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Der Druck einer enormen Ablösesumme: Henrikh Mkhitaryan erlöst sich und Borussia Dortmund

Fast 30 Millionen Euro musste Dortmund für Mkhitaryan an Shakhtar überweisen. Am vierten Spieltag in Frankfurt erzielte der Armenier endlich die so wichtigen ersten Tore.

Frankfurt. In einer ansehnlichen Partie mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe setzte sich Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt mit 2:1 (1:1) durch. Matchwinner war Doppeltorschütze und Neuzugang Henrikh Mkhitaryan. Neven Subotic erklärte im Anschluss, wie groß der Druck einer hohen Ablösesumme für einen jungen Spieler wohl sein kann. Jürgen Klopp stellte indes fest: Der BVB hätte auch mehr für den Armenier bezahlt.

Unglaubliche Summen: Das Milliardengeschäft Fußball

Fußball ist ein Millardengeschäft. Der Transfersommer neigt sich dem Ende zu und gerade in diesen letzten Tagen fließen wieder etliche Millionen. Gareth Bale wird für Real Madrid auflaufen im Wissen, dass er einer der teuersten Spieler aller Zeiten ist – sein Wochengehalt muss hier nicht mal erwähnt werden. Cristiano Ronaldo hat es vorgemacht, aber vielleicht ist der Portugiese der Kimi Räikkönen des Fußball, ein richtiger "Iceman", dem nur wenig nahe geht.


"Ich kann mir nicht vorstellen, für so eine Ablösesumme zu spielen."
- Neven Subotic, Borussia Dortmund

Ricardo Kaka und Fernando Torres ist das Gegenteil widerfahren. Sie wechselten für rund 60 Millionen Euro den Klub und starteten nicht etwa durch, wie es ein Ronaldo vermochte; mit ihren Karrieren ging es nach diesen Millionentransfers steil bergab. In den vergangenen paar Jahren erzielten sie so viele Scorerpunkte, wie Klaas-Jan Huntelaar oder Grafite zu ihren besten Zeiten in einer einzigen Saison.

Bei Mkhitaryan ist der Groschen gefallen

Auch Dortmund hat in diesem Jahr mal etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Mkhitaryan kostet den Champions-League-Finalisten knapp 30 Millionen Euro. Ein solcher Transfer muss einschlagen, ansonsten werden den vielen Beteiligten unangenehme Fragen gestellt – insbesondere bei einem Verein wie Dortmund, der das Geld nicht so locker sitzen hat wie Real, Paris oder Manchester City.

"Ich kann mir nicht vorstellen für so eine Ablösesumme zu spielen. Das ist natürlich sehr viel Druck, der einen belastet", erklärte Neven Subotic nach dem, für Verein und Spieler erlösenden, Doppelpack des 24-jährigen Armeniers. Zuvor hatte Mkhitaryan durchschnittliche Leistungen abgeliefert: Gegen Werder erhielt er von Goal drei von fünf Sternen, gegen Braunschweig waren es nur zwei. In Frankfurt fiel der Groschen dann endlich!

Klopp hätte auch mehr bezahlt

Die Tore kamen zum genau richtigen Zeitpunkt. Mkhitaryan kann sie mit in die Länderspielpause nehmen und anschließend befreit aufspielen. Und selbstverständlich hat er auch das volle Vertrauen von Trainer Klopp als Rückenwind. Der machte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel deutlich: "Wir hätten auch mehr bezahlt, so sehr wollten wir ihn."

Nun ist auch er endlich mitverantwortlich für den starken Saisonstart der Borussia, die jetzt an der Tabellenspitze der Bundesliga steht. "Wir haben einen sehr guten Start hingelegt. Vier Spiele, zwölf Punkte, das haben wir uns vorgenommen", zog Schmelzer im Anschluss an die Partie sein erstes Fazit zum Saisonbeginn.

Mitte des Monats geht es für die Borussia mit dem Heimspiel gegen den Hamburger SV weiter, bevor in der Champions League das Gastspiel beim SSC Neapel ansteht.

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