thumbnail Hallo,

Lehren aus dem Audi-Cup: Verzichtet Pep Guardiola auf Mario Mandzukic?

Es deutet sich an, dass die Zuschauer am Donnerstag die Mannschaft sahen, die am Freitag die neue Bundesliga-Saison eröffnen soll. Doch was ist mit dem Kroaten?

Aus der Allianz Arena berichtet Fabio Porta

München. Hinter der vermeintlichen ersten Elf des FC Bayern München stand ein großes Fragezeichen – bis zum Audi-Cup-Finale gegen Manchester City. Mario Mandzukic findet sich, wie in der Vorbereitung angedeutet, auf der Bank wieder. Die Fans müssen sich jedoch gedulden, bis sie die perfekten Bayern aus der Vorsaison erleben.

Viele Möglichkeiten

Javi Martinez in der Innenverteidigung, Bastian Schweinsteiger als einziger Sechser und Thomas Müller in der Sturmspitze – das sind die zentralen Änderungen im Bayern-System unter Pep. Achja, Arjen Robben und Franck Ribery genießen sämtliche Freiheiten auf dem Platz und scheinen zusammen mit Thiago fest gesetzt.

Martinez wird sich wieder umstellen und eine Position nach hinten denken müssen. Der Spanier zeigte auch gestern, dass er sich in der Abwehrzentrale nicht so wohl fühlt, und zog immer wieder nach vorne zu Schweini, seinem kongenialen Partner im defensiven Mittelfeld. Der deutsche Nationalspieler agierte gewohnt sicher, doch auch ihm fehlt nun die Absicherung. "Wir haben viele Möglichkeiten, diese Position zu besetzen und haben sehr viele gute Spieler", lautete Manuel Neuers Einschätzung zum Positionswechsel vor seinem Kasten gegenüber Goal.



Dabei ist der Keeper froh, nicht selbst eine Personalentscheidung treffen zu müssen: "Zum Glück liegt die Entscheidung beim Trainer und nicht bei mir", fügte er an. Ganz zufrieden war auch Neuer mit der Abwehrleistung nicht, wollte sich jedoch nicht zu Alternativen äußern: "Dann sage ich bestimmt jetzt keine Namen."

Dante zeigte sich genervt: "Gestern haben wir auch zusammen gespielt und keiner hat was gefragt. Es ist schwer für mich, da etwas zu sagen. Ich lasse den Trainer entscheiden", so der Brasilianer, der sich eher um seinen Startplatz Sorgen macht. "Ich will erst einmal meinen Platz haben."

Zugegeben, beim 0:1 der Bayern sah Martinez nicht gut aus, doch das kann auch an der harten Vorbereitung liegen. Dennoch gibt es bei den Bayern "immer etwas zu korrigieren", so sei auch das Motto der abgelaufenen Saison gewesen. Im Vergleich zu Jupp Heynckes gibt es in der Abwehr keine großen Änderungen, wenn es nach Dante geht: "Es ist ein bisschen anders, aber nicht so extrem."

Was ist mit Mandzukic?

Im Mittelfeld sind Schweinsteiger, Ribery, Robben und Thiago wohl gesetzt und spielen sich langsam ein. Während Robben auf der rechten Außenbahn klebt, wechselt Ribery immer wieder die Positionen und ist überall auf dem Platz zu finden. Toni Kroos dient derweil eher als Platzhalter für Mario Götze, der bereits auf der Tribüne mit seiner Anwesenheit für ekstatische Bayern-Fans sorgte und noch sein Eis genoss während die neuen Kollegen auf dem Platz schwitzten.

Und im Sturm? Nun, Thomas Müller agierte als einzige echte Spitze unglücklich, ehe man nach der Einwechslung von Mandzukic eine Leistungsexplosion des deutschen Nationalspielers sah: Ein Elfmeter und eine Torvorlage verhalfen Müller schlussendlich dazu, zum besten Spieler des Spiels ernannt zu werden.

Mandzukic legte sich mächtig ins Zeug und brachte nicht nur viel Schwung in die Offensive, er zeigte auch deutlich, dass er der richtige Mann für das Sturmzentrum ist. Mit seiner Präsenz und Torgefahr wirkte er effektiver als Müller. Pep stellt nicht nur das System um, sondern auch die Spieler und riskiert dabei, die Balance, die den FC Bayern in der letzten Saison gekennzeichnet hat, über den Haufen zu werfen. Dabei wird er wahrscheinlich den besten Angreifer des Triple-Gewinners auf die Bank setzen. Dennoch brauchen sich die Bayern keine Sorgen zu machen, oder?

EURE MEINUNG: Ist der FC Bayern ohne Mandzukic besser dran?

Folge Fabio Porta auf

Dazugehörig