfolgerung, doch der Mittelfeldspieler wechselte zum FC Sochaux. Mit dem Pokalsieg 2007 krönte er seine bisherige Karriere. Danach durfte er für den Topklub Olympique Marseille sogar in der Königsklasse auflaufen und verpasste nur kanpp den Meistertitel.

Auch die Augen vieler Bundesliga-Manager schielten auf den algerischen Nationalspieler. Nachdem der VfL Wolfburg überraschend die Meisterschaft holte, entscheid er sich 2009 für einen Wechsel in die Autostadt. Kam er in der Hinrunde noch regelmäßig zum Einsatz und lieferte zwei Torvorlagen, ging die Einsatzzeit in der Rückrunde gen Null. Nur einen Wechsel vermerkten die Statistiker. Auch im zweiten Jahr deutete sich keine Besserung an, sodass er in die Türkei verliehen wurde.

Anschließend wechselte er zum katarischen Erstligisten Al-Jaish, später zu Al-Arabi. Bei Ersterem wurde er zum Kapitän, aber in der Nationalmannschaft spielt er seit 2011 keine Rolle mehr. Der Form vergangener Tage hinkt er hinterher. Ein Zeichen der fehlenden Konkurrenz im Wüstenstaat.

Mauro Camoranesi
In der Bundesliga: 2010

Vereine in Deutschland: VfB Stuttgart

Einsätze:
7

Tore:
0

Erfolge:
Keine
Meinung aus Argentinien

Der Italiener wurde als einer der besten Spieler von Racing Club angesehen, bis, ja bis er anfing zu spielen. Auch unter seinem zweiten Coach sitzt er auf der Bank. Wobei er im Moment verletzt ist. Die abgelaufene Saison verlief für RC schlecht, in keinem Wettbewerb kamen sie weit. Unter anderen verloren sie gegen einen Drittligisten - Camoranesi flog dabei vom Platz. - Martin Seldes, Goal Argentinien

Die Überraschung war nicht schlecht, als im August 2010 ein Weltmeister im Schwabenland unterschrieb. Der Flair früherer Tage hielt wieder Einzug. In den 1990er Jahren schnürten Spieler wie Dunga oder Thomas Berthold die Schuhe für den VfB Stuttgart.

Wie auch Berthold spielte Camoranesi bei Hellas Verona. Die Italiener waren seine erste Station in Europa, nachdem er zuvor in seinem Geburtsland Argentinien und Mexiko unter Vertrag stand. Zwei Jahre nach dem Wechsel in die Serie A, folgte der Karrieresprung zu Juventus Turin, wo er ab 2002 acht Saisonen auflief.

Mit der Alten Dame holte er mehrere Meistertitel und stand 2003 im Finale der Champions League. Zudem trug er ab 2004 das Trikot der italienischen Auswahl und wurde 2006 als Stammspieler in Deutschland auch Weltmeister. Möglich war dies dank italienischer Vorfahren. 2010 kam er also nach Stuttgart.

Seine Zeit in der Bundesliga war jedoch nicht so strahlend, wie die Verantwortlichen sich erhofft hatten. Nach der Beurlaubung von Christian Gross wurde er unter dem jetzigen Schalke-Trainer Jens Keller wenig bis gar nicht eingesetzt. Auch unter Bruno Labbadia schmorte er auf der Bank.

Nach nur einem halben Jahr wechselte er wieder zu seinen Wurzeln nach Argentinien, wo er im Moment bei Racing Club, einem Verein aus der Region Buenos Aires, unter Vertrag steht. Bei Lanus avanvierte er zu einem Schlüsselspieler, sogar große Namen wie River Plate waren interessiert. Doch er fiel auch immer wieder durch Undiszipliniertheiten auf, mehrere Platzverweise sprechen eine deutliche Sprache.

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