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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Sind sie aufgeblüht oder nur zum Bankdrücker geworden? Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen heute ergeht.

Papiss Demba Cisse
In der Bundesliga: Von 2010 bis 2012

Vereine in Deutschland: SC Freiburg

Einsätze:
65

Tore:
37

Erfolge:
Keine Titel, aber: zweitbester Torschütze der Saison 2010/11 hinter Mario Gomez
Meinung aus England

Einer starken ersten Saison in England folgte eine schwache, an deren Ende fast der Abgang aus Newcastle stand. Nach einigen Problemen mit dem Trikotsponsor (er wollte aus religiösen Gründen die Werbung eines Kreditunternehmens nicht tragen) hofft Cisse nun wieder auf eine starke Spielzeit. Sonst könnte er die Magpies im kommenden Jahr verlassen. - Sam Lee, Goal UK

Im Freiburger Trikot schoss er den Sportclub in ungeahnte Höhen. Sein Abgang hingegen war nicht ganz so geplant, wie viele Fans später bekundeten. Über die unteren Ligen Frankreichs kam er im Januar 2010 schließlich in die Bundesliga, nachdem er in der Ligue Un beim FC Metz für den einen oder anderen Hingucker sorgte.

Die Breisgauer warteten monatelang auf die Dienste des Senegalesen. Immer wieder verhandelten sie mit Metz, doch die Frage der Ablöse konnte nicht geklärt werden. Schließlich kaufte Dirk Dufner den Stürmer für die damalige Vereinsrekordsumme von 1,5 Millionen Euro. Schnell fand er sich auch in Deutschland zurecht und sorgte mit sechs Treffern in der Rückrunde auch für Aufsehen in der Bundesliga.

In der Folgesaison schoss vor allem er die Breisgauer in der Bundesliga nach oben. Doch nach einer starken Saison konnte die Mannschaft nicht mehr an jene anknüpfen. Nach der Demission von Marcus Sorg wechselte auch Cisse den Verein.

Nach 37 Toren in nur 65 Spielen (bester Torschütze der Breisgauer) wechselte er nach England zu Newcastle United. Als torgefährlichster afrikanischer Spieler ging er nach zwei Jahren Bundesliga für 13,5 Millionen Euro in die Premier League. Gleich in seinen ersten sechs Monaten beeindruckte der Senegalese mit drei Doppelpacks in drei aufeinanderfolgenden Spielen. Doch nach seinem Höhenflug landete er hart auf dem Boden. Nur acht Tore gelangen ihm in der abgelaufenen Spielzeit und lange musste Newcastle um den Klassenerhalt bangen.

Shinji Kagawa
In der Bundesliga: Von 2010 bis 2012

Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund

Einsätze:
49

Tore:
21

Erfolge:
Deutscher Meister 2011, 2012; DFB-Pokalsieger 2012; Asienmeister 2011 als BVB-Spieler
Meinung aus England

Nach einer schweren Saison kann er sich hinter Robin van Persie die '10' sichern, sollte Wayne Rooney gehen oder dessen Wechsel-Theater noch lange andauern. Hier wäre er am besten aufgehoben. Wenn nicht, wäre die linke Seite wohl wieder seine. - Sam Lee, Goal UK

Der quirlige Japaner spielte im Winter 20009/10 bei Borussia Dortmund vor, aber auch bei den Revier-Rivalen Schalke 04. Im Frühjahr 2010 entschied sich Shinji Kagawa aber gegen Königsblau und für einen Dreijahresvertrag bei den Schwarz-Gelben. Der Mittelfeldmann war ein wahres Schnäppchen für die Elf von Jürgen Klopp. Für läppische 350.000 Euro Ausbildungsentschädigung wechselte Kagawa von Cerezo Osaka nach Dortmund. Zwei Jahre später nahm der damalige deutsche Meister 15 Millionen Euro für ihn ein.

Einen traumhaften Einstand dürfen nicht viele Spieler feiern, doch Kagawa war ein solch Glücklicher. In der Europa League traf er in seiner ersten Partie gleich doppelt. Zugegeben, der Gegner war "nur" der aserbaidschanische Klub FK Qarabag Agdam. Man erinnere sich, Eintracht-Stürmer Alexander Meier zeigte in der vergangenen Woche, dass er dies auch kann.

Aber auch in der Bundesliga wusste Kagawa schnell zu überzeugen. Er entwickelte sich innerhalb weniger Wochen zur Stütze der Dortmunder Meistermannschaft. Nach dem Titel 2011 setzte er noch einen drauf und ärgerte die Bayern ein weiteres Mal mit dem Double 2012. In der vergangenen Saison hätte er noch in Schwarz-Gelb spielen sollen, doch er schlug eine Verlängerung seines Kontraktes aus und wechselte für eine Millionen-Ablöse zu Sir Alex Ferguson. So konnten die Dortmunder ihre 350.000 Euro gekonnt reinvestieren.

Hier tat er sich in seiner ersten Saison ungemein schwer. Er fand sich oftmals auf der linken Seite wieder, war damit jedoch nicht zufrieden, auch wenn er englischer Meister wurde. Eine Verletzungspause warf ihn ebenfalls zurück. Noch unter "Fergie" hoffte er auf eine Besserung. Nun hat David Moyes das Sagen und ließ ihn gegen Swansea wieder nur auf der Bank. Dieser Schritt dürfte jedoch mit dem Länderspiel in Japan wenige Tage zuvor begründet gewesen sein.

Steven Pienaar
In der Bundesliga: Von 2006 bis 2007

Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund

Einsätze:
25

Tore:
0

Erfolge:
Fehlanzeige
Meinung aus England

Es bleibt abzuwarten, wie er sich unter dem neuen Coach Roberto Martinez entwickelt. Aber zum Saisonbeginn stand er in beiden Spielen auf dem Platz. Aber ich denke, wenn Everton viel Geld für Baines und/oder Marouane Fellaini bekommt, könnte auch Pienaars Stammplatz in Gefahr sein. - Sam Lee Goal UK

In Steven Pienaar wollte Borussia Dortmund den neuen Tomas Rosicky in den Reihen haben. Der Tscheche wechselte im Sommer 2006 nach fünf Jahren im Revier zu den Gunners nach London. Mit dem Südafrikaner war man sich in Dortmund einem tollen Schnäppchen sicher.

Aber wie so oft im Leben kam es anders als erwartet. In der Bundesliga konnte sich der Südafrikaner, der mit Ajax Amsterdam mehrmals Meister und Pokalsieger nicht durchsetzen. In seinen 25 Spielen gelang ihm kein Treffer, so war die "Flucht" in eine andere Liga schnell klar.

Seit 2007 spielt der Mittelfeldmann auf der Insel. Seit 2007 fast ausschließlich für den FC Everton, unterbrochen wurde seine Zeit dort nur von einem missglückten Wechsel zu den Tottenham Hotspur. Nur wenige Monate hielt er es bei den Spurs aus und suchte den Weg zurück in die Arme von David Moyes. Hier fühlt er sich seitdem wieder wohl und war einer der stärksten Spieler unter dem jetzigen ManUnited-Coach Moyes.

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