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Manuel Neuer: "Man hat gesehen, dass noch nicht alles passt"

Das erste Spiel der neuen Saison ist vorbei und füttert uns mit neuen Erkenntnissen. Die Bayern gewinnen mit ihrer eingespielten Truppe – dennoch sieht Zufriedenheit anders aus.

NACHBERICHT
Aus der Allianz Arena berichtet Fabio Porta

Endlich wieder Bundesliga! Feierlich wurde die neue Saison in der Allianz Arena eröffnet, auf dem Platz ging es auch gleich zur Sache. Vier Tore, zwei Handelfmeter, wütende Gladbacher und ein Trainer, der an der Seitenlinie ein Theaterstück vorführt. Der FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach boten ein munteres Spiel, was Pep Guardiola dazu veranlasste, keine Sekunde still zu stehen.

Immer wieder stand der Spanier am Rande der Coaching Zone und probierte, seine Spieler zu erreichen, meistens durch wilde Gesten. Ständig sollte es nach vorne gehen, Arjen Robben die Positionen wechseln, Alaba sich mehr bewegen. Nichts war Pep recht, und anscheinend wurde er nur selten verstanden. Manuel Neuer nahm es zunächst gelassen, schließlich stimmte immerhin das Ergebnis: "Wir haben zu viele Torchancen zugelassen aber insgesamt war es kontrolliert und ein verdientes Ergebnis", ließ er in der Mixed Zone verlauten. "Die Spielertypen haben sich nicht verändert. Man hat heute schon ein bisschen gemerkt, dass es das erste Bundesliga-Spiel ist und noch nicht alles passt", fügte er an.



Auch Thomas Müller gelobt Besserung: "Dass wir zuviele Tormöglichkeiten zugelassen haben, wissen wir alle, aber daran werden wir in den nächsten Wochen noch arbeiten. Jerome Boateng stand für einige überraschend in der Startelf und bekam erst "spät" die frohe Botschaft. Der Verteidiger kam ebenfalls selbstkritisch aus der Kabine: "Wir wollten eigentlich verhindern, dass sie kontern können, dass haben wir nicht so gut gemacht.“ Dabei lag es nach der Meinung des Abwehrspielers nicht an der offensiven Ausrichtung der Bayern: "Wir waren nicht zu offensiv, sondern haben falsch gestanden.“

Für den verschossenen Elfmeter von Thomas Müller gab es eine einfache Erklärung: "Ich habe die falsche Strategie gewählt. Ich habe nicht geschaut und wollte vorher hoch in die Mitte schießen.“ Mit dem Fehlschuss haderte er: "Aus meiner Sicht hätte es natürlich keinen zweiten Elfmeter geben müssen."

Der allgemeine Eindruck ist bei allen Spielern gleich. Sie wissen, wo noch die Probleme liegen, wirken allerdings alle etwas nachdenklich. Auf dem Platz machte sich bei einigen Akteuren Unverständnis breit. Sie wissen noch nicht, was Pep verlangt - aufgrund der eingespielten Einheit kann dies vor allem in der Bundesliga noch so lange überbrückt werden, bis Mario Götze und Thiago Alcantara voll im Saft sind und der Mannschaft dazu verhelfen, Peps "Gesicht" zu bekommen.

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