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Die Nervosität steigt, die Fingernägel werden kürzer: Die Bundesliga startet in ihre neue Saison und wir machen den Check! Wie gut ist Borussia Dortmund gerüstet?

Dortmund. Borussia Dortmund begibt sich ab dem kommenden Wochenende wieder auf die Jagd. Ziel der Schwarz-Gelben ist der FC Bayern München, dessen Vorsprung beim Titelgewinn in der vergangenen Bundesliga-Saison den Verantwortlichen im Ruhrgebiet zu groß war. Der BVB will dem FCB mehr Paroli bieten als zuletzt - und hat mit dem Sieg im Supercup ein erstes Zeichen gesetzt. Die Niederlage im Champions-League-Finale gegen die Bayern und der Verlust von Mario Götze an den großen Konkurrenten hatten für schlechte Laune bei der Borussia gesorgt, doch mit den drei Neuzugängen Henrikh Mkhitaryan, Pierre-Emerick Aubameyang und Sokratis sieht sich der Vizemeister gut aufgestellt für den Angriff auf die Münchner.

FORM & VORBEREITUNG

Der BVB begann die Vorbereitung mit lockeren und deutlichen Siegen gegen Mannschaften wie Magdeburg (3:0), den FC Basel (3:1) oder Bursaspor (4:1). Im ersten Härtetest gegen einen Bundesliga-Konkurrenten leistete sich die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp dann aber beim 0:1 gegen Gladbach eine Niederlage. Den Abwärtstrend bei den Resultaten stoppten die Schwarz-Gelben dann aber genau zur richtigen Zeit - im Supercup gegen Bayern München: In einem intensiven Spiel besiegte der BVB den Rekordmeister vor eigenem Publikum mit 4:2. In der ersten Runde des DFB-Pokals taten sich die Dortmunder beim defensiv eingestellten Regionalligisten in Wilhelmshaven lange Zeit schwer. Erst in der Schlussphase schossen sie den deutlichen 3:0-Erfolg heraus.

TRANSFERS

Die Dortmunder Aktivitäten wurden durch den Abgang von Mario Götze zum FC Bayern München in Gang gesetzt. Bereits vor dem Ende der abgelaufenen Spielzeit wusste der BVB, dass ihm aus dem Verkauf 37 Millionen Euro in die Kasse fließen. Dazu kam noch einmal viel Geld aus der Champions League, sodass die Schwarz-Gelben im Sommer auf Einkaufstour gehen konnten. Sie sicherten sich drei Spieler: Der ehemalige Bremer Sokratis ist für die rechte Abwehrseite als Alternative für den derzeit verletzten Lukasz Piszczek gedacht. In der Innenverteidigung nimmt er zunächst den Platz des nach Schalke abgewanderten Felipe Santana als dritter Mann hinter Mats Hummels und Neven Subotic ein.

Für Sokratis bezahlte der BVB knapp zehn Millionen Euro. Teurer waren die beiden anderen Neuen: Für Pierre-Emerick Aubameyang zahlte Dortmund rund 13 Millionen Euro an den AS Saint-Etienne. Henrikh Mkhitaryan von Shakhtar Donezk kostete 27,5 Millionen Euro. Während Aubameyang aufgrund seiner Schnelligkeit eher ein Mann für die Außenbahn als für die Sturmmitte ist, spielt Mkhitaryan eine zentrale Rolle im offensiven Mittelfeld, auch wenn er nicht der direkte Götze-Ersatz ist.

Regisseur Rakete Raubein



GEWINNER & VERLIERER DER VORBEREITUNG

+ Marco Reus - Sein Kumpel Mario Götze ist nicht mehr mit dabei, doch das scheint Marco Reus wenig zu kümmern. Gegen die Bayern zeigte er im Supercup, dass seine Form und sein Torriecher wieder auf dem Niveau der Vorsaison sind.

+ Kevin Großkreutz - Seine Vielseitigkeit bringt ihn aktuell in die Mannschaft. Da Lukasz Piszczek mehrere Monate ausfällt, fehlt den Schwarz-Gelben ein Rechtsverteidiger - und auf einmal kommt Großkreutz ins Spiel und nicht etwa naheliegendere Alternativen.

- Henrikh Mkhitaryan - Eine Verletzung ist immer blöd, aber wenn sie auch noch während der ersten Vorbereitung beim neuen Verein passiert, ist sie doppelt ärgerlich. Der BVB-Neuzugang verpasste wichtige Einheiten durch den Riss des Syndesmosebandes und muss im Vergleich zu den Kollgen noch etwas aufholen.

- Sokratis Papastathopoulos - Zwei mögliche Einsatzgebiete gibt es für den ehemaligen Bremer beim BVB: Die rechte Abwehrseite oder die Innenverteidigung. Auf beiden Positionen hat sich der Grieche bislang nicht in die Startelf gespielt, denn rechts hinten hat Kevin Großkreutz den Platz bekommen und in der Mitte lassen sich Mats Hummels und Neven Subotic (noch) nicht verdrängen.

mit Begründung.


DER KOMMENDE STAR


Der BVB ist im Sturmzentrum in den letzten Jahren fast schon traditionell dünn besetzt. Es gibt einen Stürmer und einen Ersatzmann - und danach kommt nichts mehr. Die Rolle von Lucas Barrios als Stürmer Nummer eins hatte Robert Lewandowski übernommen und seit der vergangenen Saison ist Julian Schieber der Ersatz des Polen. Nun hat sich aber in der Vorbereitung der 19-Jährige Marvin Ducksch in den Vordergrund gespielt, der zumindest Schiebers Platz in Zukunft gefährden könnte. Denn was der ehemalige Stuttgarter Schieber kann, das kann Ducksch auch. Mit seinen 1,88 Meter ist er der stabile, große Stürmer, der die Bälle in der Mitte behaupten und mit seiner Schnelligkeit für Gefahr sorgen kann. Und weil die BVB-Verantwortlichen und -Fans nicht unbedingt mit Schieber glücklich geworden sind, könnte sich in der kommenden Saison eine Möglichkeit für Ducksch ergeben. Im DFB-Pokal in Wilhelmshaven durfte er in jedem Fall schon einmal ran - und traf als Einwechselspieler.



ZIELSETZUNG


Die direkte Qualifikation für die Champions League ist das Ziel oder anders ausgedrückt: ein Platz in der Bundesliga unter den ersten Drei. Insgeheim hoffen die Dortmunder allerdings, dass sie den Bayern einen härteren Kampf liefern können als noch in der vergangenen Saison. In der Champions League geht es für den BVB darum, den Erfolg des Vorjahres irgendwie annähernd zu bestätigen, auch wenn das nicht heißt, dass es dafür wieder ins Finale gehen muss.

GOAL-PROGNOSE

Borussia Dortmund wird in der Liga erneut Zweiter, weil einerseits die Bayern immer noch zu stark sind und andererseits die Spiele gegen die "kleineren" Teams der Liga erneut den Ausschlag geben werden. Und in diesen Duellen hat der BVB ab und zu seine Probleme - und die kosten den Klub am Ende den Titel in der Liga. In der Champions League kennen die meisten Gegner jetzt die Dortmunder, aber bis ins Achtelfinale sollte es trotzdem mindestens gehen.

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